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Plüschtier oder Roboterhund

Spielzeugtrends 2017 Plüschtier oder Roboterhund

Weihnachten ist kaum vorüber, da steht bereits die Spielwarenmesse in den Startlöchern. Ob Kuscheltier, Gesellschaftsspiele, Tretroller oder die neuesten elektronischen Spielsachen – in Nürnberg werden im Februar die aktuellen Trends für kleine und große Kinder präsentiert.

Analog oder digital: Das Interesse an elektronischen Gadgets ist auch bei Kindern schon groß. Dennoch hilft der Teddy immer noch am besten beim Einschlafen.

Quelle: Fotolia © Tomsickova

Jedes Jahr zu Beginn präsentieren in Bayerns zweitgrößter Stadt alteingesessene Markenhersteller und innovative Start-Ups ihre Vorstellungen darüber, was zukünftig in den Kinderzimmern Deutschlands angesagt sein wird. Obwohl immer mehr Tech Toys den Markt erobern, ist die Nachfrage nach klassischen Brettspielen, Puppen oder Bauklötzen nach wie vor groß. Spätestens am Spielzeugregal im Laden entscheidet sich, was am meisten Spaß verspricht oder auch den pädagogischen Anforderungen gerecht wird.

Spielzeugmarkt boomt

Vom 1. bis 6. Februar werden die Tore der größten Spielwarenmesse weltweit wieder geöffnet. In den letzten Jahren konnten die Händler rund sechs Prozent an Zuwachsraten verbuchen. Dabei sind es nicht nur die neuesten elektronischen Spielzeuge, auch traditionelle Unternehmen wie Ravensburger konnten sich über ein ordentliches Umsatzplus freuen.

Dabei werden rund 40 Prozent der Einnahmen in der Vorweihnachtszeit generiert. Nicht nur leicht steigende Geburtenraten, auch höhere Pro-Kopf Ausgaben sorgen für die positive Stimmung in der Branche. Im Schnitt werden pro Kind etwa 290 Euro im Jahr für Spielzeug ausgegeben. „Wenn alles gut läuft, knacken wir in diesem Jahr erstmals die Drei-Milliarden-Marke“, so Willy Fischel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Spielwaren (BSV) im Herbst 2016.

Sammeln und Tauschen – Von Lizenzprodukten und TV-Helden

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder haben schon diesen Drang, Dinge zu Sammeln. Früher waren es Briefmarken oder Spielzeugautos, welche die Sammelleidenschaft befeuerten. Heute heizen die Hersteller diese Eigenart in allen möglichen Bereichen mit zahlreichen Produkten zusätzlich an.

Der Reiz mit einem Erweiterungspaket das noch fehlende Stück in der Sammlung zu ergänzen sorgt dafür, dass der Nachschub ständig gefragt bleibt. Die Möglichkeit mit Gleichgesinnten zu tauschen, bringt noch eine soziale Komponente mit ein. Die Sammelkarten der Pokemon Company, aber auch Paninibildchen und Sticker, die in jeder Saison neu aufgelegt werden, sind immer noch sehr erfolgreich.

Trend Lizenzspielzeug

Lego, Playmobil und Co. machen es vor: Figuren aus Film und Fernsehen ziehen als lizenzierte Produkte in die jeweilige Spielewelt mit ein. Ob Star-Wars Figuren oder die Simpsons – die Sondereditionen liegen im Trend. Auch deutsche Automarken springen auf den Zug mit auf, wie etwa das Porsche 911 Modell für Playmobil zeigt.  

Lizenzprodukte passen dabei genau in dieses Feld. Sammelfiguren von Helden die aus Fernsehserien oder Kinofilmen bekannt sind, erfreuen sich ebenfalls ungebremster Beliebtheit. In Deutschland beträgt der Anteil an lizenzierten Spielwaren bereits über 20 Prozent. In den USA liegt dieser bei einem Drittel des gesamten Marktes. Aber auch Hersteller hochwertiger Figuren wie Schleich profitieren von der Sammelleidenschaft der Kunden und befinden sich seit einiger Zeit im Aufwind.

