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09:19 26.02.2018
Tabs für die Spülmaschine sind nicht schlechter als Pulver. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Bonn/Frankfurt

Zweifelsohne gehört die Spülmaschine zu unseren liebsten Haushaltshilfen, erleichtert sie das Abwaschen doch ungemein. Obwohl ihre Bedienung eigentlich kinderleicht ist, wird durchaus mal etwas nicht sauber. Was machen wir falsch?

Wie räume ich eine Spülmaschine eigentlich richtig ein?

Die Grundlage zuerst: Bereits beim Einräumen lauern die ersten Fallstricke. "Die leichten Teile gehören in den oberen Korb, nicht nach unten", erklärt Rainer Stamminger, Professor für Haushalts- und Verfahrenstechnik an der Universität Bonn. Denn oben ist der Sprühdruck weniger stark, wodurch die Teile nicht so leicht umgeworfen werden können. Stark Verschmutztes wird unten platziert, wo es durch den stärkeren Sprühstrahl besser gereinigt wird.

Sollte ich Geschirr vorspülen?

"Das ist absolut überflüssig", findet Geräteexperte Prof. Stamminger. Aber man sollte gröbere Essenreste vorher entfernen. Angebranntes in Töpfen und Pfannen wird am besten sogar eingeweicht. "Einzig Geschirr mit Essenresten, die einen starken Geruch entwickeln, sollte man per Hand waschen, sofern man nicht plant, die Spülmaschine zeitnah anzustellen", rät Stamminger. Und Cecilia Meusel, Redakteurin bei der Stiftung Warentest sagt: "Einmal im Monat sollte das Intensivprogramm angestellt werden." Das wäscht Ablagerungen in der Maschine weg.

Welches ist das richtige Programm?

"Ich empfehle immer das Eco-Programm, über das alle neuen Geräte verfügen", sagt Prof. Stamminger. Hier ist die Temperatur reduziert, was Energie spart – obwohl es mit drei bis vier Stunden Dauer länger braucht als andere Programme.

Die Gläser sind trüb – was habe ich falsch gemacht?

Das Eintrüben kann drei Gründe haben. Erstens: Der Behälter für das Regeneriersalz war nicht richtig verschlossen, erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Dadurch entstehen Beläge, die sich leicht mit etwas Wasser abwaschen lassen. Zweitens: "Auf dem Geschirr ist eine dünne Kalkschicht, weil Regeneriersalz fehlt oder die Wasserenthärtung nicht richtig eingestellt ist", so Glassl. "Der Kalk lässt sich mit verdünnter Säure wieder entfernen."

Und drittens: "Das Glas korrodiert." Die in diesem Fall entstandene Trübung lässt sich leider nicht wieder entfernen. "Das Glas ist dauerhaft geschädigt." Das kann verschiedene Ursachen haben: "Es kann an der Art der Glasherstellung liegen, am Wasser oder am Reiniger", erklärt Stamminger. Um Letzterem vorzubeugen, sollte beim Kauf des Reinigers auf einen integrierten Glasschutz geachtet werden.

Tabs oder Pulver – was ist besser?

"Das lässt sich nicht sagen – keines von beiden ist schlechter", sagt Glassl. Wer sich für ein Pulver entscheidet, sollte darauf achten, dass es trocken gelagert ist, damit es nicht klumpt. "Multi-Tabs haben den großen Vorteil, dass sie sehr bequem zu handhaben sind und drei Aufgaben auf einmal erfüllen: reinigen, klarspülen und trocknen", erläutert Produktexpertin Meusel. Pulver hingegen ergänze die Spülmaschine optimal: "Richtig dosiert, setzt es nur so viel Chemie ein, wie notwendig ist."

Brauche ich Salz, wenn ich Multi-Tabs verwende?

Das hängt von der Wasserhärte ab. "Ab einer Gesamthärte von 21 Grad sollte man neben den Multi-Tabs auch Regeneriersalz verwenden", sagt Meusel. "Unter 21 Grad benötigt man kein Salz, weil die Multi-Tabs Enthärter und Klarspüler enthalten." Welche Härte das Leitungswasser hat, weiß der lokale Wasserversorger.

Wie vermeide ich Flugrost?

Flugrost entsteht, wenn irgendwo in der Maschine etwas rostet. "Das kann ein Spieß sein, der sich im Sieb verfangen hat", nennt Prof. Stamminger ein Beispiel. Nicht selten ist es der Korb, der zu rosten beginnt, weil die Ummantelung beschädigt ist. Dann sollte dieser ersetzt werden. Denn: "Lagert sich Flugrost beispielsweise auf dem Besteck ab, kann dieses ebenfalls zu rosten beginnen", so Glassl.

dpa

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