Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Positive Bilanz für die Staatsoperette im Kraftwerk Mitte nach 100 Tagen

Mehr als 42 000 Besucher Positive Bilanz für die Staatsoperette im Kraftwerk Mitte nach 100 Tagen

Für Wolfgang Schaller ist die „vollkommene Glückseligkeit“ in greifbarer Nähe. Warum, das gab er nach 100 Tagen in Dresdens neuer Kultur-Mitte auf einer Pressekonferenz bekannt.

Voriger Artikel
Philosophisches Publikumsgespräch zu Niklas Luhmann
Nächster Artikel
Uraufführung für Roma-Projekt in Dresden-Hellerau

Wolfgang Schaller im neuen Operettensaal.

Quelle: Stephan Floß

Dresden. Für Intendant Wolfgang Schaller ist die Bilanz nach 100 Tagen in Dresdens Mitte höchst erfreulich. Das zeigen die Besucherzahlen. Angenehm ist für ihn, dass neue Besucher hinzu gekommen und die bisherigen treu geblieben sind. Zudem lässt sich auch spürbare eine Verjüngung des Publikums feststellen.

Diese Tendenzen gilt es zu halten und auszubauen, und auch da stehen die Zeichen günstig. So ist der Online-Ticketverkauf im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent angestiegen, ein Plus ist auch beim Interesse der Touristen zu verzeichnen, so gab es jüngst auf der Internationalen Tourismusbörse erfreuliche Vertragsabschlüsse. Die Staatsoperette am neuen Standort ist auf dem besten Wege, ein Theater für alle Dresdner, Besucher aus dem Umland und die Gäste der Stadt zu werden.

Die ersten Premieren, so Wolfgang Schaller, stehen für das geplante künstlerische Format des Spielplanes. So erfreut sich die Eröffnungsproduktion „Orpheus in der Unterwelt“ großer Beliebtheit beim Publikum. Kritik, dass die Inszenierung auf politische Assoziationen verzichte, kann der Intendant annehmen, er aber stehe für die künstlerische Freiheit der Regisseure, in diesem Falle Arne Böge. Kam hier zudem die Qualität der direkten Akustik des neuen Theaters voll zu Geltung, so konnte man mit den Möglichkeiten der Variabilität der akustischen Anforderungen bei der Produktion des Musicals „Wonderful Town“ von Leonard Bernsteins punkten und zudem das künstlerische Anliegen deutlich machen, auch unbekannte Werke bedeutender Komponisten in Dresden vorzustellen.

Für die Gala gilt, so Schaller: Auch wenn hier Stargäste der internationalen Opernszene auftreten – der Star der Staatsoperette ist das Ensemble, das soll so bleiben. Und es ist eben erfreulich, dass sowohl für die Sänger als auch vor allem für das Orchester optimale Bedingungen zur Verfügung stehen.

Mit großem Respekt dankte der Intendant den Mitarbeitern des gesamten Personals für die Arbeit unter den neuen und zunächst eben auch ganz anderen Bedingungen: räumlich, technisch, akustisch. So konnte ein schwerwiegendes Problem durch den grandiosen Einsatz der Mitarbeiter behoben werden. Durch ein zunächst seitens der Herstellerfirma fehlerhaft geliefertes Tonpult war ein zweimaliger Austausch nötig geworden. Jetzt stimmt der Ton.

Auch das Problem der kalten Füße lässt sich lösen durch notwendige Veränderungen in der Klimatechnik.

Die Beschilderungen im Foyer und Eingangsbereich werden besucherfreundlicher, bei Doppelstufen im Treppenhaus werden zusätzliche Geländer angebracht, es wird künftig Streifenmarkierungen der Stufen geben. Zusätzliche Sitzgelegenheiten zum Verweilen in den Foyers sind geplant.

Und so wie die Orientierungshilfen im Innenbereich des Theaters bedürfnisgerechter werden sollen, so fehlt es vor allem noch im Außenbereich, denn hier ist es gar nicht so einfach, auf Anhieb das Theater zu finden, auch fehlt es noch an gut sichtbaren Parkplatzinformationen. Über eine Verlegung der Haltestelle der Straßenbahn auf der Schweriner Straße ist man im Gespräch.

Dass sich nicht alles gleich umsetzen lasse, ist klar, man müsse aber auch diese Dinge sehen auf dem Hintergrund dessen, was bislang geschafft wurde – und manche Dinge, wie der Angleich beider Theaterkassen, können wegen unterschiedlicher Systeme der Staatsoperette und des theaters junge generation erst zu Beginn der neuen Spielzeit möglich werden.

Empfehlenswert, so der Intendant, sei ja sowieso ein Anrecht, da gäbe es sogar bei Verhinderungen Tauschoptionen und warum nicht auch mal anderen eine Freude machen und Karten verschenken. Außerdem lohne es immer kurzfristig wegen eines Besuches anzurufen.

Für Wolfgang Schaller, voller Optimismus nach 100 Tagen, sind die Probleme lösbar, und dann, da ist er ganz sicher, „dann tritt die vollendete Glückseligkeit ein“.

www.staatsoperette-dresden.de

Von Boris Gruhl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr