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Karrierechance Internet – Neue Jobs im WWW

Digitale Berufswelt Karrierechance Internet – Neue Jobs im WWW

Das Internet hat die moderne Kommunikation nachhaltig verändert. Das World Wide Web stellt dabei auch die Berufswelt auf den Kopf. Verschiedene innovative Arbeitsmöglichkeiten sind entstanden und bringen ganz eigene Anforderungen und Chancen mit sich. Einige werden wir näher betrachten.

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Im IT- oder Kommunikationsbereich bieten sich zahlreiche neue Arbeitsmöglichkeiten. Durch die Digitalisierung halten Computer und das Internet in großem Umfang auch in andere Bereiche Einzug.

Quelle: © REDPIXEL, Fotolia

Wer heute in die Arbeitswelt einsteigt, hat viele neue Berufsbilder zur Auswahl, die im digitalen Bereich angesiedelt sind. Doch Jobs bieten sich dabei nicht nur in traditionellen IT- oder Kommunikationsunternehmen. Die zunehmende Vernetzung macht es auch für Firmen in anderen Branchen notwendig, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Die Möglichkeiten einer beruflichen Tätigkeit in diesem Bereich sind unglaublich vielfältig und bieten auch Jobwechslern Chancen, neu Fuß zu fassen.     

Jobsuche im Netz – digitale Möglichkeiten

Suchmaschinen und Jobportale

Mussten früher mühevoll die lokalen oder überregionalen Tageszeitungen nach freien Stellen durchkämmt werden, fällt es heute im Internet viel leichter, branchenspezifisch nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu suchen.

Die Job- oder Metasuchmaschinen sind dabei meist auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet. Hier gilt also, eine passende auszuwählen. Egal ob Ingenieur, Handwerker oder auch eine Anstellung im öffentlichen Dienst – für jeden gibt es ein spezielles Suchportal. Grundsätzlich können zwei verschiedene Verfahrensweisen unterschieden werden:

  • Metasuchmaschine: Hier werden aus verschiedenen Online-Jobbörsen passende Angebote ermittelt. Meist ist es möglich, die Suche durch individuell anpassbare Kriterien zu verfeinern. Sinnvoll ist, auch nach ähnlichen oder alternativen Berufsbezeichnungen zu forschen.  
  • Suchprofil: Bei einigen Portalen kann ein Profil und eine eigene Anzeige eingestellt werden.

Auch für Selbständige und Freiberufler gibt es entsprechende Börsen, bei denen Jobs für Freelancer oder zur freien Mitarbeit ausgeschrieben werden.

In der Regel können die Suchmaschinen und Jobportale unentgeltlich genutzt werden. Oft lassen sich umfangreichere Möglichkeiten durch ein kostenpflichtiges Upgrade freischalten. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Vermittlungsgebühren verlangt werden. Hier können gefälschte Stellenangebote dahinterstecken. Betrüger versuchen so, an Daten und Geld von Interessenten zu gelangen. 

Netzwerken als Karrierebooster

Vitamin B ist auch heute noch ein wichtiges Kriterium bei der Jobsuche oder um seine Karriere voranzutreiben. Allerdings funktioniert dies heute ebenfalls auf digitaler Ebene. Die verschiedenen sozialen Netzwerke spielen inzwischen auch für die aktive Suche von Personalvermittlern eine wichtige Rolle. 

Grafik: Auf welchen Geräten Nutzer nach Jobs suchen

Jobsuche wird nicht nur digital, sondern auch mobil

Quelle: © fancycrave1, pixabay, CC0 Public Domain

Mit einem Profil auf Xing oder LinkedIn können heute auf internationaler Ebene Kontakte geknüpft werden. Auch wenn aktiv nicht nach einer Stelle gesucht wird, können Recruiter auf einen aufmerksam werden und gegebenenfalls eine Anfrage stellen. Dafür ist es wichtig, das Profil immer auf dem neuesten Stand zu halten. Wie im echten Leben zählt auch hier eine gewisse Verbindlichkeit. Um bisherige Karrierestationen zu untermauern, können beispielsweise entsprechende Referenzen hinterlegt werden. Auf Anfragen sollte möglichst zeitnah geantwortet werden. Viele Vermittler recherchieren bei potentiellen Bewerbern vor allem im digitalen Bereich, wie aktiv die Person auf verschiedenen Netzwerken unterwegs ist.

