Startseite DNN
Volltextsuche über das Angebot:

Google+
Ständiges Handykontrollieren ist nicht unbedingt zwanghaft

Gesundheit Ständiges Handykontrollieren ist nicht unbedingt zwanghaft

Immer mehr Menschen kommunizieren mithilfe eines mobilen Messengers. Das führt dazu, dass sie öfter auf das Smartphone schauen. Die Ursache dafür kann in einer Fehlentwicklung liegen.

Voriger Artikel
Leicht essen und kalte Güsse: Hitzetipps für Urlauber
Nächster Artikel
Studie: Wetter nur indirekt schuld an Gelenkschmerzen

Viele Menschen kontrollieren sehr oft ihre Nachrichten. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass sie sich nicht auf die Stabilität einer Beziehung verlassen.

Quelle: Lino Mirgeler/dpa

München. Wer mobile Messenger nutzt, kennt das: Man hat eine Nachricht verschickt, sie ist beim anderen angekommen, aber er antwortet einfach nicht.

Manch einer fragt sich dann, was bloß los ist: Kann der andere nicht reagieren? Will er nicht? Mag er einen womöglich nicht mehr? Hinter solchen Gedanken steckt nicht unbedingt ein Kontrollzwang, erklärt Jürgen Brunner, ärztlicher Psychotherapeut in München.

Aber: Wer sich ständig rückversichern muss, dem fällt es möglicherweise schwer, sich auf die Stabilität einer Beziehung zu verlassen. Nur weil sich der andere gerade an einem anderen Ort aufhält, heißt das ja nicht, dass er nicht zurückkommt. Solches Verhalten kann auf Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung hindeuten, erklärt Brunner.

Daran kann man gemeinsam mit einem Therapeuten arbeiten. Grundsätzlich rät der Experte, die eigenen Gewohnheiten beim Umgang mit neuen Medien immer wieder selbst infrage zu stellen. Im Zweifelsfall hilft es, das Smartphone einfach mal abzuschalten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gesundheit
  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr