Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Steuer-Tipps Finanzamt muss augenfällige Fehler im Bescheid berichtigen
Mehr Finanzen Steuer-Tipps Finanzamt muss augenfällige Fehler im Bescheid berichtigen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:05 08.08.2018
Wer einen Fehler in seinem Steuerbescheid bemerkt, kann innerhalb eines Monats Einspruch dagegen erheben. Ist der Fehler offensichtlich, kann die Frist sogar noch länger sein. Foto: Andrea Warnecke
Anzeige
Berlin

Die Formulare für die Steuererklärung auszufüllen, fällt nicht allen Steuerzahlern leicht. Doch keine Sorge: Wer einen Fehler macht, kann ihn korrigieren lassen.

"Dies gilt zumindest dann, wenn der Fehler für das Finanzamt leicht erkennbar war", erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler mit Blick auf eine Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf.

In dem Fall hatte ein Notar die Beiträge für das berufsständische Versorgungswerk - also die Rentenkasse für Notare - in seiner Einkommensteuererklärung in die falsche Formularzeile eingetragen. Obwohl er die Bescheinigungen der Steuererklärung beigefügt hatte, übernahm das Finanzamt die fehlerhaften Eintragungen aus der Steuererklärung, sodass die Ausgaben nicht in zutreffendem Maße steuermindernd berücksichtigt wurden. Dem Notar fiel sein Versehen erst nach Ablauf der Einspruchsfrist auf. Das Finanzamt lehnte deshalb eine Änderung der Steuerbescheide ab.

Das Finanzgericht gab dem Steuerzahler hingegen Recht. Denn das Finanzamt hätte das Versehen des Steuerzahlers leicht erkennen können, sodass eine offenbare Unrichtigkeit vorliegt. In diesen Fällen kann der Steuerbescheid bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist von vier Jahren noch berichtigt werden (Az.: 13 K 3544/15 E).

"Insgesamt ist es jedoch ratsam, die Steuerformulare sehr sorgfältig auszufüllen, sodass alle Ausgaben auch direkt vom Finanzamt bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden", rät Klocke. Spätestens wenn der Steuerbescheid kommt, sollte man nochmal alle Daten überprüfen. Bemerkt man einen Fehler, so kann innerhalb eines Monats unproblematisch Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sind im Preis einer Immobilie Möbel oder eine Einbauküche enthalten, dann fällt für diese Gegenstände keine Grunderwerbssteuer an. Der Kaufvertrag muss dafür aber bestimmte Bedingungen erfüllen.

01.08.2018

Wer eine Wohnung günstig vermietet, darf die Miete nicht zu gering ansetzen - andernfalls kann der Vermieter seine Ausgaben nicht voll als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Gut rechnen müssen vor allem diejenigen, die ihre Immobilie möbliert vermieten.

25.07.2018

Wenn ein Steuerzahler eine vorzeitige Kündigung selbst herbeigeführt, kann er für die Abfindung keinen günstigeren Steuersatz ansetzen. Das zeigt ein Urteil beim Finanzgericht Niedersachsen.

25.07.2018
Anzeige