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Provenienzforschung auch Kernaufgabe der Museen

Expertenmeinung Provenienzforschung auch Kernaufgabe der Museen

Provenienzforscher sehen die Herkunftsrecherche zu Kunstwerken als eine Kernarbeit der Museen. „Es setzt ein Umdenken ein, das wird die normale tägliche Aufgabe werden“, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Provenienzforschung, Uta Haug, am Rande des Frühjahrstreffens am Mittwoch in Dresden.

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Am Mittwoch fand das Frühjahrstreffen des Arbeitskreises Provenienzforschung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden statt.

Quelle: DNN/Archiv

Dresden. Provenienzforscher sehen die Herkunftsrecherche zu Kunstwerken als eine Kernarbeit der Museen. „Es setzt ein Umdenken ein, das wird die normale tägliche Aufgabe werden“, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Provenienzforschung, Uta Haug, am Rande des Frühjahrstreffens am Mittwoch in Dresden. Es müsse für alle Kollegen in Museen selbstverständlich sein, dass Provenienzen geprüft und klarer öffentlich dokumentiert werden. „Es braucht eine Änderung der Haltung von Kunst- und Kulturhistorikern“, sagte Haug, die an der Hamburger Kunsthalle arbeitet.

Jeder Kurator müsse ein bestimmtes Bewusstsein und die entsprechende Sensibilität dafür haben, sagte Gilbert Lupfer von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Nach Schätzung der Wissenschaftler sind bisher rund 30 Prozent der Museumsbestände hinsichtlich ihrer Provenienz erforscht. „Das bleibt ein Dauerthema, mit dem sich im Prinzip alle Sammlungen weiter beschäftigen werden“, erklärten sie.

Dem Arbeitskreis gehören rund 200 Experten aus Museen, Bibliotheken, Archiven, Kunsthandel oder Freiberufler aus europäischen Ländern und den USA an. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Provenienzforschung in den ostdeutschen Ländern, auch im Zusammenhang mit der sogenannten Schlossbergung - enteignetes Mobilar aus Adelsfamilien - im Zuge der DDR-Bodenreform nach dem Zweiten Weltkrieg oder Entziehungen nach DDR-Recht.

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