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Alice Weidel sagt Sendung im ZDF ab

AfD-Politikerin Alice Weidel sagt Sendung im ZDF ab

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Der Abgang aus der ZDF-Talkshow „Wie geht’s, Deutschland?“ am Dienstagabend hat der Politikerin viel Häme eingebracht – und möglicherweise eine abschreckende Wirkung gehabt.

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.

Quelle: dpa

Berlin. AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat nach ihrem abrupten Abgang aus der ZDF-Wahlsendung „Wie geht’s, Deutschland?“ einen weiteren TV-Auftritt in dem Sender abgesagt. Wie das ZDF am Donnerstag mitteilte, zog Weidel am Vormittag ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme an der Sendung „illner intensiv“ am Abend zurück. Erst am Vortag habe sie ihren Ende Juni vereinbarten Auftritt noch einmal über ihren Pressesprecher bestätigt.

Die Redaktion habe daraufhin den anderen Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, in die Sendung eingeladen, berichtete das ZDF. Gauland habe diese Einladung aber mit dem Verweis auf Termingründe nicht angenommen.

Weidel war in der Sendung mit Moderatorin Marietta Slomka am Dienstag von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer aufgefordert worden, sich von Gauland und dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke zu distanzieren. Gauland habe Höcke als Seele der AfD bezeichnet, sagte Scheuer. „Für mich ist er einfach ein Rechtsradikaler.“ Weidel, die zuvor schon einmal gedroht hatte, die Sendung zu verlassen, packte daraufhin ihre Notizen ein und ging. Sie gab an, die Sendung sei parteiisch und unprofessionell moderiert worden. Das ZDF wies dies zurück.

Für ihren Abgang erntete die Politikerin viel Häme. Auch wurde ihr vorgeworfen, der Abgang sei inszeniert gewesen. Denn nur wenige Minuten nach ihrem Abgang erhob die Weidel per Twitter schwere Vorwürfe gegen Moderatorin Marietta Slomka.

In der ZDF-Sendung „illner intensiv“ sollte Weidel am Donnerstagabend ab 22.45 Uhr mit Manuela Schwesig (SPD) und Karl-Josef Laumann (CDU“ über das Thema Altersarmut diskutieren.

Von RND/dpa/iro

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