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Dresden will mit Dance Company verlängern – weniger Zuschuss und Veranstaltungen

Kultur Dresden will mit Dance Company verlängern – weniger Zuschuss und Veranstaltungen

Dresden will weiter mit der Dresden Frankfurt Dance Company – der früheren Forsythe Company – zusammenarbeiten. Dazu soll der Stadtrat dem Oberbürgermeister den Auftrag zur Vertragsverlängerung erteilen. Eine entsprechende Vorlage haben die Stadträte jetzt zur Beratung auf dem Tisch.

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Die Dresden Frankfurt Dance Company im Festspielhaus Hellerau.

Quelle: Archiv/Dominik Mentzos

Dresden. Die Landeshauptstadt will den Vertrag mit der Dance Company in Hellerau bis zum 31. Dezember 2021 verlängern. Dazu soll der Stadtrat den Oberbürgermeister beauftragen, heißt es in einer Beschlussvorlage aus dem Geschäftsbereich von Annekatrin Klepsch (Linke) für die Stadträte. Der Zuschuss und die Zahl der Veranstaltungen soll leicht sinken.

In einer „deutschlandweit bislang einmaligen Kooperation“, wie es in der Vorlagebegründung heißt, finanzieren das Land Hessen, der Freistaat Sachsen, die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Dresden seit dem Jahr 2004 die Residenz der Dresden Frankfurt Dance Company – bis 2015 „The Forsythe Company“ – im Bockenheimer Depot Frankfurt und im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau. Der Finanzierungsanteil des Freistaates Sachsen wird dabei indirekt erbracht, indem der Zuschuss der Landeshauptstadt Dresden an die Company in Höhe von 1 500 000 EUR/Jahr auf die Interessenquote aus der Vereinbarung mit dem Land Sachsen zur gemeinsamen Finanzierung der Landeskultureinrichtungen in Dresden angerechnet wird.

Die bisherige Vereinbarung läuft noch bis Ende 2018, laut Vertragstext sollte bis Ende 2016 über die Verlängerung entschieden werden. Das ist zwar nicht ganz gelungen, die Verhandlungen zwischen Company, dem Klepsch-Ressort sowie dem sächsischen Kunstministerium und den hessischen Kooperationspartnern hätten alle Seiten „grundsätzlich Interesse an einer befristeten Fortsetzung der Kooperation“ gezeigt.

Dafür spreche unter anderem das künstlerische Ergebnis, das die neuformierte Company in mehreren nunmehr abgeschlossenen Premierenzyklen präsentierte. Das internationale Renommee des Ensembles in der Fachwelt sei als beträchtlich einzuschätzen.

Positiv entwickelt hätten sich auch die Besucherzahlen: Die Dresden Frankfurt Dance Company verzeichnete 2015 insgesamt 3728 und 2016 insgesamt 4933 Besucher in Dresden. Dies entspreche einem Zuwachs von 1525 Besucherinnen seit 2013 (3408 Besucher) – ein Anstieg von etwa 45 Prozent. Die Company habe außerdem ihre zusätzlichen kooperierenden Aktivitäten mit örtlichen Partnern, beispielsweise durch den kontinuierlichen Einsatz von Studierenden der Palucca Hochschule für Tanz, regelmäßige Weiterbildungsangebote für freie Tanzschaffende (Tanznetz Dresden) und vielfältige Vermittlungsformate für Schulen verstetigt.

Die bis 2015 als Forsythe Company bekannte Truppe benannte sich nach dem Weggang ihres Chefs um in Dresden Frankfurt Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf.

Mit mindestens 23 Vorstellungen jährlich bleibt laut Vorlage die Präsenz nahezu erhalten – in der laufenden Kooperationsvereinbarung seien mindestens 25 Vorstellungen vereinbart. Der finanzielle Zuschuss der Landeshauptstadt verringere sich um 120 000 Euro im Jahr. Hinzu kämen voraussichtliche Einsparungen bei den Übernachtungen und sonstige Vertragsleistungen der Landeshauptstadt, so dass mit der vorgeschlagenen Kooperationsvereinbarung ab 2019 insgesamt etwa 200 000 Euro im Budget des Europäischen Zentrums der Künste freigesetzt werden könnten.

Diese Mittel stünden dann – entsprechende Entscheidungen der zukünftigen künstlerischen Leitung vorausgesetzt – beispielsweise für die weitere Förderung freier Tanzproduktionen im Europäischen Zentrum zur Verfügung. Zugleich sei mit der finanziellen Gesamtleistung der Landeshauptstadt für die Company gewährleistet, dass der Anrechnungsbetrag von 1,5 Millionen Euro aus der Vereinbarung mit dem Freistaat zur gemeinsamen Finanzierung der Landeskultureinrichtungen ab 2019 weiterhin erfüllt wird.

Nach Kultur- und Finanzausschuss wird sich abschließend der Stadtrat mit der Vorlage befassen.

Von Ingolf Pleil

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