Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Finanznews Crowdinvesting birgt Risiken: Als Anleger genau hinschauen
Mehr Finanzen Finanznews Crowdinvesting birgt Risiken: Als Anleger genau hinschauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:23 07.12.2017
Crowdinvestment-Anleger sollten sich genau über mögliche Risiken informieren. Quelle: Inga Kjer/dpa-tmn/dpa
Anzeige
Berlin

Bei Crowdinvesting-Projekten sind Risiken oft unklar, so eine Untersuchung des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen. Untersucht wurden Informationen zu insgesamt 83 Projekten auf 33 Crowdinvesting-Plattformen. Oft fehlten etwa Hinweise zur Gefahr des Totalverlustes.

Anleger sollten vor einem Investment genau hinschauen. Denn Crowdinvesting ist nach Angaben der

Verbraucherschützer komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Meist handelt es sich um sogenannte qualifizierte Nachrangdarlehen. Bei dieser Art von Geldanlage haftet der Anleger genauso wie bei einem Eigenkapitalinvestment - also zum Beispiel bei einer Aktie.

Anders als bei anderen Geldanlagen müssen Anbieter beim Crowdinvesting keinen umfangreichen Verkaufsprospekt erstellen. Ausreichend ist ein dreiseitiges Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB). Die Angaben zum Anlageobjekt, mit denen das Investitionsprojekt im VIB näher beschrieben werden muss, waren allerdings in mehr als 50 der 83 untersuchten Fälle nicht konkret.

Crowdinvestments sind nicht kostenlos. Die einmalig anfallenden Kosten und Provisionen wie die Vermittlungsgebühr, die die Emittenten an die Plattform entrichten, lagen bei den untersuchten Projekten in mehr als der Hälfte der Fälle bei rund sechs bis elf Prozent der Darlehenssumme. Darüber informierten die Anbieter aber nicht immer ausreichend, kritisieren die Marktwächter: In 75 von 83 VIBs wurden zwar Angaben zu einmaligen Kosten gemacht.

In den Darlehensverträgen, die an tatsächliche Investoren verschickt werden, fanden sich diese Angaben dann aber in lediglich 27 Fällen. Und beim Vergleich der Angaben im VIB und im Vertrag fiel auf, dass die Angaben zu den Einmalkosten zum Teil nicht deckungsgleich waren. Auch hier müssen Anleger also genau hinsehen, empfehlen die Verbraucherschützer.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auch psychische Belastungen können zu Arbeitsausfällen führen und somit als Arbeitsunfall gelten. Das entschied das Hessische Landessozialgericht und verhalf einer Bahnmitarbeiterin zu ihrem Recht.

06.12.2017

Eine Erbschaft kann Immobilien, Gegenstände und Geld umfassen. Möglich ist es, einzelne Erbteile bestimmten Personen zu vermachen. Doch ist beim Nachlass auch eine Unterscheidung zwischen beweglichem und unbeweglichem Vermögen zulässig?

06.12.2017

Kapitalerträge müssen versteuert werden. Doch was geben Anleger in ihrer Steuererklärung an, wenn sie bei einem anderen Finanzprodukt Verluste gemacht haben?

06.12.2017
Anzeige