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Beratung für das Leben mit dem Zucker

Diabetes Beratung für das Leben mit dem Zucker

Zur umfassenden Betreuung von Zuckerpatienten am Radeberger Krankenhaus gehört auch die Arbeit der Diabetesberaterin und der Diabetesassistentin. Sie geben den Patienten in Absprache mit dem behandelnden Arzt Hinweise, welches Essen geeignet ist und haben zudem weitere Tipps für das Leben mit der Krankheit parat.

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Diabetes-Assistentin Simone Adler zeigt einem Patienten, wie er sich Insulin spritzen muss.

Quelle: Fotos (2): Stephan Hönigschmid

Dresden. Die Diabetesberaterin und Assistentin des Radeberger Klinikums geben den Menschen wertvolle Hinweise zur Ernährung und zum Gebrauch der Insulinspritzen.

Zur umfassenden Betreuung von Zuckerpatienten am Radeberger Krankenhaus gehört auch die Arbeit der Diabetesberaterin und der Diabetesassistentin. Sie geben den Patienten in Absprache mit dem behandelnden Arzt Hinweise, welches Essen geeignet ist und haben zudem weitere Tipps für das Leben mit der Krankheit parat. „Wir beraten nicht nur mit Blick auf die Ernährung, sondern erklären den Patienten auch die Wirkung der Medikamente und weisen auf mögliche Folgeerkrankungen hin, die unter anderem im Bereich der Nieren oder der Augen auftreten können“, sagt Diabetesassistentin Simone Adler. Darüber hinaus schule man die Patienten darin, wie sie sich fachgerecht selbst das Insulin verabreichen können. „Wir zeigen ihnen, wie die Spritzen verabreicht werden und wie die Messgeräte funktionieren.“

Wichtig ist manchmal auch, auf die spezielle Lebenssituation der Menschen einzugehen. „Wenn es sich beispielsweise um Schichtarbeiter handelt, haben diese andere Essenszeiten als ein Großteil der Bevölkerung. Folglich müssen sie ihr Insulin zu ungewöhnlichen Zeiten spritzen. Der veränderte Biorhythmus spielt vor allem bei Diabetikern eine große Rolle“, so Adler.

Chefarzt Dr. med. Matthias Czech er-gänzt: „Eigentlich sollten Insulinpatienten gar keine Nachtschichten arbeiten. Allerdings haben manche Menschen keine andere Wahl oder möchten ihre Arbeit nicht aufgeben. In diesem Fall sind
dann die speziellen Schulungen besonders wichtig“, sagt der Chefarzt.

Ein anderes Problem stellt sich bei Senioren im fortgeschrittenen Alter. „Bei Diabeteserkrankungen im hohen Alter sind nicht wenige Menschen überfordert. Das bedeutet jedoch auch, dass beispielsweise bei jemandem, der sich vier Mal am Tag spritzen muss, vier Mal der Pflegedienst hinfahren muss“, sagt Dr. med. Heiko Scheufler.

Soweit möglich, versuche man es bei derartigen Fällen über die Ernährung und andere Faktoren so hinzubekommen, dass sich die Betroffenen nur einmal am Tag spritzen müssen oder die Angehörigen entsprechend instruiert werden, sagt Schwester Simone Adler. Weil der Bedarf nach derartigen Informationen enorm groß ist, ist sie gemeinsam mit ihrer Kollegin regelmäßig in Radeber-
ger Selbsthilfegruppen präsent, um die entsprechenden Schulungen durchzuführen.

Sollten nach der individuellen Be-handlungen noch Fragen offen sein, ist auch das unproblematisch. „Wir stehen in engem Kontakt mit Kureinrichtungen, Podologen, aber auch Haus- und Augenärzten, um für jeden Patienten in seiner jeweiligen Situation die optimale Lösung zu finden“, sagt Heiko Scheufler und fügt an: „Bei besonders schwerwiegenden Fällen, wo beispielsweise eine Insulinpumpe benötigt wird, kann das auch bedeuten, dass wir den Patienten zu-nächst zur Ersteinstellung an die Dresdner Uniklinik überweisen und dann die Folgebetreuung übernehmen.“

Von DNN

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