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Dresdner Musikfestspiele werben für andere Kulturen

Jubiläumsausgabe Dresdner Musikfestspiele werben für andere Kulturen

Die 40. Dresdner Musikfestspiele verbinden ihre Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Licht“ mit einer Botschaft der Humanität. Intendant Jan Vogler hofft durch die Festspiele den Besuchern zeigen zu können, wie schön es ist, verschiedene Kulturen kennenzulernen und durch Kultur mit anderen Menschen zusammenzukommen.

Das Projekt " Klingende Stadt " bei den der Dresdner Musikfestspielen 2016.

Quelle: Oliver Killig

Die 40. Dresdner Musikfestspiele verbinden ihre Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Licht“ mit einer Botschaft der Humanität. „Wir wollen den Leuten zeigen, wie schön es ist, verschiedene Kulturen kennenzulernen und durch Kultur mit anderen Menschen zusammenzukommen“, sagte Intendant Jan Vogler der Deutschen Presse-Agentur. Das alles trage zum Verständnis untereinander bei: „Die Gesellschaft braucht kulturelle Erlebnisse, etwas, was die Menschen zusammenbringt. Das ist ein Ausdruck von Demokratie und stärkt Demokratie.“ Die Festspiele beginnen an diesem Donnerstag.

Vogler zufolge spiegelt das Motto viele Facetten. „In erster Linie möchten wir damit natürlich Motivation, Freude, Schwung und Frische vermitteln. Das sind alles Dinge, nach denen sich Menschen nach einem langen Winter mit viel Dunkelheit sehnen“, sagte der Cellist. Zugleich gehe es um das „Licht der Aufklärung“, das Musiker zu allen Zeiten bewegt hat: „Musik war immer aufklärerisch - schon bei Bach und natürlich auch in der Klassik bei Beethoven.“ Auch wenn sich das in der Romantik später etwas verklärt habe, so schimmere die Sehnsucht nach Aufklärung immer wieder durch.

„So habe ich selbst die Festspiele in ihren Anfängen kennengelernt, als ich noch als Jugendlicher nach Dresden gefahren bin und im Kulturpalast die New Yorker Philharmoniker hörte. Das war für mich eine völlig neue Welt. Es hat meinen eigenen Horizont erweitert“, sagte Vogler. Das sei ein ganz ureigener Sinn der Festspiele: „Licht braucht jeder, auch jede Stadt und Kultur.“ Es wäre aber falsch, das Motto als Reaktion auf die Umtriebe der Angstmacher von Pegida in Dresden zu reduzieren. Das wäre viel zu eng gefasst: „Das Motto soll auch sagen: Die Zukunft kann noch besser sein – für alle Menschen.“

Nach Ansicht Voglers haben die Musikfestspiele dazu beigetragen, Dresden bekannter zu machen. „Das Festival wird international viel stärker wahrgenommen als früher. Ich spüre das bei Interviewanfragen aus aller Welt. Dresden hat sich als internationales Festival etabliert“, betonte der Intendant. Als Beleg nannte er auch steigende Besucherzahlen - auch bei Musikfans aus dem Ausland. „Auch für die Dresdner Stadtpolitik sind wir ein wichtiges Instrument, Dresden voranzubringen, vor allem bei der Bewerbung um die Kulturhauptstadt Europas 2025.“

Den besonderen Charme der Festspiele sieht Vogler auch in der Vielfalt der Spielstätten: „Wir haben 22 stimmungsvolle Spielstätten überall in der Stadt und können ganz unterschiedliche Musik in sehr verschiedenen Sälen präsentieren.“ Das sei ein großer Wettbewerbsvorteil. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Kulturpalast nun einen modernen und akustisch guten Konzertsaal nutzen können, der das Spektrum der Spielstätten um ein wichtiges Filetstück ergänzt.“ Künftig seien dann die Festspiele mit „Palastkonzerten“ und herausragenden Künstlern das ganze Jahr über präsent.

dpa

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