Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Dresdner Student nahm bei „Diktator“ von ZDFneo teil

TV-Experiment Dresdner Student nahm bei „Diktator“ von ZDFneo teil

Wohnen in einer kargen Einzelzelle, Essen nur zu vorgegebenen Zeiten, die Mitmenschen sieht man nur zu den Mahl- und Arbeitszeiten. Was sich nach tristem Gefängnisalltag und für viele wie der blanke Horror anhört, ist Teil eines Sozialexperiments, dem sich acht Menschen freiwillig gestellt haben. Auch ein Dresdner war dabei.

Voriger Artikel
Bose soll Kundendaten verkauft haben
Nächster Artikel
Wenn sich die Kommissare zanken ...

Einer der Kandidaten, die an diesem Experiment und dem Leben im Bunker teilgenommen haben, ist Matthias Limmer, Student für Medienmanagement aus Dresden.
 

Quelle: ZDF/Stefan Menne

Dresden.  Wohnen in einer kargen Einzelzelle, Essen nur zu vorgegebenen Zeiten, die Mitmenschen sieht man nur zu den Mahl- und Arbeitszeiten. Was sich nach tristem Gefängnisalltag und für viele wie der blanke Horror anhört, ist Teil eines Sozialexperiments, dem sich acht Menschen freiwillig gestellt haben. In dem Social Factual „Diktator“ von ZDFneo haben sich die vier Frauen und vier Männer zwischen 19 und 31 Jahren eine Woche lang unter die Herrschaft einer fiktiven Diktatur begeben – ohne Privilegien, ohne Kontakt zur Außenwelt, aber dafür mit strengem Arbeits- und Tagesplan.

Einer der Kandidaten, die an diesem Experiment und dem Leben im Bunker teilgenommen haben, ist Matthias Limmer, Student für Medienmanagement aus Dresden. Was ihn dort genau erwarten würde, war ihm zunächst gar nicht klar. „Das Konzept wurde nur grob vorgestellt. Wir sollten über einen bestimmten Zeitraum in einem von Regeln dominierten System leben.“ Von Natur aus offen und neugierig nahm der zu dem Zeitpunkt 19-Jährige teil, auch wenn er „eher ein Regelbrecher“ sei. „Schon in der Schule hatte ich Probleme mit Autoritäten.“

Im Vorfeld hatte Matthias sich Gedanken gemacht, ob die Gruppe untereinander funktionieren könnte, ob es nicht zu viele Reibereien oder sogar Streit geben könnte. Denn natürlich hatten die Produzenten dafür gesorgt, dass hier viele unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen – vom Kurden zur praktizierenden Christin, vom Ex-Soldaten zum Modeblogger. „Im Nachhinein war ich aber froh, dass wir so unterschiedlich waren. Vielleicht hätten wir im realen Leben nie ein Wort miteinander gewechselt“, resümiert der Student. „Natürlich ist man auch mal beim einen oder anderen angeeckt, aber insgesamt herrschte eine gute Stimmung zwischen uns.“

Schlimmer als gedacht war für Matthias die Isolation, nicht nur von der Außenwelt, sondern auch von seinen Mitmenschen innerhalb des Bunkers. In den Zellen gab es nichts, womit die Kanidaten sich hätten beschäftigen können, kein Fernseher, keine Bücher, nicht mal eine Uhr, um zu sehen, wie die Zeit vergeht.

Auch mit der Uniform hatte Matthias so seine Probleme. „Klar macht es jeden gleich und niemand sticht durch Accessoires oder Statussymbole hervor. Dadurch verliert man aber auch seine Individualität und ein Stückweit Charakter.“

In Prüfungen und durch gute Arbeitsleistungen konnten die Kandidaten sich Belohnungen erarbeiten. Es kam aber auch vor, dass bestimmte Personen vom Diktator ausgewählt wurden, damit sie ihre Mitbürger bei ihm anschwärzen.

Wie die Teilnehmer von „Diktator“ damit umgegangen sind und wie sie sich ansonsten in diesem System organisieren und zurechtfinden konnten, können Zuschauer in zwei Doppelfolgen jeweils Sonntag, 23. und 30. April, ab 21.45 Uhr, auf ZDFneo sehen.

Von Gerrit Menk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Medien

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr