Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Reiserecht BGH: Airline kommt für verspätete Leasingmaschine auf
Mehr Recht Reiserecht BGH: Airline kommt für verspätete Leasingmaschine auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 14.09.2017
Als ausführendes Luftfahrtunternehmen muss eine Airline auch dann eine Entschädigung zahlen, wenn der verspätete Flug von einem Leasingpartner ausgeführt wurde. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Anzeige
Karlsruhe

Airlines dürfen Entschädigungsforderungen für verspätete Flüge einem Urteil des Bundesgerichtshofs zufolge nicht auf einen Leasingpartner abwälzen.

Reisende hatten Royal Air Maroc verklagt, weil die Airline nicht für eine mehr als siebenstündige Verspätung zahlen wollte - der Flug war von ihr angeboten worden. Diese Haltung begründete das marokkanische Unternehmen damit, dass der betreffende Flug von Düsseldorf nach Nador gar nicht selbst von ihr, sondern im Rahmen einer Leasingvereinbarung von der spanischen Swiftair durchgeführt worden war.

In den Vorinstanzen vor dem Amtsgericht und dem Landgericht in Düsseldorf hatte Royal Air Maroc noch Recht bekommen. Die Karlsruher Richter hingegen waren anderer Meinung - sie sehen Royal Air Maroc als das "ausführende Luftfahrtunternehmen". Damit zieht in dem Gerichtsstreit das marokkanische Unternehmen den Kürzeren. Denn eine

EU-Verordnung nimmt ausdrücklich ausführende Luftfahrtunternehmen in die Pflicht, und zwar "unabhängig davon, ob der Flug mit einem eigenen Luftfahrzeug oder mit einem mit oder ohne Besatzung gemieteten Luftfahrzeug (...) durchgeführt wird".

Das

BGH-Urteil wurde unter (Az.: X ZR 102/16 und X ZR 106/16) publiziert.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Innerhalb Eurpas haben Fluggäste bei Verspätungen ein Recht auf Entschädigung. Die Höhe wurde nun durch ein Urteil des EuGH begrenzt.

07.09.2017

Die Verwüstungen durch Hurrikan "Irma" sind dramatisch. Wer ausgerechnet jetzt Urlaub in der Karibik macht und vom Wirbelsturm betroffen ist, der kann sich auf seine Rechte berufen.

07.09.2017

Die Karibik ist ein beliebtes Ziel bei Kreuzfahrt-Urlaubern. Doch Hurrikan "Irma" macht die Ferieninseln zurzeit zu einem gefährlichen Ort. Eine Änderung der Schiffsrouten ist aus diesem Grund wahrscheinlich. Was Reisende wissen sollten:

06.09.2017
Anzeige