Von 0 auf 100 – Die Welt der Internetstars

Die digitale Welt hat jüngst eine ganz neue Riege an prominenten Persönlichkeiten erschaffen. Durch die enorme Reichweite von verschiedenen Blogs oder sozialen Netzwerken haben einzelne Personen zumindest bei einer bestimmten Zielgruppe eine gewisse Berühmtheit erlangt. Oftmals haben Profile auf Instagram oder auch bestimmte YouTube-Kanäle innerhalb kurzer Zeit eine enorme Zahl an Anhängern dazugewonnen. Für manche ist aus einem Hobby so ein Beruf geworden.

YouTube, Snapchat und Co.: Karriere ohne Ausbildung?

Der Begriff „YouTuber“ quasi als Berufsbezeichnung wurde von den Gründern des Kanals „ Y‑Titty“ geprägt. Mit regelmäßig veröffentlichten selbstgedrehten Sketchen und Parodien konnten nach einiger Zeit über drei Millionen Abonnenten gewonnen werden. Bei der Gründung im Jahr 2006 waren die beiden Mitglieder Matthias Roll und Philipp Laude erst 15 und 16 Jahre alt. 2009 wurde das Team noch durch den damals gerade volljährig gewordenen Oğuz Yılmaz erweitert.   

Nach knapp zehn Jahren beschlossen die drei den Kanal aufzulösen. Der größte Schritt war nach dem Abitur wohl der Entschluss, sich hauptberuflich um die Produktion von Inhalten für ihre Plattform zu kümmern. Eigene Musik-Alben, Besuche in zahlreichen Talkshows, eine YouTuber-Tour und unter anderem ein Echo waren Stationen in ihrer Zeit mit Y-Titty.

Inzwischen wurde das Comedy-Trio im Rahmen der Webvideo-Gala mit seinem Kanal auch fürs „Lebenswerk“ geehrt. Sie haben damit in der digitalen Welt ganz neue Arbeitsmöglichkeiten aufgezeigt. Kapital wurde zunächst durch Werbeeinnahmen und dann auch über die Vermarktung der eigenen Songs oder verschiedene Gastauftritte generiert.

Inzwischen sind viele weitere „YouTuber“, „Snapchatter“ oder Musical.Lyer“ ihrem Vorbild gefolgt. Beim ECHO, dem Musikpreis der Deutschen Phono-Akademie wurde inzwischen sogar eine eigene Kategorie „Social Media Star“ gegründet. Immer mehr Jugendliche geben als Berufswunsch Internet-Star an. Einigen wenigen gelingt es tatsächlich dadurch ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Kamera zeichnet einen Film auf

Mit relativ wenig technischem Equipment drehen viele junge Leute Videos zu Schminktipps oder Parodien zu bekannten Filmszenen.

Quelle: © golubovy, Fotolia

Doch der Erfolg im Netz ist oftmals nur von kurzer Dauer. Auch wenn es gelingt, eine gewisse Bekanntheit zu erlangen, sollte an eine Karriere nach der Karriere gedacht werden. Y-Titty Star Oğuz Yılmaz hat inzwischen eine Online-Agentur gegründet. Zusammen mit einem Kollegen berät er verschiedene Medienhäuser und Marken zu digitalen Kommunikationsstrategien und hilft bei Konzepten zu Webvideos.

Der Ausbildungsmarkt reagiert inzwischen ebenfalls auf die neuen Möglichkeiten im Internet. Möglichkeiten bieten sich bisher beispielsweise durch eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Online-Marketing, Film und Bewegtbild, digitaler Kommunikation, Medienwissenschaften oder auch Journalismus. Die Liste an möglichen Berufen in der Medienbranche wird stetig erweitert.

Vom Blogger zum Unternehmer

Der Erfolg einzelner Stars hängt vor allem mit ihrem Marketingwert für verschiedene Unternehmen zusammen. In der Modewelt gelten die Betreiber verschiedener Blogs durch ihre enorme Reichweite als sogenannte „Influencer“ und zählen als wichtiges Instrument bei der Suche nach Trends und der Verbreitung neuer modischer Strömungen. Manche haben zuerst mit einem Blog begonnen und durch ein zusätzliches Profil, beispielsweise auf Instagram, schnell einen großen Kreis an Anhängern hinzugewonnen.

