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Aktuelles So klappt der Wechsel des Energieversorgers
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08:34 14.06.2018
Ändern sich die Preise, haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht. Aber nicht nur dann lohnt sich ein Vergleich. Quelle: Jens Kalaene
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Kündigungsfrist beachten

Beim Grundversorger beträgt die Kündigungsfrist meist lediglich zwei Wochen (Bsp.: DREWAG). Haben Sie dagegen bereits einmal gewechselt, sollten Sie die Kündigungsfrist in Erfahrung bringen. Übersteigt diese eine gewisse Zeitspanne - meist über ein Jahr - kann Sie der neue Versorger nicht kündigen. Erhöht der aktuelle Gasversorger die Preise wird Verbrauchern ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Spätestens sechs Wochen vor der geplanten Preisänderung muss Sie ihr Anbieter darauf hinweisen.

Der Wechsel kann entweder direkt über ein Vergleichsportal geschehen oder der Verbraucher fordert die Unterlagen vom neuen Versorger selbst an. Zumeist können diese von der Webseite heruntergeladen werden. Sind Sie unschlüssig, dann hilft die Verbraucherzentrale weiter.

Der neue Anbieter benötigt

  • den Namen des bisherigen Lieferanten,
  • Ihre Kundennummer,
  • die Zählernummer
  • sowie den letzten Jahresverbrauch.

Diese Unterlagen müssen Sie dem neuen Anbieter mitteilen. Alternativ erteilen Sie dem neuen Versorger eine Vollmacht. Somit kann der alte Versorgungsvertrag durch den neuen Anbieter gekündigt werden. Diese Vollmacht kann digital abgeschlossen werden.

Ihr bisheriger Anbieter sendet Ihnen eine Bestätigung der Kündigung sowie eine Schlussrechnung. Vom neuen Anbieter erfahren Sie, ob und ab wann er die Lieferung aufnimmt.

Tipp

Am Tag des Wechsel notieren sie sich den aktuellen Zählerstand und teilen diesen dem alten sowie neuen Gaslieferanten mit.

Zeigt sich ihr derzeitiger Anbieter unkooperativ, sollten Sie diesen kontaktieren. Auf Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes sind die Anbieter verpflichtet Ihnen binnen vier Wochen zu antworten. Andernfalls können Sie die Schlichtungsstelle Energie kontaktieren.

Konditionen vergleichen

Die Stadtwerke Dresden besitzen aktuell (Abfrage am 6. Juni 2018) einen Grundpreis von 10,95 €/Monat und einen Verbrauchspreis von 6,79ct/kWh bei einem Verbrauch bis 9.900 kWh/Jahr. Verbrauchen Sie mehr, kostet der Grundbreis 14.88 € und der Verbrauchspreis liegt bei 6,32 ct/kWh.

Immer öfter lohnt sich ein Tarifwechsel beim derzeitigen Anbieter. Vergleicht man beispielsweise die derzeitigen Angebote existieren alternative Tarife.

Immer häufiger können Sie beim derzeitigen Anbieter bleiben, müssen allerdings in einen anderen Tarif wechseln.

Abgefragt wurden die Tarife am 6. Juni 2018 via wechselpiraten.de. Im Vergleich zur Grundversorgung können Sie über 300 Euro sparen. Mit diesem Wissen lohnt sich ein Anruf beim Versorger. Beachten müssen Sie lediglich, dass ausgewählte Tarife nur über eine Preissuchmaschine erhältlich sind. Andere nur über das Kundencenter des jeweiligen Versorgers.

Mehrere Preisvergleiche nutzen

Bekannte Preisvergleichsportale eignen sich für einen ersten Überblick, ob sich der weitere Rechercheaufwand lohnen kann. Allerdings sollten Sie auch unbekanntere Vergleichsportale nutzen, denn die Anbieter müssen teils eine Provision zahlen, um gelistet zu werden. Dadurch erhalten Sie als Kunde nur einen vermeintlich objektiven Überblick zu den Tarifen.

Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, ist es sinnvoll dessen Webseite aufzurufen. Manchmal bieten die Anbieter weitere Tarife zur Verfügung, die nicht von den Portalen angezeigt werden.

Die Verbraucherzentrale rät, die Voreinstellungen genau zu prüfen. Wichtig ist beispielsweise, den derzeit passenden Tarif zu wählen, und nicht mit dem allemeinen Preis des Grundversorgers zu vergleichen.

Empfohlen wird eine Vertragslaufzeit von maximal zwölf Monaten (im ersten Jahr) und eine Folgelaufzeit von vier Wochen. Die Kündigungsfrist sollte ebenfalls lediglich vier Wochen betragen.

Redaktion

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