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Neue Kunst am Neumarkt Dresden: Monument geht, Denkmal kommt

Denkmal für den permanenten Neuanfang Neue Kunst am Neumarkt Dresden: Monument geht, Denkmal kommt

Der Neumarkt bleibt auch nach dem geplanten Abbau der Skulptur „Monument“ Ort für Kunst im öffentlichen Raum. Die drei einer Barrikade in Aleppo nachempfundenen Busse werden noch bis zum 3. April dort stehen. Wenig später soll eine neue Skulptur ihren Platz finden: das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“.

Der Entwurf basiert auf einer umgebauten Hebebühne.

Quelle: Mutter/Genth

Dresden.  Der Neumarkt an der Dresdner Frauenkirche bleibt auch nach dem geplanten Abbau der Skulptur „Monument“ Ort für Kunst im öffentlichen Raum. Die drei einer Barrikade in Aleppo nachempfundenen Busse werden noch bis zum 3. April dort stehen. Wenig später soll nur ein paar Meter weiter in Richtung Johanneum eine neue Skulptur ihren Platz finden: das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“. Die Einweihung findet am 25. April 2017 statt, erklärte Manfred Wiemer, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz am Montag. Auch die Dauer ist bereits festgelegt: Zwei Jahre lang soll das Denkmal am Neumarkt stehen.

Der Entwurf basiert auf einer umgebauten Hebebühne.

Der Entwurf basiert auf einer umgebauten Hebebühne.

Quelle: Mutter/Genth

Die Dresdner Kunstkommission hat sich für die Umsetzung des Projekts der Hamburger Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth ausgesprochen. Das Duo hatte sein Vorhaben schon 2011 in Dresden bei einem Symposium zu Kunst im öffentlichen Raum präsentiert. Der Entwurf basiert auf einer umgebauten Hebebühne, auf deren Plattform verschiedene Elemente Dresdner Denkmäler wie der Trümmerfrau oder des Mozartbrunnens zu einem neuen Kunstwerk verschmolzen werden sollen. Die Höhe des „Denkmals für den permanenten Neuanfang“ wird knapp 7,50 Meter betragen. Zum Vergleich: Die „Monument“-Busse des syrisch-deutschen Künstlers Manaf Halbouni ragen zwölf Meter in den Himmel.

„Durch seine distanzierte Position zu den vorhandenen Denkmälern Friedrich August II. und Martin Luthers“ würde es dazu führen, den zeitgemäßen Umgang mit dem Begriff Denkmal zu diskutieren, äußerte sich die Kunstkommission. Dass es dabei „nicht an ein Ereignis oder eine Person der Geschichte, sondern an die Gegenwart erinnert, wird als geschickter Kommentar zum Dresdner Mythos und zur (Neu-)Erfindung dieser Stadt bewertet“.

Mutter und Genth haben schon verschiedene Kunstprojekte im öffentlichen Raum umgesetzt. Stellvertretend dafür steht die seit November 2013 begehbare Riesenskulptur „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ im Duisburger Angerpark.

Von Torsten Klaus

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