Texte, Fotos und die Erstellung der Inhalte gehören dazu

Wer mit seinem Blog erfolgreich sein will, muss viel Zeit und Geduld investieren. Dies wird schnell zu einem Vollzeitjob.

Quelle: © detailblick-foto, Fotolia

Andere haben hingegen zunächst auf den sozialen Netzwerken angefangen und dann eine Webseite gestartet, auf der sie umfangreicher von ihren Aktivitäten berichten können. Wie Sandra Lambeck im Interview erklärt, hat sie erst später mit ihrem Lifestyle- und Fashionblog begonnen und war zuvor bereits eine der erfolgreichsten Instagram-Stars in Deutschland. Sie arbeitet inzwischen unter anderem mit Marken wie Adidas oder Urban Outfitter zusammen. Aus Teilen der aktuellen Kollektionen kombiniert sie Outfits in ihrem ganz persönlichen Stil und teilt die Fotos mit ihrer Fangemeinde.

Die Authentizität spielt für die Unternehmen bei einer Kooperation dabei eine wichtige Rolle. Nur wenn die einzelnen Produkte auch mit Überzeugung präsentiert werden können, wirkt dies glaubhaft für den Kundenkreis. Die Blogger werden so zu einem Markenbotschafter der etwas anderen Art.  

In den Anfängen freuen sich die meisten zunächst einfach über die Zusendungen von Gratisprodukten, die getestet und auf dem Blog oder Profil in den sozialen Netzwerken dann bewertet werden können. Später winken beispielsweise auch kostenlose Reisen zu verschiedenen Branchenevents oder Veranstaltungen, von denen dann berichtet wird.

Ein erfolgreicher Blogger zu sein ist jedoch immer noch ein Fulltime-Job. Einkommen wird unter anderem durch Werbeeinnahmen beim Verlinken von Produkten oder auch verschiedene andere Kooperationsverträge erzielt. Manche bringen schließlich selbst eigene Artikel, beispielsweise Modeaccessoires oder Beautyprodukte auf den Markt. Mit dem Erfolg wachsen auch die unternehmerischen Anforderungen und nur wer sich hier gut schlägt, wird in der kurzlebigen Branche ein paar Jahre überleben können.

Digitale Tagelöhner

Unter dem Begriff „Crowdworking“ haben sich vor allem für Freiberufler und Selbständige neue Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben. Noch ist diese Arbeitsform nur wenig verbreitet, der Anteil ist jedoch stetig angestiegen. Die Digitalisierung macht es möglich, auch an Projekten mitzuarbeiten, die nicht am Arbeits- oder Wohnort lokalisiert sind. War das Arbeitsmodell zunächst hauptsächlich für Designer oder Programmierer interessant, ergeben sich zunehmend auch für andere Berufe verschiedene Angebote.

Unternehmen bietet sich auf diese Weise die Möglichkeit, ihr Personal flexibel aufzustocken oder für einzelne Projekte besondere Fachleute zu rekrutieren. In vielen Fällen ist für sie auch die Intelligenz oder Innovationskraft der Masse interessant. Für manche Aufträge lassen sich die Firmen von den Crowdworkern verschiedene Vorschläge erarbeiten und können dann den passendsten auswählen.

Crowdworking-Facts

Für 80% ist die Arbeit ein Zuverdienst

Quelle: © freephotocc, pixabay, CC0 Public Domain

In der Kritik steht diese Art der Auslagerung von Aufgaben an externe Mitarbeiter aufgrund der oftmals schlechten Bezahlung. Beim oben genannten Beispiel bekommt meist nur derjenige ein Honorar, für dessen Idee oder Konzept sich der Auftraggeber entschieden hat. 

Möglichkeiten für Freiberufler und Selbständige

Die Plattformen, auf denen Aufträge an Freelancer vergeben werden, haben sich ebenfalls auf einzelne Branchen spezialisiert. Crowdworker arbeiten in der Regel von Zuhause oder dem eigenen Büro aus. Die notwendige Ausrüstung oder Software muss also selbst gestellt werden. Bei diesem Arbeitsmodell bieten sich verschiedene Vorteile:

  • Freie Zeiteinteilung: In der Regel ist lediglich ein bestimmtes Fertigstellungsdatum festgelegt. Wann die Arbeit dazu verrichtet wird, kann sich der Crowdworker dabei selbst einteilen. Vor allem Personen, die etwa noch Familienangehörige oder Kinder betreuen, können davon profitieren.
  • Geringer Verwaltungsaufwand: Viele Freiberufler sind Experten in ihrem Fach, nicht jedoch im betriebswirtschaftlichen Bereich. Die Abrechnung und Vertragsabwicklung wird bei solchen Aufträgen von der Recruiting-Plattform übernommen.
  • Mitarbeit an Großprojekten: Als Crowdworker ist es möglich für namhafte Kunden oder auch an größeren Projekten mitzuarbeiten. Vor allem in strukturschwachen Regionen kann über das Internet so an Arbeitsaufträge gelangt werden.