Spielzeuge wie Minipuppenhäuser, welche durch zusätzliche Pakete immer wieder erneuert oder ergänzt werden können, gehören ebenfalls in diese Kategorie. Dadurch, dass jedes Mal nicht sehr tief in die Tasche gegriffen werden muss, bleiben die immer neuen Spielewelten erschwinglich und sorgen für Abwechslung und neue Reize. Alle möglichen Formen der Collectibles zählen deshalb auch 2017 zu den großen Trends.

Hatchimals – Tamagotchis in Plüsch

Ein neuer Trend hat sich bereits unter dem letzten Weihnachtsbaum abgezeichnet. Hatchimals. Die interaktiven Plüschtiere sind die neueste Kreation von Spin Master. Mit neuen Funktionen und höheren Anforderungen an die „Spielzeugeltern“ erweitern sie die Möglichkeiten des ehemaligen Kassenschlagers Furby von Hasbro um Einiges.

Bereits Wochen vor dem Fest war der plüschige Haustierersatz in vielen Kaufhausregalen ausverkauft. Auch in diesem Jahr wird die Nachfrage weiter groß sein. Die Tierchen, entweder in Kükenform (Draggles) oder als kleiner Pinguin (Pengulas) müssen zunächst mit viel Aufmerksamkeit umsorgt werden, damit sie aus ihrem Ei schlüpfen. Danach können dem interaktiven Wesen verschiedene Dinge wie Sprechen oder Laufen beigebracht werden.

Blechroboter zum Aufziehen

Ziemlich Retro: Der Blechroboter zum Aufziehen ist eher etwas für Sammler und Liebhaber. Modernes elektronisches Spielzeug ist mit vielfältigen Möglichkeiten zur Interaktion ausgerüstet.

Quelle: Fotolia © Patrick Daxenbichler

Unter anderem gibt die Augenfarbe Auskunft über Zustand und Befinden des kleinen Begleiters. Verschiedene Berührungssensoren, ein Mikrofon und ein Neigungssensor sorgen für das perfekt inszenierte interaktive Erlebnis.

Hasbro hingegen erweitert seine Produktpalette permanent mit neuen Vertretern in ihrer Reihe der Furreal Friends. Ein hopsender Mops oder ein magisches Einhorn sind nun mit dabei. Teilweise können die elektronischen Haustiere noch mit einer passenden App erweitert werden. 

Pädagogischer Hintergrund von elektronischem Spielzeug

Die Spielzeughersteller versuchen, mit immer neuen Möglichkeiten und erweiterten, lebensnahen Spielmodi, die Aufmerksamkeitsspanne der Spielenden aufrechtzuerhalten und Anreize zur Interaktion zu schaffen. Inwieweit dabei die Kreativität und Eigeninitiative von Kindern gefördert wird, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Häufig wird, wenn ein Spielzeug nicht mehr interessant ist und für Spaß sorgt, einfach ein Neues nachgeschoben. Eine große Auswahl soll dann gegen die Langeweile helfen. Doch auch elektronische Spielsachen können nachhaltig angelegt sein und einen gewissen pädagogischen Wert haben.

Kinder und ihr Spielzeug

Kinder gehen ganz selbstverständlich mit den digitalen Geräten unserer Zeit um. Passende Apps oder Spiele können dabei einen pädagogischen Beitrag leisten.

Quelle: Fotolia © bramingo

Kinder erleben tagtäglich die Erwachsenen beim Handhaben elektronischer Geräte und möchten daran teilhaben. Sie wachsen ganz selbstverständlich mit den digitalen Möglichkeiten unserer Zeit auf. Elektronisches Spielzeug kann deshalb einen wichtigen Beitrag zur Erziehung leisten.  

Dabei ist es wichtig, dass nicht nur die bloße Unterhaltung, sondern auch aktive Beteiligung und Anregung zu Eigeninitiative oder Kreativität eine Rolle spielen. Digitale Geräte sind durchaus in der Lage hier verschiedene Anreize zu schaffen. Je nach Alter und Entwicklungsstand sollte die Spielzeit mit solchen Spielsachen jedoch reguliert werden. Das Teilhaben am realen Leben und das Spielen mit „handfesten“ Dingen ist ebenso wichtig für eine gesunde Entwicklung.

