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Finanznews Finanztest: Worauf es bei flexiblen Mischfonds ankommt
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10:30 19.04.2017
Anleger erhoffen sich von Mischfonds hohe Renditen und Krisenschutz. Doch die Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt etwas anderes. Foto: Franziska Gabbert
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Berlin

Nicht alle Mischfonds halten, was die Anleger sich von ihnen versprechen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einer Untersuchung für ihre Zeitschrift "Finanztest" (Heft 05/2017).

Angesichts niedriger Zinsen greifen viele Geldanleger aktuell zu Fonds. Auf der Beliebtheitsskala der Privatanleger immer wieder ganz vorne: Mischfonds, die einen Teil des Geldes in Aktien und den anderen Teil in Anleihen investieren.

Die Fondsgruppe verzeichnete nach Angaben des Branchenverbandes BVI allein im Januar ein Plus von 3,3 Milliarden Euro. Auf Platz zwei kamen demnach Immobilienfonds mit einem Plus von 1,2 Milliarden vor Aktienfonds mit Zuwächsen von immerhin noch 0,8 Milliarden Euro.

Die Experten der Stiftung Warentest haben

mehr als 140 flexible Mischfonds untersucht, die schon seit zehn Jahren oder länger am Markt sind. Bei diesen Produkten kann das Management die Aktien- beziehungsweise Rentenquote variieren. Das Ergebnis: Viele dieser Fonds mussten entweder in den vergangenen Börsenkrisen ähnlich starke Verluste hinnehmen wie reine Aktienfonds, oder sie brachten nur eine bescheidene Wertentwicklung.

Einer der flexiblen Fonds stürzte den Angaben zufolge im Jahr 2009 um fast 50 Prozent ab. Damit war dieses Produkt nicht weniger riskant als eine reine Aktienfondsanlage. Ein anderer, defensiver Fonds konnte die Finanzkrise noch gut meistern, verpasste in den Jahren darauf aber komplett den Aufschwung.

Am Ende ergab sich hier eine Wertentwicklung von nur 2,3 Prozent pro Jahr. Der feste Vergleichsmaßstab von 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen hätte dem Anleger im selben Zeitraum einen jährlichen Wertzuwachs von 6,2 Prozent gebracht.

Ein wichtiger Faktor sind die Kosten: Bei den elf besten der untersuchten Fonds liegen diese pro Jahr zwischen 0,45 Prozent und 2,2 Prozent. Hier lohnt also für Anleger ein Vergleich. Einige flexible Mischfonds erheben zudem eine erfolgsabhängige Gebühr. Das kann die Manager dazu verleiten, höhere Risiken einzugehen.

Aktive Anleger können auch selber Renten und Aktien in ihrem Depot mischen. Am besten investieren sie dazu in mindestens zwei börsengehandelte ETFs, die jeweils auf einen Renten- beziehungsweise einen Aktienindex aufbauen. Je nach Risikobereitschaft können sie dabei selbst den Schwerpunkt auf Aktien oder Rentenpapiere legen.

dpa

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