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DNN Rechtstipp Über die Trennung und das Erbe von Eheleuten
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16:05 23.03.2018
Kerstin Rhinow-Simon und Frank Simon. Quelle: Fotos (2): Jan Gutzeit/Archiv
Dresden

Die Fachanwälte und Mediatoren Kerstin Rhinow-Simon und Frank Simon geben praktische Tipps und Empfehlungen:

Werden im Scheidungsverfahren automatisch Unterhalts-, Vermögens- und Sorgerechtsfragen geklärt?

Nein, so lange die Eheleute keine gerichtliche Klärung bei Gericht beantragt haben. Umso wichtiger ist es, Fragen des Unterhalts, des Vermögens, der Ehewohnung und des Haushalts sowie des Sorgerechts und Umgangs vor der Scheidung zu klären.

Mein Ehepartner schafft Vermögen beiseite. Was kann ich tun?

Jeder Ehepartner kann von dem anderen verlangen, dass er seine Vermögensverhältnisse zum Zeitpunkt der Trennung offenlegt. Ist das Vermögen bei der Scheidung geringer, muss der Ehepartner erklären, was mit dem Vermögen geschehen ist. Kann er dies nicht, so wird unterstellt, dass das Vermögen bei der Vermögensauseinandersetzung noch vorhanden ist.

Was geschieht mit den Rentenansprüchen?

Bei der Scheidung findet ein sog. Versorgungsausgleich statt. Dabei werden alle Rentenansprüche, die die Ehepartner während der Ehe erworben haben, geteilt und jeweils zur Hälfte auf den anderen Ehepartner übertragen. Nur wenn die Ehe kürzer als drei Jahre war, findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehepartners statt.

Erbt der geschiedene Ehegatte weiterhin mit?

Grundsätzlich nicht. Allerdings kann der geschiedene Ehepartner über die gemeinsamen Kinder erben. Verstirbt der Ehegatte und anschließend sein einziges Kind, so würde das Kind zunächst von dem verstorbenen Ehegatten erben. Erbe des Kindes ist dann der geschiedene Ehepartner. Er profitiert somit auch mittelbar vom Vermögen des erstverstorbenen Elternteils. Dies kann durch ein entsprechendes Testament verhindert werden.

Was kann mit einem Testament bei einer Patchwork-Familie erreicht werden?

Vorrangiges Ziel ist, das Vermögen für die eigenen Kinder zu erhalten, aber gleichzeitig den neuen Partner abzusichern. Unter Umständen sollen auch alle Kinder, also die eigenen und die des Partners und evtl. auch die gemeinsamen Kinder gleichbehandelt werden. Dies ist in der Regel durch ein Berliner Testament nicht zu erreichen. Individuelle Lösungen müssen gefunden werden.

Wie erstelle ich ein Testament?

Ein Testament muss handschriftlich geschrieben und unterschrieben sein. Bei einem Ehegattentestament muss das Testament von beiden Eheleuten unterschrieben sein. Empfehlenswert ist, dass der Inhalt des Testaments unbedingt durch einen Fachanwalt für Erbrecht erstellt oder zumindest überprüft wird. Zur Wirksamkeit muss das Testament nicht von einem Notar erstellt werden.

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Vortragsveranstaltungen „Trennung im Einvernehmen“ (Dienstag, den 17.4., 18 Uhr) und „Wie erben Eheleute richtig?“ (Dienstag, 24.4., 18 Uhr) in den Räumlichkeiten der Kanzlei BSKP®, Fetscherstraße 29 in 01307 Dresden beantwortet. Um Anmeldung unter Tel. 0351/318900, über unsere Webseite www.bskp.de/event oder per E-Mail an horn.maria@bskp.de wird gebeten.

Von Kerstin Rhinow-Simon und Frank Simon

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