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Interim für Operette: Leuben hat schlechte Karten

Nach Havarie Interim für Operette: Leuben hat schlechte Karten

Bei der Suche nach einer Ausweichspielstätte für die von einer Havarie betroffene Staatsoperette Dresden hat der ehemalige Standort des Hauses in Leuben schlechte Karten.

Die durch eine Havarie geflutete Operettenbühne im Kraftwerk Mitte.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Bei der Suche nach einer Ausweichspielstätte für die von einer Havarie betroffene Staatsoperette Dresden hat der ehemalige Standort des Hauses in Leuben schlechte Karten. „Erste Erkenntnisse deuten auf einen unverhältnismäßig hohen baulichen und finanziellen Aufwand hin, da gerade der Standort Leuben mit dem Auszug der Staatsoperette 2016 weitgehend beräumt und technisch stillgelegt wurde“, antwortete Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) per E-Mail auf eine DNN-Anfrage. Sie habe in einem Rundschreiben alle Intendanten und Einrichtungsleiter, „die über Spielstätten in angemessener Größe und Ausstattung verfügen“, um die kurzfristige Prüfung von Kapazitäten und auch den technischen Voraussetzungen gebeten, fügte Klepsch an. „Hier liegen erste Angebote vor.“

Die Bühne der Staatsoperette im Kraftwerk Mitte war am Mittwochmorgen nach der Havarie einer Sprinkleranlage unter Wasser gesetzt worden (DNN berichteten). Nach dem Bedienfehler eines Mitarbeiters einer Wartungsfirma gingen rund 16 000 Liter Wasser nieder. Bis Ende November sind alle Operettenvorstellungen abgesagt. Bereits gekaufte Tickets können zurückgegeben werden. Dem Haus entstehen Einnahmeeinbußen von rund 380 000 Euro. Die Vorstellungen des ebenfalls im Kraftwerk beheimateten Theaters Junge Generation sind von den Folgen der Havarie nicht betroffen.

Zur Bewältigung der Notsituation der Staatsoperette sei ein Krisenstab gebildet worden, teilte Klepsch weiter mit. „Dieser soll über die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Staatsoperette im Kraftwerk Mitte, die Prüfung von Ausweichspielstätten, die Bewältigung der wirtschaftlichen Schäden sowie die rechtssichere Abwicklung der damit verbundenen Vorgänge beraten und die notwendigen Maßnahmen festlegen.“ Dem Krisenstab gehören laut Klepsch die Leitungen der Staatsoperette, der Eigentümergesellschaft Kommunale Immobilien Dresden (KID) sowie verschiedene Ämter der Stadtverwaltung an.

Eine detaillierte Analyse der Schäden stehe nun an. „Auskunft über die Höhe des Sachschadens, Maßnahmen zur Schadensbehebung und über das weitere Vorgehen können wir voraussichtlich in der kommenden Woche geben, wenn erste Ergebnisse der Analyse vorliegen.“

www.staatsopertette.de

Von Torsten Klaus

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