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Tanzstudierende aus Dresden und Stockholm haben sich in einem gemeinsamen Programm vorgestellt

Tanzstudierende aus Dresden und Stockholm haben sich in einem gemeinsamen Programm vorgestellt

Das hat man wahrlich nicht alle Tage, dass Studierende von zwei bedeutenden europäischen Tanz-und Ballettschulen in einer Aufführung gemeinsam auftreten. Und das sowohl mit Beiträgen im Klassischen wie auch im Zeitgenössischen Tanz.

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Zoe Lenzi und Michael Ostenrath in der Choreografie "Reminiscence" von Ihsan Rustem.

Quelle: Ida Zenna

Dresden. Das hat man wahrlich nicht alle Tage, dass Studierende von zwei bedeutenden europäischen Tanz-und Ballettschulen in einer Aufführung gemeinsam auftreten. Und das sowohl mit Beiträgen im Klassischen wie auch im Zeitgenössischen Tanz, vor einem Publikum mit Studierenden und Dozenten sowie Hamburger Gästen bei der hochschulinternen Präsentation wie auch mit Besuchern zum Tag der offenen Tür. Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden hatte zudem ebenso Gäste von The Royal Swedish Ballet School aus Stockholm eingeladen. Und natürlich war es kein Zufall, dass dieses Treffen justament im Umfeld der "Manon"-Premiere vom Semperoper Ballett stattgefunden hat. Was für alle die Möglichkeit bot, eine Arbeit des britischen Choreografen Kenneth MacMillan in großer Besetzung zu erleben.

"Meet the Artist" nennt sich diese Form der Begegnung von Tanzstudierenden, und das Sympathische daran ist, dass es dabei weniger um Aufführungen in üblicher Weise geht, sondern tatsächlich auch um ein gegenseitiges Vorstellen, bei dem die jungen Tänzerinnen und Tänzer über sich selbst und ihren Werdegang sprechen sowie auch eigene Projekte in der Entwicklungsphase zeigen können. Mit "Meet the Artist" waren Studierende des Abschlussjahrganges sowie Absolventen der Palucca Hochschule auch schon in Stockholm, Mailand und Saarbrücken unterwegs. Und da der Dresdner Rektor Jason Beechey beim Treffen in Stockholm offenbar nur wenig Zeit fand, sich ebenso der Stadt zu widmen, brachten ihm die schwedischen Gäste gleich noch ein repräsentatives Buch mit, damit man sich in Dresden schon mal auf den nächsten Besuch einstimmen kann.

Zu den vorgestellten Arbeiten im Programmteil der Palucca Hochschule gehörte auch ein Einblick in die Choreografie "Reminiscence" von Ihsan Rustem, vorgestellt von Studierenden des 3. Studienjahres im Bachelor-Studiengang Tanz. Der britische Tänzer und Choreograf hat zu Musik von Chopin und zu Gwely Mermans "Alarm will Sound" eine Raumkomposition geschaffen, die auch schon in Ausschnitten gut anzuschauen ist. Gemeinsam mit Choreografien von Avatara Ayuso, Andreas Heise und Ohad Naharin gehört diese zum neuen Programm vom Palucca Tanz Studio, das Anfang Dezember Premiere hat.

Mit einbezogen bei "Meet the Artist" war auch Ulysse Zangs, der als Studierender an der Palucca Hochschule seit August mit Unterstützung des Fördervereins Palucca e.V. für eine Spielzeit Praktikant bei der Dresden Frankfurt Dance Company ist. Jacopo Godani hat mit ihm extra ein Solo erarbeitet, das bestens veranschaulicht, mit welcher Körpersprache er bevorzugt umgeht. In der kompletten Aufführung zum Start der Company mit "The Primate Trilogy" war das natürlich auch zu erkennen. Doch so, im Solo mit diesem jungen Tänzer und gänzlich frei von zusätzlichen Effekten, hatte es noch eine andere Wirkung.

Auch die schwedischen Gäste hatten sich in ihrem Programmteil mit einer Arbeit vorgestellt, die noch im Entstehen ist. Ein Frauentrio (Choreografie/Musik: Jerome Marchand) verändert fortgesetzt Positionen und Zuordnungen, bleibt stets aufeinander bezogen im Wechsel der Konstellationen, schafft einen speziellen Raum für diese Gruppe. Das hat so seinen eigenen Rhythmus, schärft die Aufmerksamkeit für jede Einzelne wie auch alle gemeinsam. Und ist ein Ansatz, der spannend sein kann, aber in der Bewegungssprache noch mehr Intensität verlangt.

Anregend ist solch ein Zusammenwirken, ein Aufspüren von Gemeinsamkeiten und Unterschieden allemal. Und die schwedischen Tänzer waren zudem ebenso beim Training im Klassischen und Zeitgenössischen Tanz dabei. Es geht besonders um diesen Austausch bei "Meet the Artist", gefördert durch Sachsens Kunstministerium. Ein Projekt, dass "jungen Tänzerinnen und Tänzern einmal mehr die Gelegenheit" geben soll, "sich selbst auf nationalen und internationalen Bühnen zu präsentieren, damit zusätzliche Bühnenerfahrung zu sammeln und sich auch persönlich vorzustellen".

Gabriele Gorgas

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