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Ältere Haftpflichtversicherungen: Wechsel kann sich lohnen

Verbraucher Ältere Haftpflichtversicherungen: Wechsel kann sich lohnen

Keine Frage: Haftpflichtversicherungen sind wichtig. Wer eine Police hat, sollte aber ruhig mal einen Blick in die Bedingungen werfen. Denn neue Verträge sind mitunter besser als alte. Ein Wechsel kann sich auszahlen.

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Wer das teure Kristallglas seiner Nachbarn kaputt macht, muss meist für den Schaden aufkommen. Im Zweifel übernimmt das die private Haftpflichtversicherung.

Quelle: Christin Klose

Berlin. Der Schutz der privaten Haftpflichtversicherungen ist in den vergangenen Jahren besser geworden. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten der Stiftung Warentest nach einer Analyse von 218 Tarifvarianten.

So bieten viele Versicherungen seit dem letzten Test im Jahr 2014 nicht nur höhere Versicherungssummen an, sondern zum Beispiel auch Schutz für Schäden durch Drohnen.

Wer seine Versicherung vor fünf Jahren oder mehr abgeschlossen hat, kann über einen Wechsel nachdenken, heißt es in der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 10/2017). Wichtig ist es in jedem Fall, den Versicherungsschutz zu überprüfen, wenn sich die Lebenssituation geändert hat. Wer geheiratet oder Kinder bekommen hat, sollte prüfen, ob seine Versicherung ihm nach wie vor den nötigen Schutz bietet.

Beispiel Kinder: Minderjährige haften bis zum siebten Geburtstag gar nicht. Bei Verkehrsunfällen liegt die Altersgrenze sogar bei zehn Jahren. Viele Tarife greifen aber laut "Finanztest" auch hier: Die Versicherungen zahlen dennoch, wenn Kinder etwas anrichten und Eltern die Geschädigten nicht auf dem Schaden sitzen lassen wollen.

Wichtig ist eine private Haftpflichtversicherung aber für jeden, denn sie kommt für die Folgen von Fehlern der Versicherten auf. Verursacht jemand zum Beispiel einen Unfall, kann das teuer werden und den finanziellen Ruin des Verursachers bedeuten.

Dennoch verzichten nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) viele Verbraucher auf diesen Schutz. Laut GDV haben etwa 15 Prozent aller Haushalte keine Privathaftpflichtversicherung. Auffällig ist: Viele Haushalte mit geringem Einkommen verzichten auf diesen Schutz. So haben nur rund 60 Prozent der Haushalte, in denen der Haupteinkommensbezieher arbeitslos ist, und 65 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1100 Euro eine Haftpflichtversicherung.

Dabei ist der Schutz laut "Finanztest" nicht teuer: Eine Familie bekommt einen sehr guten Vertrag bereits für einen Jahresbeitrag von 50 Euro, Singles zahlen ab 43 Euro pro Jahr. Allerdings gibt es durchaus Unterschiede: Denn mancher sehr gute Schutz schlug mit einem Jahresbeitrag von 178 Euro zu Buche.

dpa

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