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Dresdner Philharmonie mit Opernprojekt für Kinder

Märchenstunde mit Chor und Orchester Dresdner Philharmonie mit Opernprojekt für Kinder

Mit einem Opernprojekt für Kinder wagt sich die Dresdner Philharmonie noch kurz vor der Eröffnung des Kulturpalastes in ganz neue Gefilde vor. „Die arabische Prinzessin – oder: Das wiedergeschenkte Leben“ heißt das Stück – und es dürfte den meisten Dresdnern wohl unbekannt sein.

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Probe für das musikalische Märchen „Die arabische Prinzessin – oder: Das wiedergeschenkte Leben“.

Quelle: Jörg Simanowski

Dresden.

Marita Erxleben erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin und Choreografin in Berlin. Seit 2009 hat sie zudem ihre Liebe für die Regie entdeckt. „Mich hat die Arbeit am Theater schon immer gereizt, und Tobias Wellemeyer, damals Intendant am Potsdamer Theater, hat diese Seite in mir wachgerüttelt“, sagt sie. Seither hat Marita Erxleben schon zahlreiche Stücke vor allem für Kinder- und Jugendtheater inszeniert, darunter auch eine Oper an der Kammerakademie Potsdam sowie Tanzprojekte in einer JVA und mit Heimkindern. „Das Projekt in Dresden ist nun ein ganz neuer Schritt. Ich betrachte es als großes Geschenk, hier mit einem so wundervollen Team arbeiten zu können“, schwärmt sie.

Für ihre Arbeit bindet Marita Erxleben am liebsten alle Beteiligten mit ein. „Der Philharmonische Kinderchor hat sich sofort offen gezeigt, auch szenisch aktiv zu werden“, sagt sie begeistert. Die Eltern seien zudem eine große Unterstützung – denn auch die Kinder betreten mit dem Projekt Neuland. „Zum Glück waren alle von Anfang an mit Leidenschaft dabei“, sagt die Regisseurin. Sie selbst habe sich zunächst intensiv mit dem Märchenstoff auseinandergesetzt, viel darüber gelesen und recherchiert. Das arabische Märchen handelt von der Liebe der Prinzessin Amirah zu dem Fischer Jamil und erzählt vom Glück, das man erleben kann, wenn Menschen füreinander einstehen. Für Marita Erxleben geht es auch um die Frage, was Liebe bewirken kann. „Es stellt zwei Außenseiter an den Anfang und behandelt philosophische Fragen. Nicht zuletzt geht es für mich darum, ob man sich überhaupt noch Märchen erzählen sollte“, sagt sie – und ist auch schon in ihrem Element.

Mit den Chorkindern habe sie sich im Vorfeld lange über die Handlung unterhalten und zusammen erarbeitet, wie sie den Inhalt auf die Bühne bringen wollen. Das Schöne an dem Konzept sei, dass so alle voneinander lernen und eigene Ideen einbringen können. „Ich suche in den Stücken meist eine poetische Erzählweise, versuche mehrere Ebenen einzubauen, so dass sich nicht nur die Kinder, sondern auch erwachsene Zuschauer wiederfinden“, sagt Marita Erxleben. Als Tänzerin spielt natürlich auch die Bewegung für sie eine große Rolle. „Alle meine Stücke sind bewegt, der Tanz fliegt da natürlich automatisch mit rein. Das heißt aber nicht, dass ich aus Sängern und Schauspielern jetzt Tänzer mache, es ist eher so, dass ich versuche, Text und Bilder überein zu bringen“, sagt sie.

Die Proben für das Projekt laufen bereits seit Herbst 2016, nach und nach werden nun die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengefügt. Das Besondere an dieser Arbeit sei die Begegnung mit so vielen Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen, sagt Marita Erxleben. Neben dem Chor und den Philharmonikern steht auch der Oud-Spieler Thabet Azzawi mit auf der Bühne. Studierende der Dresdner Hochschule für Bildende Künste entwerfen die Kostüme, die Bühnenbildnerin Julia Schiller kommt aus Berlin. Begleitend zu dieser Arbeit fand zudem ein Workshop mit Flüchtlingskindern und Dresdner Kindern auf Arabisch und Deutsch statt. „Auch das hat mir Impulse für die Inszenierung gegeben“, sagt Marita Erxleben.

Premiere ist am 12. März im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, die Märchenoper wird insgesamt elf Mal dort gespielt.

Von Nicole Czerwinka

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