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Tanzstück „Aller Anfang“ für Kinder im Societaetstheater

Ein getanzter Tag Tanzstück „Aller Anfang“ für Kinder im Societaetstheater

Die Dresdner Tanzcompany the guts company hat in Zusammenarbeit mit der Choreografin Célestine Hennermann ein Tanzstück für Kleinkinder produziert. In „Aller Anfang“ erforschen zwei Tänzerinnen noch einmal wie es ist, die allerersten Schritte zu wagen.

Josefine Wosahlo (.) und Johanna Roggan in „Aller Anfang“.

Quelle: Benjamin Schindler

Dresden.

Wenngleich die Inszenierung von Tanztheater für Kinder, in diesem Fall ab 3 Jahren, für Dresdner Verhältnisse eher ungewöhnlich ist, gelang es der Company, die sich erstmals an dieser Zielgruppe versuchte, ihre jungen Zuschauer in den Bann zu ziehen. Dennoch gab eine Kinderstimme aus dem Off den kleinen Zuschauern vorab ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg. Nicht um Mobiltelefone ging es hier allerdings. Die Trennung von Bühnen- und Zuschauerraum galt es einzuhalten. „In Dresden sind die Kinder zwar zurückhaltender und vorsichtiger, als etwa in Düsseldorf, wo sie bei einem früher von mir inszenierten Stück schon mal die Bühne stürmten,“ sagt Choreografin Célestine Hellermann lachend im anschließenden Gespräch. Aber vorsichtig müsse man trotzdem immer sein.

Während der Zuschauerraum langsam dunkler wird, leitet die Kinderstimme die Aufmerksamkeit behutsam auf das Bühnengeschehen. Josefine und Johanna, so hießen die beiden Protagonistinnen auch im Stück, räkeln sich wohlig unter einer großen weißen Decke, erwachen langsam inmitten einer spärlich ausgestatteten Szenerie. Der Tag beginnt, und in seinem Verlauf erkunden die Tänzerinnen ihre Welt, in der es Piraten und Prinzessinnen gibt oder auch einen Superman. Um Wahrnehmung geht es, um Entwicklung und darum, den Tag eines Kindes vom Morgen bis zum Abend nachzuzeichnen. Auch Sprache spielt eine Rolle im Stück, weniger allerdings als erzählerisches Moment. Vielmehr illustriert sie das Fortschreiten der Entwicklung, des Wachsens von (kindlicher) Erfahrung. Tänzerische und gestische, vor allem mimische Elemente erzählen vom Lernen und Erleben bei der Erkundung der umgebenden Welt(en), seien sie real oder eingebettet ins Spiel, das vorsichtig und tastend daherkommt oder rasant, laut und ungestüm. All das ist fein und wunderbar getanzt. Auf der Bühne endet der Tag nach 40 Minuten. Dann geht das Licht an, und die Kinder, bislang Zuschauer, dürfen die Bühne erkunden. Nun sind die Tänzerinnen die Zuschauerinnen.

Nächste Vorstellungen 5. Mai (10 Uhr), 7. Mai (15.30 Uhr), 8. Mai (10 Uhr), Societaetstheater

www.societaetsthetaer.de

Von Luise Wolter

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