Viele Freelancer sehen in den Crowdworking-Plattformen momentan nur einen Zweitverdienst. Lediglich 21 Prozent nutzen diese Arbeitsform bisher als Haupteinnahmequelle. Neben der Tätigkeit mit Kunden vor Ort wird die Möglichkeit zusätzlich genutzt, um beispielsweise Leerzeiten zwischen zwei Aufträgen zu überbrücken. Angebote zur Mitarbeit bei spannenden Projekten, die als Einzelunternehmer nie alleine rekrutiert werden könnten, gibt es bislang kaum.

Arbeiten von zu Hause

Für viele ist das Arbeiten von Zuhause aus bei freier Zeiteinteilung ein Vorteil des Crowdworking.

Quelle: © deagreez, Fotolia

Kritisch zu sehen ist auch, dass durch die Erschließung internationaler Arbeitsmärkte ein weiterer Preiskampf zu erwarten ist. Wenn zunehmend auch gut ausgebildete Fachkräfte aus Niedriglohnländern Zugang zu den Plattformen erhalten, kann ein für unser Niveau angemessenes Honorar bei den Auftraggebern nur schwer gerechtfertigt werden.

Bereits heute sind Projekte beispielsweise im Designbereich bei der Bezahlung sehr niedrig angesetzt und die Arbeit grenzt oft an Selbstausbeutung. Durch das Fehlen von Austausch und Kommunikation zwischen Unternehmen und Crowdworker reduziert sich die – eigentlich beratungsintensive – Arbeit hier auf das Liefern von Ideen und ist für viele deshalb sehr unbefriedigend.  

Auftragssuche im Internet

Clickworker von heute finden sich allerdings nicht nur im digitalen Bereich. Allein in Deutschland sind rund 750.000 Handwerker bei verschiedenen Crowd-Plattformen unter Vertrag und bieten ihre Dienste online an. Anfragen zu Renovierungsarbeiten oder anderen handwerklichen Dienstleistungen können dann über den Vermittlungsdienst gefunden werden.

Bei der Auftragssuche für kreative Berufsfelder unterscheiden sich grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze:

  • Bewerbermodell: Auf einer Vermittlungsplattform kann ein Profil erstellt werden. Kompetenzen, Kenntnisse und Fähigkeiten müssen eingetragen werden sowie Angaben zur gesuchten Tätigkeit. Oftmals kann ein Portfolio oder verschiedene Arbeitsproben hochgeladen werden, um einen Eindruck und Überblick über die Qualifikation zu vermitteln.

Auftraggeber suchen sich anhand der Profile einen geeigneten Kandidaten für ihr Projekt aus. Für Organisation und Vermittlung fällt eine pauschale Gebühr für die Plattform an.

  • Angebotsmodell: Interessenten müssen sich hier ebenfalls mit Angaben ihrer Fähigkeiten auf der Plattform registrieren. So soll eine gewisse Qualität gewährleistet werden. Unternehmen stellen zu ihrer Anfrage ein sogenanntes Briefing zusammen. Die wichtigsten Wünsche und Anforderungen zu einem Konzept werde dabei beschrieben.

Auf dieser Grundlage erarbeiten interessierte Crowdworker jeweils ein Konzept dazu. Der Auftraggeber hat dann die Auswahl unter mehreren Ideen oder Ausführungen.

Manche Plattformen bieten ihren Freelancern auch verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder sich auszutauschen. Wer als Crowdworker schon öfters einen Auftrag ergattern konnte, kann zudem bei verschiedenen Anbietern auch für ganz spezielle Projekte vorgeschlagen werden und muss sich in diesem Fall nicht erneut der Konkurrenz des gesamten Netzwerks stellen.  

