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5 Heimwerker-Tipps für den Winter

Wer frostet, der rostet 5 Heimwerker-Tipps für den Winter

Frost treibt die meisten Heimwerker in die Gemütlichkeit ihres Wohnzimmers zurück. Dabei gibt es jetzt genug Dinge, die getan werden können - ohne kalte Füße zu bekommen. Damit in der warmen Jahreszeit wieder alles läuft wie geschmiert, und damit der Frost keine Schäden anrichtet. Die wichtigsten Tipps listet der folgende Artikel.

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Kälte ist zwar eine gute Ausrede, um einige Arbeiten zu verschieben, aber nicht, um das Heimwerken ganz ins Frühjahr zu verlegen.

Quelle: fotolia.com © Rawpixel.com

Schon einen Blick auf die Wettervorhersage geworfen? Frostige Temperaturen in der ganzen Region, auch tagsüber. Und wenn es etwas milder wird, gesellt sich meist Regen dazu. Alles in allem also nicht gerade das ideale Klima, um fröhlich pfeifend im Hof einen alten Tisch zu schleifen und zu lackieren oder den Außenputz am Eigenheim auszubessern. Allerdings sollte dieses Wetter Heimwerker nicht generell dazu verleiten, die Latzhose im Kleiderschrank zu vergraben und das Werkzeug in der frostigen Einsamkeit der Werkstatt dahinvegetieren zu lassen. Denn auch wenn das Quecksilber unter null liegt, gibt es genügend Dinge, die warten.

1. Das Haus frostsicher machen

Die vielleicht wichtigste Aufgabe, die wirklich spätestens jetzt angegangen werden sollte, ist der Kampf gegen Frostschäden. Die meisten erinnern sich noch aus dem Schulunterricht daran, dass Wasser der praktisch einzige bekannte Stoff ist, der sich beim Gefrieren ausdehnt. Was im Physikunterricht noch trockener Lernstoff war, kann am eigenen Haus für eine ganze Menge teurer Schäden sorgen.

Denn wenn Wasser in Rohren gefriert und sich ausdehnt, platzen diese unkontrollierbar. Die erste Heimwerker-Aufgabe lautet also, dies zu verhindern. Das geht nur, indem die Leitungen, die außen (zu Außen-Wasserhähnen) verlaufen, vom Wasserkreislauf getrennt werden. In der Regel sind dazu im Keller Absperrventile vorhanden. Die Reihenfolge ist:

  • Erst das Absperrventil im Keller zudrehen
  • Anschließend den Außenhahn öffnen
  • Alles Wasser ablaufen lassen

Der Außenhahn sollte danach offen bleiben. Dann aber im Frühjahr nicht vergessen, ihn vor dem Öffnen des Keller-Ventils wieder zu schließen. Ist diese Aufgabe bewältigt, muss ähnliches auch bei allen anderen wasserführenden Elementen im Außenbereich wiederholt werden.

  • Regenfässer entleeren
  • Fallrohre von den Fässern trennen
  • Gartenschläuche ausrollen, entleeren und wettergeschützt deponieren

Anschließend geht es in den Innenbereich. Im (ungeheizten) Keller etwa sollten die Fensterluken, so sie nicht durch moderne Doppelglasfenster verschlossen sind, von der Außenwelt abgetrennt werden. Das geht schon durch eine einfache Styroporplatte und ein dahinter geschraubtes Brett im Fensterloch. Anschließend sollte in der Nähe des Wasser-Hausanschlusses ein Frostwächter aufgestellt werden – ein kleiner Heizlüfter, der erst bei Frostgefahr anspringt und verhindert, dass den Wasserleitungen etwas passiert.

2. Sich auf Kommendes vorbereiten

Nach all diesen Arbeiten in der Kälte darf der Heimwerker sich in der guten Stube aufwärmen. Da passt es, dass der folgende Punkt perfekt von der Couch aus absolviert werden kann. Viele Do-it-yourself-Jünger sehen heute das Web als ihren besten Helfer an, weil es dort Reparaturanleitungen en Masse gibt. Diese können nun, wo kein tropfender Hahn zur Eile mahnt, in Ruhe gesammelt und archiviert werden. Am besten geht das, indem die betreffenden Anleitungen als Lesezeichen im Browser gespeichert werden. Weil das bei jedem Browser etwas unterschiedlich geht, hier zunächst die Anleitungen für

Dabei sollten die Anleitungen nicht nur danach archiviert werden, was man im nächsten Jahr machen will, sondern auch danach, was passieren könnte. Denn sobald Probleme aufgetreten sindt, hat man keine Zeit für langes Suchen.

