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Region Dresden muss auf neue Technik beim Antennen-Fernsehen umstellen

Medien Region Dresden muss auf neue Technik beim Antennen-Fernsehen umstellen

Wer sein Fernsehprogramm in und um Dresden per Antenne empfängt, sieht jetzt möglicherweise schwarz. Vom Mittwoch an ist eine neue Technologie im Einsatz, die Umstellungen an den Fernsehgeräten nötig machen kann.


Quelle: WDR

Dresden. Neue Technik für das Antennenfernsehen in und um Dresden: In der sächsischen Landeshauptstadt sowie den Kreisen Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz wird am Mittwoch die Technik für den terrestrischen Fernsehempfang von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Auf diesen lange geplanten Schritt wies die sächsische Landesmedienanstalt (SLM) am Dienstag hin. Wer sein Fernsehen über Kabel oder Satellit empfängt, ist davon nicht betroffen.

Mit dem weiterentwickelten Übertragungsstandard sei es möglich, auch regionale und lokale private Fernsehprogramme terrestrisch in hochauflösender Qualität (HD) auszustrahlen und somit die Wettbewerbsfähigkeit dieser Angebote weiter zu stärken, erklärte SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck.

Nach den SLM-Angaben brauchen Einwohner, die bislang ihre Fernsehprogramme per Antenne empfangen haben, ab sofort Fernsehgeräte mit integriertem DVB-T2-Empfänger und einer sogenannten HEVC-Videodekodierung. Fernsehgeräte ohne entsprechende Empfänger könnten mit Set-Top-Boxen weiterverwendet werden. Eine neue Antenne sei nicht nötig, heißt es bei der ARD. Möglicherweise muss die Antennenposition neu justiert werden. Die Umstellung soll im Laufe des Vormittags erfolgen. Bereits vorhandene DVB-T2-Receiver empfangen die Programme erst nach einem erneuten Sendersuchlauf. Mit der Aufschaltung von DVB-T2 HD am jeweiligen Senderstandort wird DVB-T an diesen Orten eingestellt.

Neuer Sendersuchlauf kann nötig sein

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme seien frei und ohne laufende Zusatzkosten auf entsprechenden technisch ausgerüsteten Empfangsgeräten zu sehen. Die Kosten für die digital-terrestrische Verbreitung würden aus dem Rundfunkbeitrag gedeckt. Ebenfalls kostenfrei empfangbar sei das Programm „Dresden Fernsehen“ des privaten Anbieters „Fernsehen in Dresden“ GmbH für den Ballungsraum Dresden und erstmals das private TV-Programm „Lausitzwelle Fernsehen“ der SGS Rundfunkgesellschaft mbH, Hoyerswerda, für den Landkreis Bautzen.

Darüber hinaus sind im Raum Dresden mit Bibel TV, HSE24 und QVC einige wenige bundesweite private Spartenfernsehprogramme frei empfangbar, hieß es bei der SLM. Die überwiegende Mehrheit der HD-Programme privater Veranstalter sei allerdings ausschließlich im Programmpaket das Anbieters „freenet TV“ gegen Gebühr zu sehen.

In Südwestsachsen, den Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland und Westerzgebirge findet der Umstieg auf DVB-T2 HD ab dem 4. Quartal 2018 statt. Hintergrund der Veränderungen sind Vorgaben des Bundes, mit denen die zur Verfügung stehenden Frequenzen für DVB-T (Antennenfernsehen) reduziert werden. Die deutschen TV-Veranstalter und die Medienanstalten setzen daher auf das modernere DVB-T2 HD, mit dem mehr Programme in besserer Qualität verbreitet werden könnten. Für die Veranstalter könnten damit auch die Gesamtkosten für die terrestrische Verbreitung sinken. Sollte Zuschauer mit ihrem Fernsehgerät nicht klarkommen, empfiehlt sich eine Nachfrage beim Händler des Vertrauens.

Im März war die Region Leipzig umgestellt worden, dabei seien der SLM keine wesentlichen Probleme bekannt geworden, erklärte Deitenbeck. Nach seinen Angaben empfangen von den 2,059 Millionen Fernsehhaushalte in Sachsen etwa 105 000 die Programm über Antennen. Möglicherweise liegt der Anteil im Ballungsraum Dresden, wo die Abstrahlung über den Fernsehturm erfolgt über dem Landesdurchschnitt.

Von Ingolf Pleil

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