Neue Arbeitsplatzformen und digitale Konzepte

Gerade in der IT-Branche wurden wie in fast keinem anderen Bereich so vielfältige, innovative und progressive Arbeitskonzepte entwickelt und ausprobiert. Auf die zunehmende Flexibilität der Arbeitnehmer müssen die Unternehmen mit mobilen Arbeitsplatzangeboten reagieren. Vor allem im Dienstleistungs- und Wissensbereich entstanden Jobmodelle, die inzwischen auch auf andere Sparten übertragen werden können.

  • Home-Office: Da der Computer mittlerweile in vielen Branchen zum alltäglichen Arbeitsgerät gehört, ist eine Tätigkeit vom Home-Office aus inzwischen weit verbreitet. Manche üben ihren Job dabei in Vollzeit in den eigenen vier Wänden aus, manche dagegen nur an einzelnen Tagen. Oftmals wird dabei vor allem der Wegfall des Arbeitsweges oder auch eine flexiblere Zeiteinteilung geschätzt.
  • Coworking-Spaces: Für Fachkräfte, die überregional oder auch international tätig sind, stehen mittlerweile in größeren Städten sogenannte Coworking-Spaces zur Verfügung (Bsp.: Coworking im Basislager in Leipzig). In den Bürokomplexen können auf Zeit vollständig ausgestattete Büroarbeitsplätze oder auch Räumlichkeiten für Meetings oder Präsentationen angemietet werden. Innovative Konzepte vereinen inzwischen sogar temporäre Arbeitsplätze mit der Möglichkeit zur gleichzeitigen Kinderbetreuung.  
  • Plattformen zum Datenaustausch: Digitale Plattformen zum Datenaustausch, die einen Zugriff auf Unterlagen von überall aus möglich machen und gleichzeitig zur Sicherung verwendet werden können, werden bei den modernen Arbeitsplatzkonzepten ebenfalls immer wichtiger.
  • Software: Viele Softwareanbieter haben sich auf die veränderten Anforderungen in den verschiedenen Branchen eingestellt und bieten alternative Konzepte zu den teuren Kaufversionen ihrer Produkte an. Statt des einmaligen Erwerbs einer Lizenz für eine Software oder ein ganzes Paket, können die Programme heute ebenfalls tage- oder monatsweise „gemietet“ werden. Vor allem, wer mit vielen verschiedenen Programmen arbeitet, diese aber nicht täglich nutzt, kann hier Geld sparen. Zudem steht so immer die neueste Version zur Verfügung. 

Aus-und Weiterbildung im Netz

Universelles Wissen online

Das Internet bietet mit den unterschiedlichen unentgeltlichen oder kostenpflichtigen Wissensdatenbanken vielfältige Wege, sich über so gut wie jedes Thema umfassend zu informieren. Über Foren und andere Plattformen ist es möglich, sich mit Experten oder Fachkräften auf der ganzen Welt auszutauschen, Neues zu lernen oder auch eigene Erfahrungen weiterzugeben.

Digitale Schule

An vielen Schulen steckt die digitale Erziehung noch in den Kinderschuhen. Oft mangelt es an notwendiger Ausrüstung und der fachlichen Kompetenz der Lehrer.

Quelle: © Christian Schwier, Fotolia

Dieses verfügbare Wissen ist in den meisten Fällen jedoch noch unzureichend im Rahmen von Bildungsplattformen für die Allgemeinheit aufbereitet. Dabei bietet gerade das Internet neue Möglichkeiten Informationen so demokratisch für jeden Verfügbar zu machen.

Verschiedene Fachleute befürchten, dass die Suchmaschine in der Zukunft das Gedächtnis träge macht oder unsere Gehirnleistung nachlässt. „Das Internet ist vor allem für Jugendliche ein Teil ihres Gedächtnisses geworden“, so der Philosoph Michael Plauen zum digital ständig verfügbaren Wissen.  Andere hingegen vermuten, dass sich lediglich die Art und Weise, wie wir mit Informationen umgehen verändern wird.

Das Schaffen von weltweiten Standards zur Aufbereitung und Bereithaltung von Wissen könnte in Zukunft dabei helfen, noch mehr Wissen für einen größeren Personenkreis zur Verfügung zu stellen.

Wissen aneignen und weitergeben

Nicht jeder, der heute im Berufsleben steht, ist ein „Digital Native“ und ganz selbstverständlich mit dem Umgang mit Computer und mobiler Kommunikationstechnik aufgewachsen. Auch unsere Schulen hinken bei der Förderung und Ausbildung digitaler Kompetenzen der aktuellen Entwicklung noch erheblich hinterher. Sowohl bei der Ausstattung als auch beim Fachwissen der Lehrer besteht hier an den meisten Schulen noch Nachholbedarf.

