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Finanznews So machen Anleger das Depot urlaubsfest
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04:57 06.06.2018
Auch im Urlaub kann das Depot über das Smartphone beobachtet werden. Wer lieber abschalten möchte, kann vor der Abreise Stopp-Loss-Orders in Auftrag geben. Quelle: Franziska Gabbert
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Düsseldorf

"Wir hatten sehr lange eine ruhige Börsenzeit", sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf. Doch in letzter Zeit gab es immer wieder Schwankungen. Da kommt die Frage auf: Müssen sich Anleger nun Sorgen machen, wenn sie verreisen?

Erleben wir gerade unruhige Zeiten an der Börse?

Jürgen Kurz: Wenn man westliche Börsen beobachtet, sieht man, dass die weltweiten politischen Entwicklungen derzeit weitgehend ausgeblendet werden. Wenn Sie sich zum Beispiel einen Handelskrieg zwischen den USA und China vorstellen, könnte das für das ein oder andere Unternehmen durchaus schwierig werden. Auch was in Italien passiert, weiß niemand wirklich.

Für mich ist es überraschend, wie ruhig die Börsen darauf reagieren. Noch sind die Unternehmenszahlen aber gut. Das ändert sich vielleicht erst, wenn sich die Ausblicke eintrüben. Das könnte dann im dritten und vierten Quartal für Unruhe sorgen.

Muss ich also im Sommerurlaub Angst vor einem Kurssturz haben?

Kurz: Die Frage sollte man sich immer stellen, nicht nur wenn Urlaub ist. Außerdem: Man ist zwar eine Weile weg, aber man kann heute in der Regel ja selbst vom Handy auf das Depot zugreifen. Also ist man nicht mehr ganz so abgeschnitten wie früher. Aber bei einem ungesicherten WLAN im Hotel wäre ich auch vorsichtig, meine Passwörter zu nutzen. Insofern ist es schon sinnvoll, das Depot im Vorfeld des Urlaubs zu prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Wie kann ich Verluste während meines Urlaubs eingrenzen?

Kurz: Sie können ihr Depot zum Beispiel mit Optionsgeschäften gegen Verluste absichern. Das setzt aber voraus, dass Sie eine klare Marktmeinung haben und sich in dem Markt auch gut auskennen. Anleger, die nicht ganz so tief in der Materie stecken, können Stopp-Loss-Orders nutzen. Dabei werden die Aktien oder ETFs verkauft, wenn ein vorher festgelgter Kurs unterschritten wird.

Ich muss mich aber vorher mit den Wertpapieren beschäftigen und unter anderem die Frage beantworten: Von welchem Wert würde ich mich im Zweifel trennen? Denn die Stopp-Loss-Order wird auch ausgeführt, wenn der Kursrutsch nur vorübergehend war. Und gibt es Werte, die ich auch bei größeren Schwankungen nicht verkaufen würde? Das muss ich vorher entscheiden. Grundsätzlich sollte man die Stopp-Loss-Marke nicht zu eng am Kurs setzen, denn sonst wird die Order möglicherweise zu schnell ausgeführt.

dpa

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