Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Gesundheit Wie man lernt, Dinge zu delegieren
Mehr Gesundheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:12 04.10.2017
Wer nicht delegieren kann, leidet häufig unter Stress. Quelle: Britta Pedersen/dpa-tmn
Anzeige
München

Es gibt Menschen, die es irgendwie immer schaffen, ihre Aufgaben auf andere abzuwälzen. Und dann gibt es die, die alles selbst erledigen - und dadurch häufig völlig überfordert sind. Wie immer im Leben wäre ein gesundes Mittelmaß schön.

Bloß wie schafft man es, Dinge zu delegieren, wenn man stets befürchtet, dass andere die Aufgabe nicht so erledigen, wie man selbst es vielleicht tun würde?

Zunächst mal, betont der Münchner Psychiater Prof. Peter Falkai, helfe es, sich klarzumachen, weshalb eigentlich Aufgaben delegiert werden: "Damit man Zeit hat, zu erledigen, wofür man eigentlich zuständig ist." Viele Menschen halten ihm zufolge Delegieren für etwas Böses - so als wolle man, dass andere die eigene Arbeit erledigen. So sollte es aber nicht sein.

Übertragen wird, was nicht zwingend in den eigenen Aufgabenbereich gehört. Das gilt übrigens nicht nur im Job, sondern auch zu Hause, wo die Spülmaschine ausgeräumt, die Wäsche gemacht oder das Abendessen gekocht werden muss. "Mag sein, dass es deutlich länger dauert, wenn der achtjährige Sohn das macht, aber wenn er es nie machen muss, lernt er es auch nicht."

Falkai zufolge hilft eine Art Bestandsaufnahme: "Was sind eigentlich meine Aufgaben, und welche kann ich abgeben, weil andere sie erledigen können?" So sieht jeder klarer, und es fällt leichter, loszulassen und andere machen zu lassen. Irgendwann hält man es dann sogar aus, sich eine ganze Stunde lang nur Gedanken zu einem Projekt zu machen, sagt Falkai, der Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ist. Dem eigenen Output kann das sehr zuträglich sein.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Herbst ist da und mit ihm beginnt alljährlich die Grippe-Saison. Vor allem ältere Menschen sollen sich laut Experten schnell impfen lassen.

02.10.2017

Diabetiker müssen meist täglich Insulin spritzen. Damit es dabei nicht zu Komplikationen kommt, sollten sie einige Dinge beachten. Wichtig ist etwa, regelmäßig die Einstichstelle zu wechseln.

02.10.2017

"Esst eure Möhren auf" hieß es früher bei vielen Familien bei Tisch, davon bekäme man gute Augen. Doch wenn die Sehschwäche, die das Tragen eines Hilfsmittels erforderlich macht, sich nicht mit einer Karotten-Mangelernährung erklären lässt, muss man sich mit den angebotenen Möglichkeiten auseinandersetzen.

29.09.2017
Anzeige