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10:20 25.07.2018
Ein Blasenpflaster hält die Haut feucht. Das hilft. Denn die Blase darunter trocknet danach langsam aus. Quelle: Andrea Warnecke
Berlin

Sie spannt, sie sieht komisch aus, sie soll weg: Wer sich eine Blase gelaufen hat, kann oft dem Drang nicht widerstehen, sie aufzumachen.

Reiter kennen den Profitrick: Nadel, Faden, durchziehen. Nichts davon ist aber empfehlenswert. Der Körper ist ein hochintelligenter Organismus. Der tut nichts einfach so.

Was das ist?

Blasen entstehen, wenn Zellverbünde auseinanderbrechen. Das kann durch Hitze, Kälte oder Reibung geschehen. Beispiel Reibung: In einem zu engen Schuh wirken Schwerkräfte auf die Zellen. Das heißt, Hautschichten werden gegeneinander verschoben. Die Zellverbände reißen dabei auseinander, und es entsteht zwischen dem sogenannten Blasengrund und dem Blasendeckel ein Hohlraum.

Der Körper bemerkt rasch, dass da etwas fehlt und will den Defekt reparieren. "Dafür schickt er Wundwasser", erklärt Prof. Ulrike Blume-Peytavi, Direktorin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Berliner Charité. Selbst ein Pflaster hat der Körper parat: Der obere Blasendeckel verschließt das Ganze steril nach außen. Darunter können die Zellen in Ruhe wieder zusammenfinden.

Was also tun?

Im Grunde gar nichts. Der Körper regelt dies in den meisten Fällen von selbst. Wer möchte, kann die Hautoberfläche desinfizieren und von außen feuchte Umschläge auf die Haut legen. Auch Blasenpflaster halten die Haut feucht, so dass die Blase darunter langsam austrocknet. "Spannt die Blase sehr, kann man sie desinfizieren und mit einer sterilen Nadel vorsichtig öffnen", sagt Blume-Peytavi.

Verwendet man dafür allerdings eine nicht-sterile Nadel, können Keime in die Wunde gelangen. Entzündet sich eine Blase, werden die Ränder rot oder weist sie schwarze Krusten auf, muss sich das umgehend ein Arzt anschauen. Das gilt auch, wenn der Betroffene Fieber bekommt.

dpa

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