Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Verkehrsrecht Kein Schadenersatz bei Sturz auf erkennbar schlechtem Radweg
Mehr Recht Verkehrsrecht Kein Schadenersatz bei Sturz auf erkennbar schlechtem Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:53 27.04.2018
Fahrradfahrer sollten die Beschaffenheit des Radweges prüfen. Nicht alle Streckenabschnitte sind so beschaffen wie dieser. Quelle: Britta Pedersen
Magdeburg

Wer auf einem schlechten Radweg stürzt, hat nicht unbedingt Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz von der Gemeinde. So ein Urteil des Landgerichts Magdeburg, auf das die

Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist (Az.: 10 O 984/17).

In dem Fall ging es um einen Radler, der auf einem Fahrradweg stürzte. An der Unfallstelle war der Belag des Weges aufgewölbt, es zeigten sich Kuhlen und Risse - diese waren allerdings klar erkennbar.

Die Klage auf 3500 Euro Schmerzensgeld und 400 Euro Schadenersatz wies das Gericht ab. Denn Gemeinden seien nur verpflichtet, Gefahren zu beseitigen oder vor ihnen zu warnen, wenn sich diese nicht von selbst erkennen lassen. Hier hätte aber der schlechte Zustand schon aus großer Distanz erkannt werden können, was eine Zeugin und Fotos vom Unfallort bestätigten. Der Radler hätte sein Fahrweise darauf einstellen müssen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einer Ortschaft dürfen Autofahrer vor einer Steigung nicht zu schnell überholen. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Fahrverbot. In einem Fall konnten selbst plausible Argumente die Sperre nicht verhindern.

27.04.2018

In einem Unfallgutachten wird der Schadensumfang aufgelistet und die Schadenshöhe beziffert. Für die Kosten muss dann die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers aufkommen. Doch darf die gegnerische Versicherung Posten kürzen?

20.04.2018

Bei einer Überschreitung der vorgegebenen Geschwindigkeit droht Bußgeld. Allerdings muss der Verstoß objektiv ermittelt werden. Eine bloße Schätzung der Gesetzeshüter erfüllt diese Anforderung nicht.

13.04.2018