Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Betriebsverkauf erhöht Beiträge für freiwillig Versicherte

Verbraucher Betriebsverkauf erhöht Beiträge für freiwillig Versicherte

Selbstständige können sich nicht privat und freiwillig gegen den Krankheitsfall versichern. Die Beitragshöhe wird dann nach dem durchschnittlichen Monatsgewinn berechnet. Zu diesem zählt auch der Erlös aus der Betriebsveräußerung.

Voriger Artikel
Reisemängel rügen - Wie Reisende zu ihrem Recht kommen
Nächster Artikel
Schmuckverkauf zum doppelten Einkaufspreis

Wer als freiwillig Versicherter seinen Betrieb verkauft, muss berücksichtigen, dass der Erlös in die Beitragsbemessung einbezogen wird.

Quelle: Nicolas Armer

Stuttgart/Berlin. Selbstständige sind oft freiwillig in einer Krankenkasse versichert. Der Beitrag bemisst sich nach ihrem Einkommen. Aber auch der Erlös aus dem Verkauf eines Betriebs kann bei einer Betriebsaufgabe einbezogen werden.

Das gilt, wenn das Betriebsvermögen in das private Vermögen überführt wird, entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg (Az.: L 11 KR 739/16). Gerade Kleinbetriebe übersehen oft die sozialversicherungsrechtlichen Aspekte ihrer Tätigkeit, informiert die

Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der Fall: Ein 70-jährige Mann war selbstständig. 2012 gab er den Betrieb seiner Gaststätte auf. Das Betriebsvermögen - darunter auch das Grundstück - überführte er in sein Privatvermögen. Das Finanzamt bewertete bei der Festsetzung der Einkommensteuer die Einnahmen mit etwa 100 000 Euro. Die Kranken- und Pflegekasse, bei der der Mann freiwillig versichert war, verlangte nach Abzug eines Freibetrags von 45 000 Euro für die Veräußerungsgewinne Beiträge aus dem verbleibenden Betrag von 55 000 Euro. Dagegen wehrte sich der Mann.

Ohne Erfolg. Bei freiwillig gesetzlich Krankenversicherten müsse für die Höhe der Beiträge die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. Dazu zählten auch steuerliche Gewinne aus dem Verkauf eines Betriebes - sie müssten als Einnahme zum Lebensunterhalt berücksichtigt werden, da die Betriebsaufgabe und der Verkauf zu einem Zuwachs im Privatvermögen führten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Finanznews
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr