Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Finanznews Riester-Förderung für Investition in Wohneigentum
Mehr Finanzen Finanznews Riester-Förderung für Investition in Wohneigentum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:06 25.08.2015
Das Riester-Guthaben kann auch für eine nachträgliche Investition in eine Immobilie verwendet werden. Quelle: Jens Schierenbeck
Anzeige
Berlin

Die Riester-Rente soll die private Altersvorsorge fördern. Mit Zulagen oder dem Sonderausgabenabzug in der Einkommensteuererklärung unterstützt der Staat das Ansparen einer privaten Rentenversicherung oder aber auch die Investition in Wohneigentum, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL).

Das in einem geförderten Altersvorsorgevertrag angesammelte Kapital kann unmittelbar für die Anschaffung oder Herstellung einer Wohnung oder zur Tilgung eines zu diesem Zweck aufgenommenen Darlehens genutzt werden.

"Wird das angesparte Kapital aus den zertifizierten Altersvorsorgeverträgen nicht in diesem Sinne verwendet, tritt eine sogenannte schädliche Verwendung ein, und der Riester-Sparer muss die erhaltenen Zulagen beziehungsweise die Steuervorteile zurückzahlen", erklärt BDL-Geschäftsführer Erich Nöll. Da die Regelungen zur Finanzierung von Immobilien noch recht jung sind, bestehen hier noch Unsicherheiten, was im Einzelnen unter die begünstigte Verwendung des angesparten Kapitals fällt und was der schädlichen Verwendung zuzuordnen ist.

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschied in diesem Zusammenhang, dass "Anschaffung einer Wohnung" weit auszulegen ist (Az.: 10 K 14062/11). Kosten, die zwar erst später entstehen, aber zu einer wesentlichen Verbesserung des Grundstücks oder der Wohnung führen, können nachträgliche Anschaffungskosten sein und somit unter die Riester-Förderung fallen. Im konkreten Fall ging es um den sogenannten Schmutzwasserbeitrag, den die Betroffenen für den Zwangsanschluss an das zentrale Schmutzwassersystem zahlen mussten. Nach Ansicht des Gerichts darf hierfür Kapital aus dem Riester-Vertrag entnommen werden, ohne dass es zur schädlichen Verwendung kommt.

"Vergleichbar mit diesem Schmutzwasserbeitrag als nachträgliche Anschaffungskosten sind sogenannte Erschließungs- und Straßenanliegerbeiträge, wie beispielsweise der Anliegerbeitrag, Flächenbeiträge, Beiträge für eine Privatstraße oder die erstmaligen Beiträge für Anschlüsse an die Versorgungsnetze wie Strom, Gas, Wasser oder Wärme", erläutert Nöll. Das würde den Nutzungsbereich dieser Riester-Verträge deutlich ausweiten. Die Entscheidung des Finanzgerichts, ob diese nachträglichen Anschaffungskosten mit Riester förderfähig sind, muss der Bundesfinanzhof (BFH) allerdings noch bestätigen. Dort ist das Verfahren unter dem Aktenzeichen X R 29/14 anhängig.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kursrutsch an der Börse: Der anhaltende Kurseinbruch der Börsen in Asien hat den Deutschen Aktienindex Dax unter die Marke von 10 000 Punkten gedrückt. Anleger fragen sich jetzt, wie sie darauf reagieren sollen.

24.08.2015

Im Salat ist eine Schnecke, die Suppe ist versalzen, oder die Rechnung liegt nach mehr als einer halben Stunde noch immer nicht auf dem Tisch: Gäste müssen sich im Restaurant nicht alles gefallen lassen.

24.08.2015

Kann ein Einspruch auch per E-Mail eingelegt werden? Grundsätzlich ja. Die Frage ist nur, welche Form der Einspruch haben muss.

21.08.2015
Anzeige