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Künstler arbeiten mit Migranten

Ausstellung „Fremdvertraut“ in Gedenkstätte Künstler arbeiten mit Migranten

Der syrisch-deutsche Bildhauer Manaf Halbouni (bekannt durch seine Bus-Installation auf dem Dresdner Neumarkt) und die Dresdner Malerin Susan Donath öffneten vor einiger Zeit ihre Ateliers für Geflüchtete, bzw. luden sie in die Räume des Künstlerbundes ein. In einer kleinen Ausstellung im Festsaal der Gedenkstätte sind nun die Ergebnisse zu sehen.

Zwölf Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben an diesem Plakat mitgewirkt.
 

Quelle: Heinz Weissflog

Dresden.  Der syrisch-deutsche Bildhauer Manaf Halbouni (bekannt durch seine Bus-Installation auf dem Dresdner Neumarkt) und die Dresdner Malerin Susan Donath öffneten vor einiger Zeit ihre Ateliers für Geflüchtete, bzw. luden sie in die Räume des Künstlerbundes ein, um sie mit der Praxis künstlerischer Arbeit vertraut zu machen, sich mit deren Werken auseinanderzusetzen und mit ihnen über ihre Probleme zu reden. Die sich anschließenden Workshops von Elena Pagel und Stefan Schadewaldt mit 30 Geflüchteten aus Eritrea, Syrien, Somalia, dem Irak und Afghanistan in den Räumen der Gedenkstätte Bautzner Straße sollten vor allem helfen, unbewältigte Traumata des Krieges und der Flucht durch gestalterische Arbeit mit unterschiedlichen Materialien zu verarbeiten. In einer kleinen Ausstellung des vom Künstlerbund Dresden initiierten und betreuten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes sind nun die Ergebnisse in der 1. Etage der Gedenkstätte (Festsaal) zu sehen, bei denen es nicht um künstlerische Perfektion geht, sondern um brauchbare Zeugnisse individueller Krisenbewältigung, die auch ein Licht auf die Innenwelt der Betroffenen werfen.

Dabei standen nicht die Ergebnisse sondern vor allem der Prozess und die Chance, den Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, sich in Workshops mit dem Leben und Werk von Manaf Halbouni und Susan Donath aktiv auseinanderzusetzen im Mittelpunkt des Projektes. Wenn man sich mit den Arbeiten genauer beschäftigt, so offenbaren sie geheime Träume, Ängste und Erinnerungen, schmerzvolle, von Trauer und Abschied erfüllte, sehr emotionale Regungen, die in Bildern und Objekten ihren Niederschlag gefunden haben. Immer wieder werden in ihnen Geschichten erzählt, sei es in einfachen, noch naiven Arbeiten auf Papier oder mit selbst gebauten Objekten aus Pappe, die mit Farbe bemalt wurden. So sind eine dreidimensionale Landkarte des Irak, ein Traum-oder Wunschgarten, ein riesiges, friesartiges Wandbild, an dem 12 Geflüchtete arbeiteten oder auch abstrakte Arbeiten in den Workshops entstanden. Neben dem Projektträger, dem Künstlerbund Dresden e.V. waren das Dresdner Institut für Fortbildung, der Verein Kultur Aktiv e.V. und die Gedenkstätte Bautzner Straße am Projekt beteiligt.

Werke von Geflüchteten sind in der Gedenkstätte ausgestellt

Werke von Geflüchteten sind in der Gedenkstätte ausgestellt. So auch diese symbolische Landkarte des Irak.

Quelle: Heinz Weissflog

Bis 16. November. Gedenkstätte Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden, geöffnet Mo-So 10-18 Uhr/Am 11/12. November findet in der Gedenkstätte ein Comic Workshop mit dem syrischen Cartoonisten Fares Garabet statt. Er richtet sich an Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Jung und Alt, Anfänger und Comicfans. Es werden Grundlagen des Comiczeichnens vermittelt.

Von Heinz Weissflog

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