Körper und Geist – Spielsachen für mehr Aktivität

Dass viele Kinder heutzutage zu wenig Bewegung haben, ist kein Geheimnis mehr. Die Spielzeugbranche reagiert darauf mit neuen Spielzeugen, die Sport oder körperliche Aktivität, aber auch den Geist fördern. Langes Stillsitzen in der Schule, mehr und mehr Nachmittagsunterricht und anschließend noch Hausaufgaben: Die Fitness bleibt bei vielen dabei auf der Strecke, vor allem wenn der Tag danach noch vor dem Fernseher ausklingt.

Digitale Trends wie Pokemon Go haben gezeigt, dass es möglich ist, Kinder und Jugendliche auch mit elektronischen Spielangeboten wieder vor die Tür zu locken. Neuartige Fortbewegungsgeräte, innovative Roller, aber auch Balance- oder andere Bewegungsspiele sind die Antwort der Unternehmen auf die zunehmende Trägheit im Kinderzimmer.

Neben dem Anreiz zu mehr Aktivität sind auch Spiele, die der Entspannung oder dem Stressabbau gewidmet sind, immer mehr gefragt. Ausmalbücher mit Mandalas oder verschiedene Geschicklichkeitsspiele finden mit ihrem ruhigeren Spielansatz ebenfalls großen Anklang. Als Ausgleich zur schnelllebigen und bunten Digitalwelt sind Möglichkeiten, sich spielerisch zu entspannen der nächste große Trend.

Techniktrends für Mädchen

Lange Zeit orientierten sich die techniklastigen Angebote, beispielsweise von LEGO, eher an einer männlichen Zielgruppe. Bausätze und technisches elektronisches Spielzeug wird zunehmend jedoch auch für Mädchen interessant gemacht. Manchmal genügt es dabei, Spielsteine oder Konstruktionselemente farblich anzupassen.

Mädchen am Puppenhaus

Mädchen und die rosa Puppenwelt: Heute gibt es Möglichkeiten, mit entsprechend ausgerüsteten Puppen spielerisch auch die technische Welt kennenzulernen.

Quelle: Fotolia © YakobchukOlena

Andere Firmen haben Puppen entwickelt, die sich mit Hilfe einer App steuern lassen. Spielerisch wird dabei ein Einblick in den Bereich des Programmierens ermöglicht. Bestimmtes Actionspielzeug, das von Heldinnen wie Super Girl, Catwomen oder auch von Protagonistinnen aus der Serie „Tribute von Panem“ inspiriert ist, zeigt sich als weitere Möglichkeit, wie Mädchen spielerisch Selbstbewusstsein entwickeln können. Die verschiedenen Spielzeuge können dazu beitragen, dass auch bei der weiblichen Zielgruppe Eigenschaften wie Mut oder Kraft als erstrebenswert gelten und ihnen nachgeeifert wird.

Auszeichnungen und Qualitätslabels – Hilfe bei der Auswahl

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse werden jährlich auch besonders gute Spielzeuge ausgezeichnet. Auch sonst sollen verschiedene Labels dem Konsumenten dabei helfen, qualitativ hochwertiges oder pädagogisch wertvolles Spielzeug leichter zu finden. 

Der Plus X Award beispielsweise ist der weltweit größte Innovationspreis für Technologie, Lifestyle und Sport. Spielwaren mit dieser Auszeichnung wurden bezüglich ihrer hohen Qualität und einer besonderen Neuheit ausgewählt. Auch verschiedene Designpreise wie der German Design Award für gutes Produktdesign oder der Red Dot Award lassen bestimmte Rückschlüsse auf die Qualität zu. Sowohl Gestaltung als auch die Funktionsweise und Anwenderfreundlichkeit werden hier berücksichtigt.

Obligatorisch bei verschiedenen Spielzeugen sind das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, sowie die CE-Kennzeichnung des TÜVs. Viele Produkte besitzen zudem Labels, die eine Schadstofffreiheit versprechen. Bei Holzspielzeug ist es beispielsweise der blaue Engel, bei Spielsachen aus Textilien die Kennzeichnung des Öko-Tex Standards. Für elektronisches Spielzeug wurde das VDE-Siegel des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. eingeführt. Es garantiert eine Sicherheit bei sachgemäßer Handhabung. 

Redaktion

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