Die für einen bestimmten Job notwendigen Kompetenzen gerade im digitalen Bereich können jedoch auch in fortgeschrittenem Alter erlernt werden. Wer sich den Entwicklungen hier nicht verschließt, hat oftmals große Chancen auch bei einem Berufswechsel eine neue Arbeit zu finden. Dazu finden sich im Internet ebenfalls ortsunabhängig verschiedene Möglichkeiten:

  • Fernstudium / -lehrgang: Dies kann meist berufsbegleitend stattfinden. Es gibt unzählige Anbieter zu den verschiedensten Themen und Bildungsgraden. Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt, der Großteil des Stoffs muss sich selbst angeeignet werden. Prüfungen können zum Teil auch dezentral stattfinden.
  • Bildungsplattform: Hier stehen die Materialien zum Unterricht in digitaler Form zur Verfügung. In manchen Fällen können die Angebote unentgeltlich genutzt werden.

Verschiedene Angebote können auch durch den Staat oder den Arbeitgeber gefördert werden. Wichtig ist, sich über die Qualität der Bildungsträger zu informieren und das jeweils passende Angebot für sich auszuwählen. Neben den kostenpflichtigen Weiterbildungen können auf verschiedenen Portalen auch gratis Seminare besucht werden. Die Anbieter in Deutschland konzentrieren sich dabei zum Teil auch auf ein ganz bestimmtes Berufsgebiet. 

Das Internet bietet jedoch auch für jeden die Möglichkeit, sein Wissen weiterzugeben. In der letzten Zeit ist das Angebot privater Einzelunternehmer, die Video- und Onlineschulungen zu ganz spezifischen Themen bereitstellen rasant gewachsen.

E-Learning und MOOCs

Durch das E-Learning ist es möglich, von jedem Ort der Welt aus an einem Seminar oder Kurs zur Weiterbildung teilzunehmen. Die einzelnen Zuhörer können dabei über Headset und Videokonferenz in einem virtuellen Klassenzimmer mit dem Seminarleiter zusammenarbeiten. Über einen oder mehrere Bildschirme kann der Unterricht verfolgt werden und oft besteht die Möglichkeit Unterlagen untereinander auszutauschen. Durch die Vernetzung können auch Rückfragen gestellt und beantwortet werden.

Digitales Lernen

Lernen von zu Hause aus kann viel Spaß machen, erfordert allerdings viel Disziplin!

Quelle: © Antonioguillem, Fotolia

Zu dieser bereits etablierten Form haben sich zuletzt die sogenannten MOOCs (offener Massen-Online-Kurs) gesellt. Viele Universitäten oder andere Bildungseinrichtungen stellen auf ihren Onlineplattformen Webkurse zur Verfügung, die von einer großen Teilnehmerzahl gleichzeitig besucht werden können.

Inzwischen sind auch Plattformen entstanden, auf denen Lernvideos von privaten Personen besucht werden können. Dort finden sich auch Angebote, die weit über die schulische oder universitäre Ausbildung hinausgehen. Fachleute vermitteln dort beispielsweise ihre Erfahrungen bei einer Unternehmensgründung. Somit bietet sich hier die Möglichkeit, aus seinem Spezialwissen Profit zu schlagen. Durch eine hohe Teilnehmerzahl kann ein Kurs auch zu einem geringen Preis angeboten werden und trotzdem eine lohnende Einkommensquelle darstellen.

Digitale Berufswelt zusammengefasst

Die Digitalisierung sorgt für einen umfassenden Wandel unseres Berufslebens. Auch Branchen, die bisher wenige Berührungspunkte aufwiesen, müssen sich in Zukunft darauf einlassen. Die Ausbildung und Förderung von digitalen Kompetenzen ist dabei unerlässlich.

Das Internet bietet zahlreiche neue Berufs- und Arbeitsmodelle, die von Flexibilität und Mobilität geprägt sind. Viele junge Menschen werfen bereits heute altbewährte Herangehensweisen oder eine klassische Ausbildung über Bord und gehen ihren eigenen Weg. Die Möglichkeiten, die das World Wide Web dabei bietet, sind noch längst nicht ausgeschöpft.

Redaktion

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