Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Uraufführung für Roma-Projekt in Dresden-Hellerau

Musikalische Spurensuche: Uraufführung für Roma-Projekt in Dresden-Hellerau

Die musikalische Weltreise von Marc Sinan und den Dresdner Sinfonikern geht weiter. In ihrem neuen Projekt ergründen sie die Wurzeln der Roma im indischen Bundesstaat Rajasthan. Am 31. März wird „I Exist - nach Rajasthan“ im Festspielhaus Hellerau uraufgeführt.

Die musikalische Weltreise von Marc Sinan und den Dresdner Sinfonikern geht in Hellerau weiter.

Quelle: dpa

Dresden. Die musikalische Weltreise von Marc Sinan und den Dresdner Sinfonikern geht weiter. In ihrem neuen Projekt ergründen sie die Wurzeln der Roma im indischen Bundesstaat Rajasthan. Am 31. März wird „I Exist - nach Rajasthan“ im Festspielhaus Hellerau uraufgeführt, wie die Veranstalter mitteilten. Als Gäste wirken das No Borders Orchestra, die Sängerin und Geigerin Iva Bittová sowie Musiker aus Indien mit. Das szenisch aufgeführte Stück handelt „vom Überleben und der Kraft, die Sinti & Roma trotz Jahrhunderte langer Anfeindungen und dem Versuch der Auslöschung“ in der NS-Zeit überdauern ließ, hieß es in der Ankündigung.

„Das Publikum erwartet ein durchkomponiertes, szenisches Konzert, in dem sich Marc Sinans zeitgenössische Musik, traditionelle indische Musik mit Video- und Interviewausschnitten von der gemeinsamen Recherchereise nach Indien in einer Bühne von Damian & Delaine Le Bas zu einem Gesamtkunstwerk fügen“, sagte Markus Rindt. Der Intendant der Dresdner Sinfoniker war gemeinsam mit dem deutsch-türkischen Gitarristen und Komponisten Marc Sinan und anderen Akteuren des Projektes auf Spurensuche nach Rajasthan gereist. Dort sollen die mythischen Ursprünge der Roma liegen. Die Ergebnisse des Trips haben sie in einer Collage zusammengefasst.

Die Dresdner Sinfoniker rekrutieren sich aus Musikern führender Orchester Europas und sind der zeitgenössischen Musik verpflichtet. Regelmäßig kommen sie zu Projekten zusammen und widmen sich dabei auch „fremden Klängen“. 2012 hatten sie auf einer Tour durch das Westjordanland die „Symphony for Palestine“ gespielt. Am 21. Dezember 2012 begrüßten sie bei einem „Konzert zum Ende der Zeit“ das neue Zeitalter nach dem Maya-Kalender und waren dabei per Internet mit Musikern in Mexiko verbunden. Zuletzt streckten sie ihre Fühler nach Mittelasien aus und widmeten sich unter anderem dem Völkermord an den Armeniern.

Mit dem Projekt „Aghet“ gerieten die Musiker dabei in die Mühlen der Politik. Nach dem Zerwürfnis mit der Türkei wegen der Völkermord- Resolution des Bundestags sagte das Auswärtige Amt im Oktober 2016 eine Aufführung des Programmes in der deutschen Vertretung in Istanbul ab. Die Türkei wehrt sich vehement gegen die Einstufung der Massaker als Völkermord und lief schon lange vorher Sturm gegen das Konzertprojekt „Aghet“, das von der EU und vom Auswärtigen Amt finanziell gefördert wurde. Auch für das Rajasthan-Programm fließen öffentliche Mittel. Die Kulturstiftung des Bundes ist mit 178 000 Euro Hauptförderer des Projektes.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr