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Essen & Trinken Was Verbraucher zu Insekten als Snack wissen müssen
Mehr Essen & Trinken Was Verbraucher zu Insekten als Snack wissen müssen
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12:17 27.04.2018
Keine Seltenheit mehr? In Deutschland könnte es schon bald mehr Insekten-Snacks wie diese Heuschrecken geben. Quelle: Karin Willen
Hamburg

Insekten zum Essen sind in Deutschland noch eine Seltenheit. Einzelne Produkte sind aber bereits erhältlich, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Und es könnten bald mehr werden.

Zurzeit laufen mehrere Genehmigungsverfahren für Insekten als Nahrungsmittel, darunter der Mehlwurm und die Kurzflügelgrille. Wer die ungewöhnlichen Snacks ausprobieren will, sollte allerdings nur speziell für den menschlichen Verzehr produzierte Tiere essen, und keine Tiere aus der Zoohandlung oder dem eigenen Garten. Denn die können Keime und Parasiten enthalten.

Für Insekten als menschliches Nahrungsmittel gibt es den Angaben nach zwar auch noch keine verbindlichen Hygienestandards. Zumindest bei Produkten aus Europa könnten Verbraucher aber davon ausgehen, dass die Tiere unter ordentlichen Bedingungen gezüchtet werden. Insekten aus Zuchtanlagen werden zudem vor dem Verkauf blanchiert, um Krankheitserreger abzutöten. Roh sollte man Insekten grundsätzlich nicht essen.

Besonders aufpassen müssen zudem Allergiker - auch wenn sich auf der Verpackung noch keine Warnhinweise finden. Kreuzallergien sind aber möglich: Wer zum Beispiel keine Garnelen essen kann, hat häufig auch ein Problem mit Mehlwürmern. Insgesamt sei das Allergierisiko aber eher gering, so die Verbraucherschützer.

Weltweit gibt es über 2000 essbare Insektenarten, so die Verbraucherschützer, vom Wurm bis zur Heuschrecke. In Deutschland bereits erhältlich sind zum Beispiel Pasta, Kekse oder Burger auf Insekten-Basis - meistens im Online-Handel, aber auch in einigen Läden und Restaurants. Oft enthalten die Tiere viel hochwertiges Protein, sie gelten deshalb auch als sinnvolle Alternative zu Milch oder Rindfleisch: Die Massenzucht von Insekten ist meistens deutlich umweltfreundlicher als die Schweine- oder Rinderzucht.

dpa

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