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AfD-Chefin sicher: Höcke ist NPD-Autor „Landolf Ladig“

Parteiausschluss AfD-Chefin sicher: Höcke ist NPD-Autor „Landolf Ladig“

Die Diskussion um das Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke ist um einen brisanten Punkt reicher: Wie aus dem vorliegenden Parteiausschlussantrag hervorgeht, ist sich die AfD-Spitze um Frauke Petry sicher, dass Höcke hinter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ steckt.

Frauke Petry ist sich sicher: Björn Höcke ist "Landolf Ladig"

Quelle: dpa

Dresden. Die Diskussion um das Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke ist um einen brisanten Punkt reicher: Wie aus dem vorliegenden Parteiausschlussantrag hervorgeht, ist sich die AfD-Spitze um Frauke Petry sicher, dass Höcke hinter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ steckt. Anhand der Indizien seien „vernünftige Zweifel daran, dass der Antragsgegner unter der Bezeichnung ,Landolf Ladig‘ veröffentlicht hat, nicht mehr möglich“, zitiert der Tagesspiegel. Höcke hatte das bisher bestritten, sich aber auch geweigert, dies eidesstattlich zu versichern.

In mehreren NPD-nahen Veröffentlichungen zwischen 2011 und 2013 wurde unter dem Pseudonym das NS-Regime verherrlicht. Ladig hatte darin unter anderem behauptet, Deutschland sei im zweiten Weltkrieg von „Fremdmächten“ überfallen worden, aus „Neid auf das sich prächtig entwickelnde Deutschland“, führt der Soziologe Andreas Kemper aus, der die Veröffentlichungen analysiert hat und auf zahlreiche Übereinstimmungen mit Höcke stieß. Zudem weist Kemper darauf hin, dass Höcke in diesem Fall von NPD-Vize Thorsten Heise erpressbar wäre. Heise, der zum „rechten Rand“ der NPD zählt, hatte die Magazine herausgegeben, in denen „Landolf Ladig“ veröffentlichte.

Der eher gemäßigte AfD-Flügel um Frauke Petry versucht, Höcke aus der Partei zu drängen. Der wehrt sich allerdings vehement und hat dabei zahlreiche Unterstützer. Die Diskussion wurde akut, nachdem Höcke seine berüchtigte „Dresdner Rede“ gehalten hatte. Im Ballhaus Watzke hatte er vom Berliner Holocaust-Mahnmal als „Mahnmal der Schande“ gesprochen und eine „Erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. Zudem wurde inzwischen bekannt, dass Höcke 2010 Teilnehmer der Dresdner Neonazi-Versammlung am 13. Februar war.

S. Lohse

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