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Frischer Wind im Johannstädter Chor: Ursula Ziegler übergibt musikalischen Staffelstab an Susanne Antkowiak

Frischer Wind im Johannstädter Chor: Ursula Ziegler übergibt musikalischen Staffelstab an Susanne Antkowiak

In diesem Jahr feiert der Johannstädter Frauenchor nicht nur 20-jähriges Bestehen, sondern beginnt die Saison auch unter neuer Leitung. Bisher hatte diese Ursula Ziegler inne.

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Schweren Herzens übergibt Ursula Ziegler die Leitung des Johannstädter Seniorenchores an die Gesangspädagogin Susanne Antkowiak.

Quelle: Christian Juppe

Vor genau 20 Jahren gründete sie den Seniorenchor in der Johannstadt. "Ich habe früher sehr viel mit Kindern gearbeitet, als freischaffende Gesangspädagogin. Ich gab ihnen Unterricht in Gesang und Stimmbildung und habe die Kinder auf Prüfungen zum Beispiel für den Philharmonischen Chor vorbereitet", erinnert sie sich.

Vor über 20 Jahren wurde dann in der Johannstadt der Kulturtreff gegründet. Ursula Ziegler wurde angesprochen, einen Kinderchor zu gründen. "Es kamen viele Ältere nach dem Weihnachtskonzert auf mich zu und fragten, ob es nicht einen Chor für Erwachsene oder Senioren gäbe", erzählt sie. Kurzerhand hing sie einen Aufruf in das Fenster des Johannstädter Kulturtreffs. Eine Woche später begann der Unterricht - mit vier Mitgliedern. Mit denen fing Ursula Ziegler an, kleine Lieder zu singen und Übungen zu machen. Die Sänger brachten eigene Lieder mit und erzählten Freunden und Bekannten von dem Chor. "Mit der Zeit hat es sich rumgesprochen und wir sind gewachsen. Seit vielen Jahren sind es nun etwa 25 Frauen, sechs davon sind fast von Beginn an dabei", meint Ziegler. Was dementsprechend auffällt - keine einzige männliche Stimme ist zu hören. Das liegt nicht etwa daran, dass keine Männer erwünscht wären, es melden sich nur einfach keine.

Seit einiger Zeit hat Ursula Ziegler allerdings Probleme mit Augen und Ohren. "Man will es natürlich nicht wahrhaben, aber ich musste mir vor einigen Wochen dann doch eingestehen, dass ich die Leitung nicht mehr übernehmen kann", sagt sie. Deswegen hörten sie, die Mitglieder und der Kulturtreff sich schweren Herzens nach einer neuen Leiterin um und fanden sie auch schnell.

Die 55-jährige Chordirigentin Susanne Antkowiak ist nun schon seit etwa zwei Wochen Chorleiterin in der Johannstadt. "Ich wurde eines Tages von Kerstin Berger, der Leiterin des Kulturtreffs, angerufen. Sie erklärte mir, dass die alte Leiterin aufhöre und sie über die Empfehlung eines Chormitgliedes auf mich gekommen sind", erzählt Antkowiak.

Die 55-Jährige ist seit etwa 25 Jahren freischaffend. Sie unterrichtet Klavier und Gesang und leitet Kurse für Rhythmik und Tanz. Auch mit Chören hat sie schon Erfahrung: sie leitete jahrelang den Striesener Männerchor.

Im Johannstädter Frauenchor legt sie auch Wert auf intensive Stimmbildung zur Entwicklung des Chorklangs. Susanne Antkowiak möchte weiterhin die Mitgliederzahl halten und auch noch jüngere, neue Chormitglieder werben, damit auch das Bestehen des Chores gesichert ist. Umstrukturierungen im Repertoire oder grundsätzliche Veränderungen stehen allerdings nicht an. "In erster Linie besteht dieser Chor zum Spaß an der Freude. Hier drängt keiner auf Auftritte", sagt Antkowiak. Kleine Auftritte hat der Chor regelmäßig in Altersheimen der Stadt, aber auch zum Weihnachts- oder Sommerfest tragen sie zum Programm des Johannstädter Kulturtreffs e.V. bei. Die Liedauswahl ist breit gefächert und reicht von Volksliedern über Kunstlieder bis zum Chanson.

Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Frauen bei etwa 75, es gibt allerdings auch Sängerinnen, die schon weit über 80 Jahre alt sind. "Viele Ehemalige halten weiterhin den Kontakt zum Chor und trinken mal einen Kaffee, auch wenn sie wegen des Alters oder einer Krankheit nicht mehr regelmäßig kommen können", sagt Kerstin Berger vom Kulturtreff. Neue gesangsbegeisterte Senioren sind dem Chor immer willkommen. Interessierte können montags zwischen 10.30 und 12.30 Uhr vorbeikommen.

@Weitere Informationen unter: www.johannstaedterkulturtreff.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2013

Sophie Folgmann

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