Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Finanznews Der Weg zum guten BU-Vertrag
Mehr Finanzen Finanznews Der Weg zum guten BU-Vertrag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:21 12.09.2016
Die Arbeit eines Dachdeckers ist gefährlich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor finanziellen Problemen, wenn jemand längere Zeit seinen Beruf nicht ausüben kann. Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
Hamburg

Je früher, desto besser - dieser Grundsatz ist bei der Suche nach einer

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wichtig. "Wenn Sie jung sind, haben Sie meist wenig gesundheitliche Probleme", erklärt Bianca Boss vom

Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg.

Und das macht die Beiträge meist günstiger, als bei Abschlüssen in späteren Jahren. Wichtig: Die Gesundheitsfragen bei der Antragstellung sollten ehrlich beantwortet werden.

Der Grund: Hat der Versicherte Vorerkrankungen verschwiegen, obwohl er danach gefragt wurde, kann das dazu führen, dass Leistungen im Ernstfall gekürzt oder sogar vollständig gestrichen werden. Und Vorsicht: "Wenn Ihnen ein Vermittler rät, gewisse Erkrankungen nicht anzugeben, sollten Sie dennoch wahrheitsgemäß antworten", rät Boss aus diesem Grund. Vermittler arbeiten oft auf Provisionsbasis und sind daher an einem Vertragsabschluss interessiert.

Versicherer können auf das

Hinweis- und Informationssystem (HIS) der deutschen Versicherungswirtschaft zurückgreifen. In dieser Auskunftei werden unter anderem erhöhte Risiken wie besonders gefahrenträchtige Berufe oder Vorerkrankungen festgehalten. Gesundheitsdaten enthält das HIS aber nicht. "Sie können sich auch erkundigen, ob etwas über Sie gespeichert ist", erklärt Boss. Von diesem Recht sollten Verbraucher auch Gebrauch machen. Wer schon gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte bei der Versicherung die Risikovoranfrage stellen. Damit werden eventuelle HIS-Einträge vermieden.

Was macht einen guten Vertrag aus? "Eine BU ist ein sehr persönlicher Vertrag", sagt Boss. "Aber auf einige Klauseln sollten alle achten." Dazu gehört der Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Dann kann der Versicherer den Kunden nicht einfach auf eine vergleichbare Tätigkeit verweisen, bevor er leistet. "Auch sollte die Versicherungssumme in etwa das Nettoeinkommen abdecken", rät die Expertin.

Geleistet werden sollte außerdem bereits, wenn ein Versicherter voraussichtlich sechs Monate nicht arbeiten kann. Und: Die Versicherungsleistung sollte bei bestimmten Ereignissen wie Heirat, Geburt oder Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden können.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie Banken und Kreditinstitute tauschen sich auch die Versicherer über mögliche Risiken bei Anträgen für Versicherungen aus. Verbraucherschützern ist das ein Dorn im Auge. Ihr Argument: Das System erschwere den Abschluss wichtiger Versicherungen.

12.09.2016

Bei Testament- oder Erbschaftsangelegenheiten kommt es oft zu Uneinigkeiten. Beschließt man als Paar ein Berliner Testament anzulegen, sollten schon im Voraus einige Dinge abgesprochen werden.

13.09.2016

Ein tolles Oberteil im Online-Shop bestellt, doch zu Hause passt es einfach nicht. Bei Online-Bestellungen gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Doch im Geschäft um die Ecke kann das ganz anders aussehen.

13.09.2016
Anzeige