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Kein Statussymbol, dafür umweltfreundlich - Dresdner Taxiunternehmen und das erste Hybridtaxi

Kein Statussymbol, dafür umweltfreundlich - Dresdner Taxiunternehmen und das erste Hybridtaxi

Nichts ist zu hören, wenn Heiko Richter mit seinem Taxi vorfährt, ganz leise rollt er vor und stoppt. Nein, er sitzt nicht hinterm Lenkrad eines rollenden Statussymbols.

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Hat sich bewährt: Chef Tom Büchner ist zu frieden mit dem Ökotaxi, Fahrer Heiko Richter ebenfalls.

Quelle: Carola Fritzsche

Dafür ist es besonders umweltfreundlich, es hat einen Hybridantrieb. Sein Taxi ist ein Toyota Prius mit Benzin- und Elektromotor, eines von drei Taxis dieser Art in Dresden, wie sein Chef Tom Büchner sagt. "Das ist schon unser zweiter Prius", so Büchner. Bereits vor vier Jahren hat sein Unternehmen als erste Dresdner Taxifirma auf die umweltfreundliche Antriebstechnik gesetzt und einen Toyota in Betrieb genommen.

Rund 500 Taxen fahren in Dresden, sagt Peter Kunath, Vorstand der Dresdner Taxigenossenschaft. Autos wie der Hybrid von Heiko Richter haben Zukunft, ist er überzeugt. Gerade erst habe ein Autohaus bei der Vollversammlung der Genossenschaft ein Hybridtaxi präsentiert. "Letztlich ist das eine finanzielle Frage", sagt Kunath.

Diese finanzielle Frage hat sich beim Dresdner Unternehmen QQ Moves längst beantwortet. Der Anschaffungspreis sei ein wenig höher als bei anderen Taxen, aber nach drei Jahren sei das wieder drin, sagt Geschäftsführer Tom Büchner. Denn der Hybrid braucht weniger Sprit, mit rund fünf Litern könne man im täglichen Taxibetrieb auskommen, weiß sein Fahrer Heiko Richter. "Das Auto fährt 195 auf der Autobahn", lobt er seinen Wagen. "Wir haben bisher gar keine schlechten Erfahrungen gemacht." Richter kann das aus der Chef-Sicht nur bestätigen. "Wir haben keine Ausfallerscheinungen, auch keine Batterieprobleme, das Auto ist weniger in der Werkstatt, als unseren anderen Taxis", so seine Erfahrungen mit dem Hybrid-Toyota. Einziger Nachteil: Der Kofferraum ist kleiner, die Batterien nehmen Platz weg. Das soll bei der nächsten Generation dieses Autotyps anders werden, weiß Richter.

Außer Zweifel steht für seinen Chef, dass auch künftig ein Hybrid im Fuhrpark sein soll. Rund 40 Autos hat "sein" Taxiunternehmen, zwei Fahrer teilen sich den Toyota Prius. Besondere Werbung macht Büchner zur Zeit nicht für das Umweltauto. "Aber die Fahrgäste finden es schon gut", hat Richter erlebt. "Zuerst wollen alle das Mäusekino erklärt haben", berichtet er von seinen Fahrten. "Mäusekino" nennt er die Anzeigen, die erklären, welcher Motor gerade das Auto antreibt und wie der Ladestand der Batterien ist.

Aus Sicht der Genossenschaft ist Werbung für Ökotaxis erst dann denkbar, wenn die Fahrzeuge häufiger in Dresden sind. "Sonst wecken wir Erwartungen, die wir dann vielleicht nicht erfüllen können", gibt Kunath zu bedenken. Immerhin - in anderen deutschen Großstädten werden solche Erwartungen von Taxikunden längst bedient, in München etwa, wo bereits Hybridtaxis mit Solardächern im Einsatz sind. DNN

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.11.2011

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