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Familie Hasssprache: Über Wortwahl mit Kindern diskutieren
Mehr Familie Hasssprache: Über Wortwahl mit Kindern diskutieren
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14:10 07.09.2016
Eltern sollten bei ihren Kindern Hasssprache nicht tolerieren. Wichtig ist es, ihnen klar zu machen, wie verletzend bestimmte Äußerungen sein können. Foto: Lukas Schulze
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Fürth

Hure, Spasti oder Asylant - solche Schimpfwörter kursieren auf Schulhöfen oder in sozialen Medien. Doch wie reagieren Eltern am besten, wenn Kinder mit so etwas zu Hause um sich werfen?

"Grundschulkinder übernehmen so etwas häufig, weil sie merken, das ruft Reaktionen hervor", sagt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Die Bedeutung dieser Wörter verstehen sie aber in diesem Alter nicht immer. Hier können Eltern ansetzen und erklären, was dahintersteckt und warum solche Äußerungen verletzen und abwerten. "In diesem Alter orientieren sich Kinder noch stark an ihren Eltern, das heißt, sie haben Vorbildcharakter."

Schwieriger wird es bei Jugendlichen, bei denen hinter solchen Hassparolen mitunter politische Überzeugungen stecken. "Da können Eltern nicht mehr einfach vorgeben, was richtig ist", erklärt Große Perdekamp. Was bleibt, ist, sich mit den Kindern zusammenzusetzen und auf Augenhöhe zu diskutieren: "Was denkt ihr über Ausländer? Wovor habt ihr Angst? Welche Werte findet ihr wichtig?". Auch Nachrichten können ein guter Anhaltspunkt sein, um ins Gespräch zu kommen: "Gemeinsam kann man dann gucken, was wirklich dahintersteckt, bevor pauschal etwas behauptet wird."

Generell sei es bei Jugendlichen schwieriger, an sie heranzukommen. Oft sprechen sie untereinander in einer bestimmten Sprache, ohne dass die Eltern es überhaupt mitbekommen. Manchmal kann es helfen, wenn Erwachsene dann über persönliche Gründe sprechen, etwa: "Wenn du dich ablehnend über Ausländer äußerst, macht mir das Angst. Das erinnert mich an das, was Oma und Opa aus der Zeit des Nationalsozialismus erzählt haben." Oft sei für Kinder diese Zeit schon zu weit weg, oder sie wissen nicht alles über die eigene Familiengeschichte.

dpa

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