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Theaterkahn nach Renovierung wieder zurück an der Augustusbrücke

Theaterkahn nach Renovierung wieder zurück an der Augustusbrücke

Da hat er wieder angelegt, der Theaterkahn, an seiner vertrauten Stelle am Ufer der Altstadt, an Dresdens ältester Elbquerung, der Augustusbrücke. Allerdings mit einer neuen, frischen, farbigeren Außenhaut.

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Eleganter, farbiger, klar strukturiert: Der Theaterkahn wurde neu gestaltet. Gestern von der Werft zurückgekehrt, ist er ab sofort wieder Spielstätte.

Quelle: Dietrich Flechtner

Nach nunmehr 18-jähriger Nutzung als Theater- und Restaurantschiff war eine Renovierung dringend notwendig geworden. Also hieß es am 16. April Leinen los in Richtung Werft in Laubegast. Dort erfolgte die turnusmäßige technische Überprüfung, zugleich aber wurde das Schiff einer Schönheitskur unterzogen. Mit sichtbarem Resultat, von dem sich ab sofort die Dresdner und Gäste wieder am angestammten Ort überzeugen können.

Das Konzept für die Umgestaltung stammt von der superpixel GbR - Büro für Grafik-Design und Illustration - mit Sitz in Leipzig und dem Typographen Daniel Mudra. Mit ihrer Vorlage konnten sie die Theaterkahn-Stiftung und den Brettl-Intendanten Detlef Rothe überzeugen.

superpixel, das sind die jungen Frauen Nadja Epperlein und Theresa Haufe, und wer mit der Geschichte des 1994 zur Spielstätte umgebauten Frachtkahns aus dem Jahr 1918 vertraut ist, dem wird hier die Namensverbindung zu Jürgen Haufe auffallen. Von dem renommierten Dresdner Grafiker stammten das Logo für die Spielstätte und das später an der Seite zur Neustadt aufgehängte Triptychon. Und so schließt sich auch ein Kreis, wenn jetzt seine Tochter Theresa Haufe mit ihrer superpixel-Partnerin Nadja Epperlein die gestalterische Vorlage Jürgen Haufes aufgenommen und behutsam weiterentwickelt hat.

Bereits 2011 wurde von ihnen ein Corporate Design entworfen, das das Logo der Spielstätte in sieben verschiedenen Farben abbildet und durch die emotionale Wirkung eben dieser auf die jeweiligen Inszenierungen hinweisen soll. An diese Farbpalette wurde nun angeknüpft, so erklärt es Nadja Epperlein. Das bisherige blasse Weiß ist einem kräftigen Bordeauxrot gewichen, schräge Linien geben dem Schiffsäußeren Dynamik, das Aussehen ist eleganter. Rot soll den Barock von Dresdens historischem Zentrum und die Farbe von Theatervorhängen assoziieren. Durch den bewussten Einsatz von weißen Flächen wird das Äußere des Theaterkahns klarer strukturiert, der Besucher soll sich zudem besser zurechtfinden können.

Entstanden ist so ein Schmuckstück, das sich einerseits an seiner städtischen und historisch gewachsenen Umgebung orientiert, andererseits aber zu dieser kontrastrierend Akzente setzt. Ganz im Sinne auch Jürgen Haufes. Dessen große Bilder hängen jetzt allerdings noch nicht. Sie sollen zunächst restauriert und dann an der gewohnten Stelle wieder platziert werden. Die Theaterkahn-Stiftung als Eignerin des Schiffes rechnet für die Überholung und Neugestaltung des Schiffes mit einer Gesamtinvestition von 150 000 Euro.

Um das Resultat richtig zu feiern, gönnt sich das Brettl heute gleich eine Premiere: "Sechs Tanzstunden in sechs Wochen", eine Komödie von Richard Alfieri. Es spielen Gloria Nowack und Erik Brünner, Regie führt Jost Ingolf Kittel, die Bühne gestaltet Jens Büttner. Man darf davon ausgehen, dass der veränderten äußeren Form die anspruchsvolle inhaltliche Entsprechung folgt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2012

Kerstin Leiße

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