Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Finanznews Anerkennung der Berufskrankheit trotz Vorerkrankung möglich
Mehr Finanzen Finanznews Anerkennung der Berufskrankheit trotz Vorerkrankung möglich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:03 23.08.2017
Vorerkrankungen schließen die Anerkennung einer Berufserkrankung nicht aus. Quelle: Benjamin Ulmer/dpa/Symbolbild
Anzeige
Darmstadt

Manchmal kann Arbeit krank machen. Die Berufsgenossenschaft muss eine Berufskrankheit dabei unter Umständen sogar anerkennen, wenn der Betroffene eine Vorerkrankung hatte.

Dies zeigt ein Fall beim Landessozialgericht Hessen: Der 1967 geborene Mann arbeitete seit seinem 16. Lebensjahr als Karosserie- und Fahrzeugmeister im Karosseriebau. Dabei war er auch schädlichen Stoffen ausgesetzt, etwa Lösungsmitteldämpfen, Motorabgasen oder Schleifstaub.

Im Alter von 37 Jahren diagnostizierten die Ärzte bei ihm unter anderem eine schwere Atemwegserkrankung mit Lungenemphysem. Auch wurde bei ihm ein genetisch bedingter Enzymmangel festgestellt. Die Berufsgenossenschaft wollte aber keine Berufskrankheit erkennen. Für seine Atemwegserkrankung könne auch sein genetisch bedingter Enzymmangel und sein Nikotinkonsum verantwortlich sein.

Das Urteil: Die Berufsgenossenschaft musste die Krankheit anerkennen. Denn die Beweisaufnahme ergab, dass der Mann mehr als 18 Jahre giftigen Stoffen fast schutzlos ausgesetzt war.

Neben dem Nikotinkonsum kamen daher für das Gericht die Belastungen am Arbeitsplatz als gleichwertiger Grund der Erkrankung in Betracht. Auch der Enzymmangel stehe einer Anerkennung der Berufskrankheit nicht entgegen (Az: L 3 U 59/13). Über den Fall berichtet die

Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit kleinen Beträgen etwas Großes auf die Beine stellen. Das ist die Idee, die sich hinter dem Begriff Crowdfunding verbirgt. Für Anleger ist das aber nicht ganz ohne Risiko.

21.08.2017

Arbeiten Beschäftigte in unteren Einkommensgruppen mehr, bleibt ihnen nicht unbedingt mehr Geld übrig. Im schlimmsten Fall können Sozialabgaben, Transferleistungen und Einkommenssteuern gar zu Verlusten führen. Gutverdienern ergeht es besser.

18.08.2017

Viele Mieter ziehen nicht immer in eine völlig leere Wohnung ein. Deswegen dokumentieren sie manchmal zusammen mit dem Vermieter den Zustand aller Räume. Das ist nicht Pflicht, bietet aber einige Vorteile.

09.08.2017
Anzeige