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„Klassik picknickt“ Nr. 10

Mit Plácido Domingo und Lang Lang „Klassik picknickt“ Nr. 10

Über kurz oder lang kommt jeder große Künstler nach Dresden. Über Lang Lang, den permanent mit dem „Star“-Attribut versehenen Pianisten aus China, haben sich seine Fans hier schon wiederholt freuen dürften. Bei Plácido Domingo, einem der weltweit bekanntesten Tenöre, hat es etwas länger gedauert.

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Plácido Domingo wird beim 10. „Klassik picknickt“ zum ersten mal in Dresden auftreten.

Quelle: André Kempner

Dresden. Über kurz oder lang kommt jeder große Künstler nach Dresden. Über Lang Lang, den permanent mit dem „Star“-Attribut versehenen Pianisten aus China, haben sich seine Fans hier schon wiederholt freuen dürften. Bei Plácido Domingo, einem der weltweit bekanntesten Tenöre, hat es etwas länger gedauert. Er gibt nun als Dirigent sein Dresden-Debüt.

Die beiden Künstler werden am 17. Juni zu einem gemeinsamen Open-Air-Konzert mit der Sächsischen Staatskapelle erwartet und bei der zehnten Fortsetzung von „Klassik picknickt“ auftreten. Orchesterdirektor Jan Nast hat gestern erklärt, wie es zu dieser faszinierenden Kopplung gekommen ist: „Plácido Domingo ist einer der größten Künstler unserer Zeit. 2009 stand er beim Echo-Klassik-Preis auf der Bühne unserer Oper, er schaute damals in den Zuschauerraum und meinte ganz fasziniert, er wäre schon auf der ganzen Welt unterwegs gewesen, sei aber noch nie in Dresden aufgetreten. Das könne er gar nicht verstehen und wollte es unbedingt nachholen.“

Ganz große Namen also zum zehnten Jubiläum von „Klassik picknickt“, das freilich schon in der Vergangenheit mit namhaften Künstlerpersönlichkeiten und großartigen Programmen aufwarten konnte. Erinnert sei nur an den „Russischen Abend“ mit Michail Jurowski und dem Trompeter Sergej Nakariakov oder an den serbischen „Teufelsgeiger“ Nemanja Radulovic im vergangenen Jahr. Traditionell fanden diese Konzerte auf der Wiese vor der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen statt, um die enge Partnerschaft zwischen dem Unternehmen und der Staatskapelle zu dokumentieren.

Weil dort derzeit gebaut wird und man aufgrund der Prominenz von Domingo und Lang mit noch einmal mehr Publikumszuspruch als bisher rechnet, gibt es das Konzertereignis 2017 auf der sogenannten Cockerwiese gleich gegenüber.

Auf dem Programm, das ebenfalls gestern vorgestellt wurde, stehen neben der Ouvertüre zu Verdis „La forza del destino“ („Die Macht des Schicksals“) und der „Carmen-Suite“ Nr. 1 von Georges Bizet das b-Moll-Klavierkonzert von Peter Tschaikowski sowie Aaron Coplands „Story of Our Town“ für Klavier und Orchester. Nach dieser Liebeserklärung an New York folgt Tschaikowskis „Capriccio Italien“ als furioser „Rausschmeißer“ in eine hoffentlich sommerliche Nacht. Bis zu 8000 Gäste können an diesem Musikereignis für die ganze Familie teilhaben.

Bereits vor diesem Jubiläumskonzert startet „Klassik picknickt“ in diesem Jahr mit einem „Extra“ der Kapelle für Kids. Deren Initiator und Moderator Julius Rönnebeck, im Hauptberuf Hornist der Staatskapelle, versprach ein Kinderprogramm mit Puppe Alma und seiner Kollegin Magdalene Schaefer, in dessen Zentrum eine musikalische Reise in den Dschungel stehen soll. Dort ist der kleine Elefant Babar unterwegs, zu hören gibt es hinreißende Musik von Francis Poulenc in der Orchestrierung durch Jean Francaix.

Der Juni-Samstag soll also beinahe ganztags ein sommerliches Musikfest werden, bei dem sich Kunst und Kultur mit Kulinarik verbinden. Das Picknick-Programm hat diesmal allerdings auch seinen Preis: Tribünenplätze kosten am Abend pro Person 30 Euro, Wiesenplätze sind für 15 Euro zu haben, bleiben für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren aber kostenfrei. Das Konzert beginnt um 21 Uhr (Einlass ab 18 Uhr). Zur 11 Uhr beginnenden Kapelle für Kids öffnen die Tore eine Stunde vorab zu Preisen von lediglich 3 Euro (bis 16 Jahre) bzw. 5 Euro.

Der Vorverkauf startet am morgigen Freitag pünktlich 10 Uhr in der Schinkelwache sowie online unter www.glaesernemanufaktur.de/klassik_picknickt_2017.

Von Michael Ernst

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