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Tanz-Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Palucca Hochschule für Tanz Dresden Tanz-Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Bevor sie ihre Tänzerkarriere beginnen, kreieren die Absolventen ein eigenes Programm, in dem sie ihr erlerntes Handwerk präsentieren. Die diesjährige Tanz-Absolventenklasse hat ihre Abschlussarbeiten am Sonntag in der Palucca Hochschule vorgestellt.

Philipp Imbach und Gaia Mentoglio in Philipp Imbachs Choreografie RE-INSTINCT.

Quelle: Erik Gross

Dresden.

Einige wenige allerdings haben ein solches auch schon während des Studiums gefunden, begünstigt ebenso durch die intensiven Praxiskontakte der Tanzhochschule. Dazu gehört Felix Berning, der seit 2016 zur Dresden Frankfurt Dance Company gehört, die derzeit mit ihrer neuen Produktion im Festspielhaus Hellerau auftritt. Mit Berning, der seine Abschlussarbeit deshalb nur in einer der insgesamt drei Bachelor-Aufführungen am Wochenende zeigen konnte. Er bekommt aber von Jacopo Godani nun auch in der Company Gelegenheit, weiter an dieser Choreografie zu arbeiten. Die gemeinsam mit neuen Werken von und mit Tänzern der Dresden Frankfurt Dance Company zum Jahresende 2017 im Festspielhaus Hellerau aufgeführt werden.

Reichlich zwei Stunden Tanz (mit Pause) und insgesamt 16 Beiträge (mit 21 Mitwirkenden) fordern die Aufnahmefähigkeit der Zuschauer bei der Vorstellung im Grünen Saal der Palucca Hochschule deutlich heraus. Zumal es bei diesen Choreografien auffällig ist, dass da eine merkliche Konformität in der Bewegungssprache vorherrscht. Und wirklich originelle Erzählweisen sind eher die Ausnahme. Vorgestellt (und offenbar auch so verlangt) werden dabei ausschließlich Soli und Duette. Völlig verschwunden sind mittlerweile musikalische Live-Auftritte bei den Abschlussarbeiten. Vielleicht ist das eine Kostenfrage. Aber zu allen Zeiten waren an der Palucca Schule Musiker inspirierende Partner der Schüler und Studierenden. Nicht zuletzt auch bei Aufführungen.

Die kompakte Abfolge der Arbeiten, zumal, wenn man nicht alle Studierenden und diese so ganz genau in ihrer Entwicklung kennt, macht es schwierig, sich an jede Arbeit gleichermaßen zu erinnern. Da prägen sich vor allem die markanteren ein, wenn Tänzer Charaktere zeigen, außergewöhnliche Ideen haben oder auf eine Art und Weise tanzen, dass man beeindruckt ist. Was und wie sie sich vorstellen, entscheiden sie ja letztlich selbst, arbeiten jeweils mit Mentoren zusammen, finden Partner für Sound, Licht, Kostüme und sind auch dazu angehalten, „die Gestaltung und die Inhalte des Programmheftes“ selbst zu übernehmen. Erfahrungen, die immer wieder und in jeder Hinsicht von Nutzen sein können.

Mit „In Contro“ ist die Aufführung der Tanzabsolventen im Grünen Saal der Palucca Hochschule gestartet. Die Choreografie von Gaia Mentoglio, von ihr gemeinsam mit Dario Wilmington getanzt, teilt sich speziell auch über besondere Energien mit. Dass sie sich dabei inspirieren lässt von dem Gemälde „Narcissus“ von Caravaggio wäre zu erfahren gewesen beim rechtzeitigen Studieren des Begleittextes. Aber auch so, in freier Wahrnehmung, macht das Zusehen Freude, weckt die Neugier auf Nachfolgendes.

Wie zum Beispiel auch auf Swane Küpper in der eigenen Choreografie mit Dario Wilmington oder in der Arbeit „ATMA“ von und mit Sascha Paar. Eine eigenwillige Tänzerin, die man nicht übersehen kann. Und eingeprägt hat sich auch Johannes Goldbach in seiner Choreografie „HYS?“, gemeinsam getanzt mit James Potter. Bei ihm fällt auf, dass er es versteht, Bewegung im besten Sinne zu minimieren. Er zeigt konsequent das Notwendige, nicht zwingend das Mögliche, und so bekommt die Arbeit eine Prägnanz und Klarheit, die auffällt unter den Beiträgen. Auch, weil da zwei Tänzer mit erheblicher Bühnenerfahrung zu erleben sind; beide gehören bereits zum Corps de Ballet vom Semperoper Ballett.

www.palucca.eu

Von Gabriele Gorgas

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