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Was beim Praxissemester wichtig ist

Arbeit Was beim Praxissemester wichtig ist

In vielen Studiengängen sind sie inzwischen in der Studienordnung verankert: die Praxissemester. Studenten verlassen die Uni und probieren sich im Betrieb aus. Das kann von Vorteil sein - vorausgesetzt, man sucht die Firma für das Praktikum klug aus.

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Christiane Dorenburg ist Diplom-Psychologin und arbeitet beim Career Service der Freien Universität Berlin (FU).

Quelle: Bernd Wannenmacher/Freie Universität Berlin

Berlin. Den ersten Kontakt zur Arbeitswelt haben die meisten Studierenden bereits vor dem Abschluss. Viele machen inzwischen ein Praxissemester, das traditionell an Fachhochschulen üblich ist. Es bietet die Chance, sich beruflich zu orientieren.

Außerdem kann es den Berufseinstieg nach dem Abschluss erleichtern. Doch wie sucht man sich den richtigen Arbeitgeber für das Praktikum aus?

Reflektieren: Bevor man den ersten Suchbegriff bei Google eintippt, sollte man in sich gehen und sich über seine Interessen und Ziele klar werden: "Was kann ich? Was will ich?", erklärt Christiane Dorenburg vom Career Service der

Freien Universität Berlin (FU). Der nächste Schritt besteht darin, herauszufinden, was die fünf stärksten Kompetenzen sind, mit denen man sich von anderen abheben kann, rät die Laufbahnberaterin

Annette Gröger. "Das Beschäftigen mit mir selbst und meinen Zielen vermeidet Umwege."

Initiativbewerbung: Hat man ohnehin ein bestimmtes Unternehmen im Sinn, sollte man sich direkt dort bewerben. "Initiativbewerbungen sind wichtig, weil wir davon ausgehen, dass nicht alle Praktikumsplätze ausgeschrieben werden", sagt Michaela Frana vom Career Service der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Gerade bei Auslandspraktika ist es generell fraglich, ob diese in Stellenbörsen zu finden sind. Auch hier kann die direkte Ansprache eines Unternehmens sinnvoll sein. "Für ein Praktikum außerhalb der Landesgrenzen kann man die Außenhandelskammern ansprechen", sagt Irene Seling von der

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Anerkennung des Praxissemesters: An den meisten Hochschulen gibt es einen Praktikumsbeauftragten, der das Praxissemester betreut. Dieser steht auch bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung. Praktikumsbeauftragte sind meist Dozierende aus den Fachbereichen oder jemand aus dem Career Center. Um das Praxissemester anerkennen zu lassen, ist in den meisten Fällen außerdem ein Praktikumsbericht nötig. "Am besten macht man sich schon in der Zeit im Unternehmen regelmäßig Notizen oder führt ein kleines Tagebuch", rät Dorenburg.

Urlaubssemester beantragen: Während des Praxissemesters kann man ein Urlaubssemester beantragen. Dieses gilt dann nicht als Fachsemester, und Studierende müssen dann in der Regel keinen oder einen geringeren Studentenwerksbeitrag zahlen. Wenn man das Praktikum nach bestem Wissen und Gewissen ausgesucht hat und dennoch feststellt, dass der Job nicht den eigenen Interessen entspricht, ist das kein Beinbruch: "Das Lernen und Erfahrung sammeln sollte im Praktikum im Vordergrund stehen", sagt Dorenburg.

Nebenjob beim Pflichtpraktikum: Viele Pflichtpraktika sind unbezahlt oder schlecht bezahlt. Einen Anspruch auf Mindestlohn haben Studierende bei Pflichtpraktika nicht. Daher wollen oder müssen viele Studierende nebenbei weiter jobben. Doch Vorsicht: Wer während eines Praktikums nebenbei arbeitet, kann unter Umständen Probleme bekommen. "Für Praktikanten gelten in diesem Fall ähnliche Regeln wie für Arbeitnehmer", erklärt Irene Seling. Das heißt: Ist im Arbeitsvertrag ausdrücklich vorgeschrieben, das Nebentätigkeiten genehmigt werden müssen, muss der Arbeitgeber erst zustimmen, wenn diese nicht in der Freizeit stattfinden. Auf jeden Fall gilt: Die Nebentätigkeit darf nicht mit der Arbeitszeit des Praktikums in Konflikt geraten.

dpa

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