Diese Dinge kommen an oder in den meisten Häusern irgendwann mal vor – gut, sie jetzt in aller Ruhe abzuspeichern. Wenn das getan ist, kann man sich an die Projekte begeben, die definitiv im nächsten Jahr anstehen. Keine Sorge, für alles gibt es im Web eine Anleitung – sogar für ein aus Beton gegossenes Waschbecken.

3. Die Werkstatt auf Vordermann bringen

Schon so lange auf der Couch Anleitungen gesammelt? Jetzt aber hoch, denn es wartet noch eine Menge Arbeit, damit das Werkzeug auch im kommenden Jahr mit der gleichen Zuverlässigkeit seinen Dienst verrichtet.

  • Als erstes sollten sämtliche Werkzeuge, die akkubetrieben sind, von ihren Stromversorgern getrennt und diese ins Warme gebracht werden – Kälte macht Batterien den Garaus. Akkuschrauber, Ladegeräte und Co leiden nicht unter Frost und dürfen draußen bleiben, solange es dort trocken ist.
  • Anschließend sollte Ordnung geschaffen werden. Dafür bietet es sich beispielsweise an, eine Werkzeugwand selbst zu bauen. Wer bereits über sowas verfügt, kann auch für die dauernd unsortiert herumliegenden Schraubendreher eine Lösung schaffen. Dazu einfach eine 30x20cm messende, dicke Dämmschaumplatte an die Werkzeugwand schrauben und die Schraubendreher dort hineinstecken – wer mit einer Feile noch das Griffende mit + oder – markiert, hat so immer alles im Griff – übrigens auch der ideale Ort, um Pinsel, Körner und Bleistifte zu lagern.
Werkzeugwand schafft Ordnung

Lochblech-Werkzeugwände kosten schnell hunderte Euro – eine alte Küchen-Arbeitsplatte mit vielen Schrauben tut den Job ebenso gut.

Quelle: fotolia.com © Sport Moments

Alle Metallwerkzeuge von A stschere bis Z winge sollten zunächst mit einer Drahtbürste von Dreck und Flugrost gesäubert und anschließend mit etwas Öl geschützt werden. Ein paar Tropfen auf einen Lappen reichen aus.

  • Unlackierte hölzerne Griffe und Stiele sollten mit etwas 200er Sandpapier angeraut und mit einer 1:1-Mischung aus Terpentin-Ersatz und Leinöl eingestrichen werden. Achtung: Die dazu verwendeten Lappen und Pinsel einige Tage im Hof ausgebreitet ausdünsten lassen, sonst kann es zu Selbstentzündungen kommen.
  • Alle Kabel von Geräten und Verlängerungsleitungen auf Risse und andere Macken prüfen. Anschließend die Werkzeuge in ihre jeweiligen Behälter legen und die Verlängerungskabel ordentlich aufrollen.
  • Sofern die unbeheizte Werkstatt auch der Lagerort für Lacke und Farben ist, sollten diese nun auch ins Warme verbracht werden, weil Frost diesen Chemikalien ebenfalls schwer zusetzen kann – nicht nur Wasserbasierenden.

Wenn diese Schritte absolviert sind, geht es an die Wartung und Pflege der weiteren Werkzeuge. Schubkarren, Rasenmäher und Co sollten mit einem groben Handfeger gereinigt werden. Einige Tropfen Öl auf beweglichen Teilen schaden nie. Und was viele Heimwerker vergessen: Schrauben und Muttern können sich mit der Zeit lösen. Diese an Schubkarre und Co. nachziehen dauert nicht lange, verhindert aber zuverlässig Ärger im Einsatz.

4. Dinge, die keinesfalls im Winter gemacht werden sollten

Bisher beschäftigte sich die Liste nur mit Dingen, die man jetzt tun sollte. Daneben gibt es aber auch eine Reihe von Arbeiten, die definitiv nicht in der kalten Jahreszeit absolviert werden sollten – selbst wenn die Temperaturen sich im Plus-Bereich bewegen.

