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Auto & Verkehr Paarungszeit: Autofahrer müssen auch tagsüber aufpassen
Mehr Auto & Verkehr Paarungszeit: Autofahrer müssen auch tagsüber aufpassen
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10:12 13.07.2017
Im Juli beginnt die Paarungszeit der Rehe. Das bedeutet, dass sich Autofahrer zu Tag- und Nachtzeiten auf Wildwechsel einstellen müssen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Auf Wildwechsel müssen sich Autofahrer in den kommenden Wochen auch tagsüber einstellen. Denn Mitte Juli beginnt die Paarungszeit der Rehe, sagt Florian Rölfing, Sprecher der Landesjägerschaft Niedersachsen.

Je nach Wetterlage verfolgen Rehböcke zwischen Mitte Juli und August die weiblichen Tiere auch tagsüber kilometerweit - an heißen Tagen seien sie besonders aktiv. Autofahrer sollten daher vorsichtig fahren und jederzeit bremsbereit sein. "An Feld- und Waldrändern, die schlecht einsehbar sind, ist immer vorsichtig und vorausschauend zu fahren", sagt Rölfing.

Ganz wichtig: Nachdem ein Tier die Straße gekreuzt hat, müssen die Autofahrer mit Nachzüglern rechnen. "Viele heimische Tiere sind in Familienverbänden unterwegs, also als größere Gruppe", sagt Rölfing.

Autofahrer sollten langsamer unterwegs sein und Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Bis Tempo 80 kann ein Autofahrer sein Fahrzeug noch rechtzeitig zum Halten bringen, wenn in 60 Metern Entfernung ein Reh auf die Straße läuft. Bei Tempo 100 reicht der Anhalteweg nicht mehr: Das Auto kollidiert noch mit einer Restgeschwindigkeit von 61 Stundenkilometern mit dem Tier.

Falls es gekracht hat, müssen Fahrer die Unfallstelle sichern und die Polizei verständigen. Das gilt auch dann, wenn dem Tier vermeintlich nichts passiert und es geflüchtet ist. Die Polizei verständigt den zuständigen Jäger, der mit einem Jagdhund das angefahrene Tier verfolgt und es von seinen Leiden erlöst.

Neben dem Schild "Achtung Wildwechsel", das auf Gefahrenstellen aufmerksam macht, stellen die Jäger auch bei Unfallstellen mobile Warnschilder auf. Blaue Reflektoren an den Straßenleitpfosten sollen zusätzlich das Wild von den Straßen abschrecken.

dpa

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