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09:55 22.06.2018
Der Deutsche Aktenindex Dax bildet die Börsenwertentwicklung von 30 großen Unternehmen aus verschiedenen Branchen ab. Quelle: Frank Rumpenhorst
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Mannheim

Der Deutsche Aktienindex hat es in sich: Bayer, Continental, Deutsche Bank, Henkel, Volkswagen - die 30 im Dax gelisteten Firmen dürften vielen Anlegern ein Begriff sein. Seit seinem Start hat sich der Index von 1000 auf nun fast 13.000 Punkte entwickelt. Aber lohnt sich ein Investment?

Anleger sollten ihr Depot eigentlich weltweit über mehrere Länder und Branchen streuen, erklärt der Finanzwissenschaftler Prof. Martin Weber von der Universität Mannheim. Einen Teil des Geldes in den Dax zu investieren, kann aber sinnvoll sein. Auch wenn der Index nur die deutschen Börsen-Schwergewichte vereint, legen Anleger, die auf den Dax setzen, internationaler an, als es auf den ersten Blick aussieht: "Viele Dax-Unternehmen agieren weltweit", erläutert Weber. "Als Beimischung kann sich ein Investment durchaus lohnen."

Das zeigt auch ein Blick auf das sogenannte Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Danach lagen die jährlichen Renditen beim Dax in der Vergangenheit für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren im Schnitt bei rund 9 Prozent. Das eingesetzte Vermögen verdoppelt sich laut DAI bei dieser Wertentwicklung etwa alle acht Jahre.

Verluste mussten die Anleger über solche Zeiträume nicht fürchten: Selbst im schlechtesten erfassten 20-Jahre-Zeitraum habe die jährliche Rendite bei fast 6 Prozent gelegen. Für eine Verdoppelung des Vermögens benötigten Anleger in diesem Fall aber rund 13 Jahre. Das Rendite-Dreieck visualisiert die Kurs- und Dividendenentwicklung in Aktien des Dax über Zeiträume von einem bis zu 50 Jahren.

Auf Einzeltitel zu setzen, ist aus Sicht der Stiftung Warentest aber eher riskant. Erste Wahl bei den Fonds sind sogenannte ETFs auf den Dax, den MSCI Deutschland und den FAZ-Index, denn sie entwickeln sich parallel zum Markt. Bei allen dreien lag die Wertentwicklung in den vergangenen fünf Jahren bei rund 9 Prozent pro Jahr.

Aktive Manager können von dieser Entwicklung abweichen und sind auf lange Sicht meist schwächer als der Index. Dennoch können einige Fondsmanager durchaus besser sein: Die Top-Fonds schafften bis zu 22,2 Prozent. Gemanagte Fonds müssen jedoch regelmäßig überprüft werden, weil ihre Qualität sich ändern kann, raten die Warentester.

dpa

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