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Die Dresdner Philharmonie lädt ein: Staatsoperette im Kulturpalast

Nach dem Wasserschaden im Kraftwerk Mitte Die Dresdner Philharmonie lädt ein: Staatsoperette im Kulturpalast

Die Dresdner Philharmonie lädt das Orchester der Staatsoperette in den Kulturpalast zum gemeinsamen Konzert ein. Ein solidarischer Gedanke, denn die Operette kann nicht bespielt werden, nachdem sie durch einen missglückten Sprinkleranlagentest und 16 000 Liter Wasser beschädigt wurde.

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Noch hinter der Absperrung: der Schadensbereich auf der Bühne der Staatsoperette.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Die Initiative kam von den Musikern beider Orchester selbst: Ein gemeinsames Konzert zu veranstalten, indem der eine Klangkörper, der sein vor einem knappen Jahr freudig in Besitz genommenes neues Haus nicht mehr bespielen kann, bei dem anderen gastiert. Die Rede ist vom Orchester der Staatsoperette Dresden, deren Theater durch einen missglückten Sprinkleranlagentest derart beschädigt ist, dass, so Intendant Wolfgang Schaller, letztlich noch nicht abzusehen ist, wann der Spielbetrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen werden kann. 16 000 Liter Wasser hatten sich über den Bühnenbereich ergossen und Scheinwerfer, Audio- und Videoanlage, Bühnenboden, Instrumente und Unterbühnenmaschinerie beschädigt (DNN berichteten). Die Schadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens fünf Millionen Euro.

Um dem Desaster wenigstens etwas Positives abzugewinnen, gibt das Operettenorchester also sein Debüt im wiedereröffneten Kulturpalast und gestaltet mit Solisten und der „Gastgeberin“, der Dresdner Philharmonie, am 5. November einen vielgestaltigen musikalischen Sonntagvormittag. Von Bach bis Bernstein heißt es dann, im ersten Teil musizieren die Philharmoniker unter Leitung Bertrand de Billys Mozarts g-Moll-Sinfonie. Kreuzorganist Holger Gehring, Kustos der neuen Konzertorgel im Kulturpalast, wird Johann Sebastian Bachs grandiose Toccata und Fuge d-Moll spielen, und im zweiten Teil geht es dann ins Land der Operette und des Musicals, wenn bekannte Melodien u.a. aus der „Fledermaus“, „Land des Lächelns“ und „Wonderful Town“ erklingen. Am Pult steht der 1. Kapellmeister der Staatsoperette, Christian Garbosnik.

Die Ankündigung für dieses besondere Zusammentreffen zweier Dresdner Ensembles verknüpft Schaller zugleich mit dem eindringlichen Appell an alle, die für die Behebung des Schadens Verantwortung tragen, so schnell wie möglich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Kraftwerk Mitte zu ermöglichen und Entscheidungen nicht unter dem Zwang zur Sparsamkeit zu treffen.

Immerhin, es zeichnet sich ab, dass die Bühne vor dem Eisernen Vorhang, das Orchesterpodium und der Zuschauerraum wieder genutzt werden können. Dann werden dort zunächst die Gastspiele der Dresdner Jazztage am 5., 12. und 13. November wie angekündigt stattfinden, und auch die Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie 2017 kann am 6. November „über die Bühne“ gehen.

Darüber hinaus aber wird es im November keine Veranstaltungen in der Staatsoperette geben, in der nächsten Woche aber soll ein Ersatzspielplan für die kommende Zeit bekannt gegeben werden.

Die Dresdner Philharmonie lädt ein: Staatsoperette im Kulturpalast, 5. November, 11 Uhr. Karten für 10 Euro an der Theaterkasse der Staatsoperette, im Kulturpalast und an allen bekannten VVK-Stellen
online: www. dresdnerphilharmonie.de, Tel. 0351/4866866

Von Kerstin Leiße

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