  • Grundsätzlich sollte man von allen Arbeiten absehen, die eine konstante Frischluftzufuhr benötigen. Also Streichen, Schweißen oder Löten.
  • Farben und Lacke trocknen aus chemischen Gründen bei Temperaturen unter 15 Grad schlecht und ab ca. 10 Grad praktisch gar nicht mehr.
  • Beton und alle damit verwandten Baustoffe wie Putz benötigen bei 5 Grad doppelt so lange zum Abhärten wie bei 20 Grad – bei Frost kommt der Prozess praktisch zum Erliegen. Außerdem kann das zum Anmischen nötige Wasser gefrieren und dann für großflächige Absprengungen und Risse sorgen.
  • Laub- und Zweighaufen, die im Herbst zusammengefegt wurden, sollten jetzt nicht mehr angerührt werden, weil die Chance groß ist, dass es sich darin Tiere wie Igel gemütlich gemacht haben.
  • Tapezieren sollte man im Winter ebenfalls nicht. Auch in diesem Fall, weil es nicht möglich ist, mehrere Stunden lang Fenster zum Lüften zu öffnen. Die gesamte Feuchtigkeit des Kleisters dünstet dann zwar aus, verteilt sich aber im ganzen Raum und kann rasch zu Schimmelproblemen führen.

5. Dinge, für die der Winter die perfekte Jahreszeit ist

Obwohl Frost vieles unmöglich macht, gibt es durchaus eine ganze Menge Projekte, für die das kalte Wetter sogar besser geeignet ist.

Alle Innenraum-Arbeiten, bei denen ein gleichmäßiges Klima von Vorteil ist. Beispielsweise das Verlegen von Bodenbelägen wie Teppichen oder Linoleum. Durch die Heizperiode bleibt die Raumtemperatur konstant warm und die Böden lassen sich vergleichsweise leicht verlegen.

Laminat verlegen

Insbesondere Naturholz-Bodenbeläge und Deckenpaneele profitieren beim Verlegen sehr von der konstant warmen Heizungsluft im Winter.

Quelle: fotolia.com © Ingo Bartussek
  • Für Arbeiten mit Holz im Innenraum gibt es praktisch keine bessere Jahreszeit. Ebenfalls weil die Heizung für ein konstantes Raumklima sorgt. Allerdings sollten Bodendielen und Deckenpaneele bereits einige Tage vor dem Beschnitt ins Haus gebracht werden, damit sie sich nicht mehr ausdehnen und somit zu lang werden.
  • Malerarbeiten können zwar im Innenraum dank der Heizung stattfinden. Allerdings benötigen sie wegen der kurzen Tageslicht-Phasen eine konstant helle Ersatz-Lichtquelle, etwa einen Baustrahler.
  • Das Beschneiden von Bäumen und Sträuchern ist bei sehr vielen Sorten sogar nur in den Wintermonaten erlaubt, und kann bis zirka -5 Grad problemlos durchgeführt werden, weil die Pflanzen dann in der Ruhephase sind und durch das Schneiden keinen Schaden nehmen
  • Ebenfalls in der Winterruhe sind Insekten – wer nicht nur als Heimwerker, sondern auch Hobbygärtner zweigleisig fährt, kann deshalb bereits jetzt mit wenigen Handgriffen „Insektenhotels“ und Nisthilfen bauen und somit im kommenden Jahr von Anfang an von der Nützlichkeit der Garteninsekten profitieren.
  • In die gleiche Kerbe schlagen auch Vogelfutterhäuschen, in denen die gefiederten Freunde bei der Kälte eine wichtige und zuverlässige Futterquelle finden. Diese sind ob ihrer Einfachheit auch eine gute Gelegenheit, neue Techniken bei der Holzver- und –bearbeitung zu üben.

Generell gilt also, alles, was warme Temperaturen benötigt, sollte im Außenbereich bei winterlichen Temperaturen absolut tabu sein. Und umgekehrt sollten auch alle Arbeiten im Innenraum ruhen, die eine langandauernde Frischluftzufuhr benötigen.

Fazit: Heimwerken im Winter

Wer als Heimwerker einfach bei Wintereinbruch alles stehen- und liegenlässt, der sorgt nur dafür, dass er im nächsten Frühjahr mit seinem Werkzeug viel Ärger bekommt. Wer hingegen jetzt der Kälte trotzt und seine Werkzeuge richtig pflegt oder einlagert oder sich an die Arbeiten begibt, für die der Winter die perfekte Jahreszeit ist, der hat, wenn die Blumen wieder blühen, einen ganzen Strauß an Projekten, die auf ihn warten! Und durch das Sammelsurium an Anleitungen eine gute Vorbereitung.

red.

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