Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dave Gahan und Co. an der Elbe: Routiniertes Depeche-Mode-Konzert in Dresden

Im Ostragehege Dave Gahan und Co. an der Elbe: Routiniertes Depeche-Mode-Konzert in Dresden

Mit "Personal Jesus" verabschiedeten sich die Großmeister aus Großbritannien: Depeche Mode haben am Mittwochabend auf ihrer Spirit-Welttournee im Dresdner Ostragehege Station gemacht.

Depeche Mode beim Konzert in Dresden

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Menschen am Mittwochabend aufs Konzertgelände im Ostragehege. Depeche Mode hat geladen, knapp 30.000 Fans sind der kostspieligen Einladung gefolgt. Die Sportplätze ringsum sind abgesperrt und verwaist, dazwischen recken ein paar Zaungäste auf Picknickdecken die Hälse. Auch die gemütlichen Altbauten des Messegeländes staunen durch die Bäume in Richtung der großen, funkelnden Bühne auf der Wiese.

Vor tausenden Fans im Dresdner Ostragehege hat die Kultband Depeche Mode am Mittwochabend ein umjubeltes Konzert gespielt.

Zur Bildergalerie

Kurz vor halb neun klingt der letzte Schlagzeug-Soundcheck, als ob jemand das Instrument für etwas bestrafen will. Es folgt ein akustischer Bildschirmschoner, der Paul Kalkbrenner sicher gefallen würde. Die Bassdrum wird lauter, kündigt an, dass es gleich losgeht und da: „Revolution“! Von den Beatles! Stark. Auf der LED-Wand marschieren zwei weiße Unterschenkel los, die Menge tobt. Weil der Synthesizer Depeche Mode-mäßig düster loslegt, verdeckt eine Wolke augenblicklich die penetrant gut gelaunte Abendsonne. Vor der kunterbunten LED-Wand tänzelt sich Dave Gahan mit dem Rücken zum Publikum ein. Als er sich schließlich umdreht und schmierig in die Menge grinst, würde man ihm in seiner Dünnbärtigkeit, Haare-zurück-Gekämmtheit und Offenen-Hemdhaftigkeit glatt jeden Kadett C der Welt mit jedem Kilometerstand der Welt abkaufen.

Der Sound ist gut, Gahan singt toll, vielleicht mit etwas hellerer Stimme als gedacht. Schon nach dem ersten Song („Going Backwards“) legt er das Glitzersakko ab und damit die Glitzerweste frei. Er gockelt in den zweiten Song hinein („So Much Love“, ebenfalls vom neuen Album „Spirit“) und tanzt darin wie immer – wie ein 14-jähriges Mädchen, das alle abgekuckten Frontmann-Moves jederzeit abfeuern kann. Martin Gore bekommt nach jedem Song eine neue Gitarre, für „Barrel Of A Gun“ eine in Form eines goldenen Sterns. Vor der Bühne fasst man allmählich, dass da wirklich die echten Depeche Mode, dass da Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher (sowie Peter Gordeno und Christian Eigner) auf der Bühne stehen, eigentlich nicht zu fassen.

Die komplette Konzertrezension lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Dresdner Neuesten Nachrichten.

Benjamin Heine

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr