Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Familie Nahrungsergänzungsmittel für Kinder sind oft überdosiert
Mehr Familie Nahrungsergänzungsmittel für Kinder sind oft überdosiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:02 17.05.2018
Auf Nahrungsergänzugsmittel für Kinder sollten Eltern besser verzichten. Quelle: Matthias Hiekel
Anzeige
Hannover

Wochenlang nichts als Nudeln oder Würstchen: Eltern sind schnell in Sorge, dass ihr Kind nicht genügend Nährstoffe zu sich nimmt. Abhilfe versprechen viele Nahrungsergänzungsmittel.

Die meisten Produkte sind aber nicht nur unnötig, sondern können Kindern durch Überdosierung sogar schaden, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem Test herausgefunden hat.

Sie hat 26 Ergänzungsmittel für Kinder

unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich: Bei der Mehrheit der Produkte liegt der Wert von mindestens einem Vitamin oder Mineralstoff über den offiziellen Empfehlungen für Vier- bis Siebenjährige. Zum Beispiel Vitamin C: Empfohlen werden täglich 30 Milligramm.

Die Produkte im Test wiesen aber eine Spannbreite von 20 bis 200 Milligramm auf. Ähnlich bei Biotin: Hier liegt der Referenzwert bei 10 bis 15 Mikrogramm, die Mittel enthalten aber zwischen 10 und 150 Mikrogramm.

Eine Überdosierung ist deshalb kritisch, da sich fettlösliche Vitamine im Körper anreichern und unter Umständen etwa Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auslösen können.

Grundsätzlich brauchen Kinder keine zusätzlichen Präparate für eine gesunde Entwicklung. Im Zweifel sollten Eltern immer zuerst mit dem Kinderarzt sprechen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weil Eltern Angst um ihre Tochter haben, soll sie nicht zur Schule laufen. Doch die Stadt weigert sich, die Kosten für den Bus zu übernehmen. Die Gerichte sind sich nicht einig, ab wann ein Schulweg als gefährlich gilt.

16.05.2018

Kinder lieben es, Spiele und Videos auf dem Smartphone und Computer zu spielen und zu sehen. Doch Eltern sollten den Kleinen das nicht bedenkenlos erlauben. Das zeigt eine Studie.

16.05.2018

Nur in 1,4 Millionen Familien leben drei oder mehr Kinder. Sieben Kinder oder noch mehr findet man lediglich in 9000 Haushalten. Der Verband kinderreicher Familien weiß, was sich ändern muss, damit es mehr werden. Geld ist dabei nicht das Wichtigste.

15.05.2018
Anzeige