Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Jüngere übertrumpfen Geschwister: Bei Hänseleien eingreifen

Familie Jüngere übertrumpfen Geschwister: Bei Hänseleien eingreifen

Wer selbst Bruder oder Schwester hat, der wird sie kennen: Die Rivalität unter Geschwistern. Doch den Wettbewerb untereinander sollten Kinder nicht auf die Spitze treiben. Eltern müssen rechtzeitig eingreifen und einem Konkurrenzdenken entgegensteuern.

Voriger Artikel
Jugend und Internet: Generation Biedermann statt Porno?
Nächster Artikel
Frauen mit mehr Einkommen haben lieber ein eigenes Konto

Konkurrenzdenken unter Geschwistern kann vorkommen. Doch es sollte durch fehlendes Einschreiten der Eltern nicht auch noch verstärkt werden.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Fürth. Größere Geschwisterkinder sind oft stolz darauf, dass sie schon Vieles mehr können als die Jüngeren. Streit kann es deshalb geben, wenn diese Dynamik aufgebrochen wird: etwa, weil die Kleineren in einigen Dingen geschickter und pfiffiger sind als sie und ihnen das auch aufs Brot schmieren.

"Die Rivalität zwischen Geschwistern ist immer da und wird durch so etwas natürlich verstärkt", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Eltern sollten deshalb gut aufpassen, das Konkurrenzdenken nicht noch weiter anzuheizen.

Dazu gehört, Vergleiche zu vermeiden und Kindern immer wieder ihre Stärken deutlich zu machen. Also können sie dem Gehänselten zum Beispiel sagen: "Du bist super im Fußball." Eltern sollten außerdem darauf achten, dass bestimmte Regeln in der Familie eingehalten werden. "Der Siebenjährige muss trotzdem früher ins Bett als der Zehnjährige, auch wenn er in manchen Dingen schon weiter ist", erklärt Ritzer-Sachs. Kriegen Eltern Hänseleien unter den Kindern mit, sollten sie diese unterbinden.

Grundsätzlich sei es nichts Ungewöhnliches, wenn jüngere Kinder die älteren in manchen Sachen übertrumpfen: "Die gucken sich da natürlich auch viel ab, und profitieren von den Älteren." Eltern müssen sich keine Sorgen machen, wenn ein Zweijähriger besser als ein Dreijähriger spricht, oder ein Siebenjähriger besser im Sport ist als ein Neunjähriger. "Was ein Kind in welchem Alter können "muss" oder was normal ist, ist sowieso fraglich", sagt Ritzer-Sachs.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Familie